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"mag er hö" Biotoppflege Stutz-Stuzberg im Zuge des Landschaftentwicklungskonzept Marktgemeinde Frastanz

 

Aufgabe und Ziel des Projektes "mag er hö" ist die Umsetzung des erarbeiteten Landschaftsentwicklungskonzeptes im Bereich Stutz- Stutzberg und somit die Erhaltung der landschaftlichen Vielfalt dieses Lebensraumes. Nur durch die Zusammenarbeit von Grundbesitzern, Bewirtschaftern und Gemeinde wird es möglich, die Einzigartigkeit dieses Großraumbiotopes zu erhalten und den jährlicher Verlust an Freiflächen (Mager- und Streuewiesen) von 0,7 ha pro Jahr im Bereich Stutzberg zu stoppen.
Landschaft entwickelt sich! Sehr oft schnell und unkontrolliert. Diese rasante Veränderung findet schleichend, fast unbemerkt statt. Lenkungsmechanismen greifen oft zu spät. Da Natur - und Landschaftswerte einmalig, nicht reproduzierbar, Strukturen über Jahrhunderte gewachsen und somit Teil unserer Identität sind, hat sich Frastanz entschlossen, durch die Erarbeitung eines Landschaftsentwicklungskonzept (LEK) ein Instrument zu schaffen, mit dem es möglich ist, die immer rascher stattfindende Landschaftsveränderung, den Landschaftsverbrauch zu lenken. Zentrales Projektthema ist die Erarbeitung eines LEK über das gesamte Gemeindegebiet zur dauerhaften Erhaltung der landschaftlichen Vielfalt.

LEK Rekultivierung Streuewiese im Zuge eines Arbeitsprojektes
© www.frastanz.at

LEK Rekultivierung Streuewiese im Zuge eines Arbeitsprojektes

Rekultivierte Fläche vor der Einsaat mit standortgerechtem Saatgut
© www.frastanz.at

Rekultivierte Fläche vor der Einsaat mit standortgerechtem Saatgut

Stutzberg extensiv rekultivierte Magerwiese im Projektgebiet
© www.frastanz.at

Stutzberg extensiv rekultivierte Magerwiese im Projektgebiet

Zielsetzung:

Durch eine intensive Zusammenarbeit von Gemeinde, Grundbesitzer und Bewirtschafter werden Bewirtschaftungsmodelle erarbeitet, durch welche die Vielfalt unserer Landschaft besonders im Bereich Stutz - Stutzberg erhalten werden kann. Die Gemeinde als Verbindungsglied und Koordinationsstelle zwischen den einzelnen Grundbesitzern und den nur noch wenigen Bewirtschaftern, um folgende Ziele zu erreichen:
- Langfristige Sicherung und Aufwertung einer artenreichen Flora und Fauna der Ried- und Magerwiesen durch
- Aufrechterhaltung der Streue- Magerwiesennutzung, keine Intensivierung
- regelmäßige Mahd derzeit ungenutzter Flächen und Vermittlung dieser
- Wiederherstellung einer möglichst offenen zusammenhängenden Kulturlandschaft
- Entfernung größerer Gehölzgruppen
- Zurückdrängen des Waldrandes
- Schaffung von Korridoren
- Erhaltung besonderer Kulturlandschaftselemente wie Heubargen, Findlinge (Erratiker), Pflege naturnaher Gerinne u. Gräben
- Erhaltung ästhetisch ansprechender Einzelbäume

Durchführung:

Mit dem im Zuge des Dynalp Projektes LEK Frastanz ausgearbeiteten Maßnahmenkatalog wird mit den einzelnen Grundbesitzern Kontakt aufgenommen und die Durchführung der erarbeiteten Pflege- und Bewirtschaftungsmaßnahmen besprochen. Die Maßnahmenblätter dienen als Vertragsunterlagen, in denen die durchzuführenden Einzelmaßnahmen festgehalten sind. Unter Mithilfe des Projektes ABF (Waldpflegeprojekt) werden mit Langzeitarbeitslosen die Maßnahmen umgesetzt und so jene Flächen, die nicht bewirtschaftet sind und zu verbuschen drohen instand gesetzt. Vermittlung instandgesetzter Flächen an Landwirte der Region. Aufgrund der vorhandenen Vielfalt im Bereich Stutzberg ensteht entlang der Mager- uns Streuewiesen ein Blumenwiesenwanderweg. In den verwaisten Hütten können landwirtschaftliche Feld- und Wiesenbearbeitungsgeräte früherer Zeiten ausgestellt werden. In der Wiesenapotheke werden Heilpflanzen beschrieben und dargestellt.

Standort:

Frastanz

Beteiligte:

Die Marktgemeinde Frastanz als Projektleitung. Die Landwirte und Grundbesitzer der Gemeinde und alle interessierten Bürger. In das Projekt sind weiters verschiedene Institutionen und Arbeitsprojekte integriert
1.) ABF Arbeitsinitiative Bezirk Feldkirch
2.) Projekt Heugabel (Bürger helfen Bauern).
3.) Land Vorarlberg (Aktualisierung des Biotopinventares).
4.) Raumplanungsbüro DI Georg Rauch und Mag. Georg Amann (Fachliche Beratung).
5.) Bezirkhauptmannschaft Feldkirch Abt. Naturschutz (Beratung)

Finanzierung:

Fördermittel aus DYNALP2 (in Euro) : 20'000
Eigene Mittel, bzw. Gelder von Geldgebern (in Euro) : 64'700
1. Geldgeber: Land Vorarlberg Abteilung Naturschutzfonds: 40'000€; Marktgemeinde Frastanz: 20'000€; Karl Mayer Stiftung: 4'700€; MAWA Stiftung Dynalp²: 20'000€

Projektkosten:

847'000.00 Euro

Ansprechperson:

Marktgemeinde Frastanz
Markus  Burtscher
Sägenplatz 1
6820  Frastanz
AT
Telefon:  +43 5522 5153422
Telefax  +43 5522 515346
Email:  markus.burtscher@frastanz.at
Internet  http://www.frastanz.at
 

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