Erweiterungspläne für den Schweizer NationalparkRed. Der Schweizer Nationalpark im Engadin ist seit 1914 in verschiedenen Etappen bis zu seiner heutigen Fläche von 169 km2 gewachsen. Seit 1961 sind keine weiteren Gebiete mehr hinzugekommen. Der ehemals einzige mitteleuropäische Nationalpark ist inzwischen der Zweitkleinste der vierzehn Nationalparks in den Alpen. Nach heutiger Erkenntnis und entgegen der damaligen Auffassung der Parkgründer ist die vorhandene Fläche zu gering, um sämtlichen einheimischen Pflanzen- und Tierarten geeignete Standorte innerhalb der Nationalparkgrenze anzubieten. Seit 1996 wird eine Erweiterung rege diskutiert. Geplant ist neben der Erweiterung der heutigen Kernzone vor allem die Errichtung einer Umgebungszone. Diese umgibt die Kernzone mit einem Schutzgürtel und hat die Erhaltung von Lebenräumen und einheimischen Arten zum Ziel. Im Gegensatz zur Kernzone sollen dort naturverträgliche Aktivitäten des Menschen integriert werden. Die verschiedenen Interessengruppen wurden frühzeitig in die Verhandlungen einbezogen, um eine tragfähige und auf Langfristigkeit bedachte Erweiterung erreichen zu können. Trotzdem sind in jüngster Gegner des Projektes in Erscheinung getreten. Handlungsbereiche der Alpenkonvention:Im Artikel 11 des Protokolls "Naturschutz und Landschaftspflege" der Alpenkonvention verpflichten sich die Vertragsparteien dazu, "bestehende Schutzgebiete im Sinne ihres Schutzzweckes zu erhalten, zu pflegen und, wo erforderlich, zu erweitern sowie nach Möglichkeit neue Schutzgebiete auszuweisen. Sie treffen alle geeigneten Maßnahmen, um Beeinträchtigungen oder Zerstörungen dieser Schutzgebiete zu vermeiden." (Absatz 1)Projekt Region:Schweiz, Engadin |