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Aufwertung einer einheimischen Schafsrasse: Ein Impuls für die Berglandwirtschaft

 

Im Stura-Tal im Piemont ist ein Projekt vorangetrieben worden, das nicht nur das Sambucana-Schaf vor dem Aussterben bewahrt sondern auch die Situation der Zuchtbetriebe und der Hochweiden verbessert, die Entwicklung der Beschäftigung, der Wirtschaft und des sozialen Umfelds begünstigt und für einen stärkeren Schutz der Bergwelt gesorgt hat. Red.- Die Sambucana-Schafsrasse aus dem Stura-Tal eignet sich für die felsigen und ungünstig gelegenen Weiden und ist ein ausgezeichneter Lieferant qualitativ hochwertigen Fleisches. Im Jahre 1985 wurde zur Erholung und Aufwertung dieser Rasse (es gab damals nur noch 80 Tiere) mit Unterstützung der einheimischen Berggemeinde durch die Züchter ein eigenes Konsortium mit dem Namen L'Escauron gegründet. Zu dessen Tätigkeitsbereichen gehört das Führen eines Widderzentrums, die Förderung und Durchführung von Ausstellungen von für die Zucht ausgewählten Schafen und Widdern aus den Zuchtbetrieben, die Organisation von Treffen zur beruflichen Weiterbildung und die Gründung einer Gruppe junger Schafzüchter. Es gab bisher eine Vielzahl von Massnahmen: Verbesserung der Zuchttechniken und Entwicklung der Schafzucht mit Weiden auf der Alp, Wiedernutzung verlassener Betriebe und Umstrukturierung von anderen Betrieben, die für die Schafzucht geeignet sind, Verbesserung der Weideflächen und Förderung einer besseren Heuernte. Die Schaffung eines Markenzeichens hat zu einer Aufwertung des Sambucana-Lamms geführt. Ausserdem wurde eine Kooperative der Züchter ins Leben gerufen, die sich die Koordination und Kontrolle der Vermarktung der Zuchtprodukte zum Ziel gesetzt hat.

Handlungsbereiche der Alpenkonvention:

Art. 10 Ziff. 1 des Protkolls "Berglandwirtschaft" hält fest: "Die Vertragsparteien sind sich einig, daß die standortgemäße flächengebundene Viehhaltung als Erwerbsquelle wie als ein die landschaftliche und kulturelle Eigenart prägendes Element einen wesentlichen Bestandteil der Berg- landwirtschaft darstellt. Deshalb ist die Viehhaltung, unter Einschluß der traditionellen Haustiere, mit ihrer charakteristischen Rassenvielfalt und ihren typischen Erzeugnissen standortgemäß, flächengebunden und ökologisch verträglich aufrechtzuerhalten. "

Projekt Region:

Italien, Piemont, Cuneo
 

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