FSC-Zertifizierung des Liechtensteiner Waldes
Als erstes Land der Welt liess Liechtenstein seine gesamte Waldfläche nach international gültigen Kriterien der Nachhaltigkeit zertifizieren. Der Wald Liechtensteins nimmt eine Fläche von 55,6 km2 ein, das entspricht etwa einem Drittel der Landesfläche. Die Zertifizierung erfolgte nach den Kriterien des Forest Stewardship Council (FSC), der 1993 in Toronto gegründet wurde, um die bei der Konferenz in Rio 1992 beschlossenen Grundsätze einer nachhaltigen Waldnutzung umzusetzen. Die Waldzertifizierung ist eine Evaluation der Waldbewirtschaftung durch eine unabhängige Stelle und dient dazu, die Walderhaltung und -bewirtschaftung in eine ökonomisch, ökologisch und sozial nachhaltige Richtung zu lenken sowie Verbesserungsmassnahmen aufzuzeigen. In einer Schwächen/Stärken-Analyse wurden alle waldwirtschaftlichen Tätigkeiten geprüft. Der Zertifizierungsprozess dauerte rund 2 Jahre, bis schliesslich Ende August 2001 das Zertifikat in Vaduz übergeben wurde. Positiv bei der Liechtensteiner Waldbewirtschaftung sind u.a. die gut umgesetzten Instrumente, die Kommunikation zwischen Amt und Gemeindeförstern, und Fortschritte in der Lösung der Wald-Wildproblematik aufgefallen. Das Auditorenteam machte jedoch auch gewisse Auflagen bezüglich der Intensivbejagung, der Schaffung von Wildfreihaltegebieten, der Betriebsplanung, der Erfolgskontrolle von Stabilitätsmassnahmen im Schutzwald und der Arbeitssicherheit.
Handlungsbereiche der Alpenkonvention:
Art. 1 Ziel dieses Protokolls ist es, den Bergwald als naturnahen Lebensraum zu erhalten, erforderlichenfalls zu entwickeln oder zu vermehren und seine Stabilität zu verbessern. Als Voraussetzung für die Erfüllung der in der Präambel angeführten Funktionen ist eine pflegliche, naturnahe und nachhaltig betriebene Bergwaldwirtschaft erforderlich.
Projekt Region:
Liechtenstein
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