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Weissbuch

 

Wertschöpfung in alpinen Höhen

Die Hütten der Alpenvereine bieten ein beachtliches Wertschöpfungspotenzial. Dem Schweizer Alpenclub SAC gelang es mittels einer gezielten Neupositionierung der Hütten die Auslastung und die Erträge spürbar zu steigern. Der Deutsche Alpenverein DAV fördert mit seiner Kampagne "So schmecken die Berge" ganze regionale Wertschöpfungsketten.

Während die Übernachtungszahlen der 153 Hütten des SAC in den 1990er Jahren stagnierend oder gar rückläufig waren, stiegen sie in den letzten Jahren dank verstärkten Marketingmassnahmen, neuen Angeboten und engerer Kooperation mit touristischen Partnern wieder. Der Fokus richtet sich dabei vor allem auf die Ansprache von neuen Gästegruppen wie zum Beispiel Bergwandernde oder Familien, deren Erwartungen an die Infrastruktur und den Betrieb der Hütten anders sind als denjenigen der klassischen Alpinisten und Alpinistinnen. Mit sanften Komfortverbesserungen bei Hüttenumbauten und massvollen Investitionen in die zielgruppengerechte Infrastruktur - z.B. kleinere Schlafräume oder bessere Sanitäreinrichtungen - gelang es dem SAC, die Attraktivität seiner Hütten zu steigern. Heute nächtigen jährlich über 300'000 Gäste in den SAC-Hütten, dies entspricht ca. einem Prozent der 30 Millionen Hotelübernachtungen der Schweiz.

Höhenflüge und Milestone
Verschiedene Marketingmassnahmen und Kooperationen zeitigten Erfolg: Die Partnerschaft mit der CSS Versicherung zum Beispiel, die 40 für Familien geeignete SAC-Hütten im Angebot "Höhenflüge" zusammenfasste, brachte den beteiligten Hütten überdurchschnittliche Übernachtungszahlen. Der Erfolg von "Höhenflüge" soll deshalb verlängert und bis ins Jahr 2010 fortgesetzt werden.
Ein weiteres Beispiel erfolgreicher Marketingmassnahmen waren die Aktivitäten im Rahmen des Hüttenjahres 2006. Weit über 100 Medienberichte erschienen dazu im vergangenen Jahr, und mit der Verleihung des Tourismuspreises "Milestone 2006" hat auch die Tourismusbranche die Bedeutung der SAC-Hütten für das Tourismusland Schweiz und den Bergtourismus anerkannt.

Die Gästebedürfnisse wandeln sich
Dass die Hütten-Strategie des SAC erfolgreich ist, zeigt die Statistik der letzten zehn Jahre. Die Gesamtübernachtungszahlen nehmen seit 2000 zu und liegen seit 2003 wieder über 300.000. Überdurchschnittlich zugenommen haben vor allem die Übernachtungen von Nicht-Alpenvereinsmitgliedern. Die Strategie entfaltet also eine Breitenwirkung. Der SAC will auch in Zukunft massvoll in die Erneuerung seiner Hütten investieren und sie den wandelnden Bedürfnissen der Gäste anpassen ohne dabei den Bau eigentlicher Berghotels anzustreben.

"So schmecken die Berge"
Der Deutsche Alpenverein DAV engagiert sich bereits seit den 1990er Jahren für die Direktvermarktung landwirtschaftlicher Produkte auf Alpenvereinshütten. Seit einigen Jahren verfolgt er dieses Anliegen konsequent mit der Kampagne "So schmecken die Berge". Ziel ist es, die alpine Kulturlandschaft zu erhalten, die regionalen Wirtschaftskreisläufe zu stärken, die Absatzwege zu verkürzen und so die Bergbauern und -bäuerinnen und Hüttenwirte und -wirtinnen direkt zu unterstützen. Die Bauersleute können ihre hochwertigen Erzeugnisse zu einem angemessenen Preis vermarkten. Sie übernehmen mit ihrer Leistung den Erhalt und die Pflege der Kultur- und Erholungslandschaft. Die Hüttenbewirtschafter, welche sich verpflichtet haben, täglich regionale Menus und Getränke anzubieten, können mit der "Kuh", dem Logo der Kampagne, Werbung betreiben. Und nicht zuletzt kann der Hüttengast die Urlaubsregion auch kulinarisch geniessen. Dass dies vielen DAV-Mitgliedern ein Anliegen ist, hat eine Umfrage 2002 gezeigt: 94 Prozent sind der Meinung, dass "auf DAV-Hütten grundsätzlich auch Produkte der örtlichen Berglandwirtschaft verwendet werden sollen". 29 Hütten des Alpenvereins vermarkten zur Zeit regionaltypische Gerichte mittels dem Kuh-Logo.
Infos: http://www.alpenverein.de

Bruno Lüthi, Bereichsleiter Hütten SAC und Felix Hahn, CIPRA International

Tiroler Seilbahn- und Skigebietsprogramm - Fortschritt für eine ausgewogene Alpine Raumordnung

Seit dem Jahre 1992 wurden in Tirol in drei so genannten "Seilbahngrundsätzen des Landes Tirol" die Ausbaupläne der Seilbahnwirtschaft festgeschrieben. Sie fussten auf einem Gentlemen's Agreement zwischen Seilbahnen und Tiroler Landespolitik. Die Vorhaben wurden eher nach macht- und regionalpolitischen Gesichtspunkten als nach fachlichen Kriterien ausgewählt. Die "Grundsätze" besassen keinen rechtsverbindlichen Charakter.
Zu Beginn des neuen Jahrtausends wollte sich die Seilbahnwirtschaft nicht mehr an diese Grundsätze halten. Die Tiroler Landespolitik ging deshalb an die Erarbeitung eines integralen Raumordnungsprogramms, welches den Gesamtzusammenhang einer nachhaltigen alpinen Raumordnung herstellt, in der alle Nutzungs- und Schutzaspekte ausgewogene Berücksichtigung finden. Dieses von der Landesregierung am 11. Januar 2005 beschlossene "Tiroler Seilbahn- und Skigebietsprogramm" trägt diesem Erfordernis Rechnung. Die Nachvollziehbarkeit der darin getroffenen Regelungen, ihre Verbindlichkeit und die Verpflichtung zur Evaluierung machen dieses Programm zu einem effizienten Instrument der Landesentwicklung auf die Dauer von zehn Jahren. Tirol anerkennt darin die besondere Relevanz der Alpenkonvention für die nachhaltige Entwicklung alpiner Regionen und stellt die Umsetzung der daraus resultierenden Verpflichtungen sicher. Kernelemente des Programms sind einerseits generelle Grundsätze wie das Verbot von Neuerschliessungen und klare Kriterien für die Beurteilung konkreter Erweiterungsvorhaben. Andererseits wird die raumordnungspolitische Abstimmung der alpinen Erschliessung mit der Siedlungs , Regional- und Verkehrsentwicklung sichergestellt.
Das Programm besitzt für die österreichischen Bundesländer Modellcharakter.
(www.tirol.gv.at/raumordnung)

Sanfte Mobilität im Clarée-Tal/F

Lärmbelästigung, Luftverschmutzung, Zerstörung des Landschaftsbildes, unzufriedene Touristen, Wanderer und Anwohner: Das sind die Folgen der sommerlichen Überbelastung des Clarée-Tals in den französichen Hochalpen durch Tourismusverkehr. Als Reaktion hierauf haben sich drei Partner, das Département Hautes-Alpes, die Interessengemeinschaft der Gemeinden um Briançon und die Gemeinde Névache zusammengefunden und haben 2003 und 2004 ein System getakteter Pendelbusse zwischen Névache und dem Talende ins Leben gerufen. Zwischen dem 12. Juli und dem 29. August hat es etwa 52 Hin- und Rückfahrten pro Tag gegeben. Sobald die Parkplätze im Hochtal belegt sind, was oft schon ab neun Uhr morgens der Fall ist, wird die Strasse für den Autoverkehr gesperrt. Zum Erfolg gemacht haben die Initiative der niedrige Preis - ein Euro pro Fahrt, der halbe Preis für 10-er Tickets und der Nulltarif für Kinder unter 12 Jahren - und ein effizientes Management. Im Jahr 2004 wurden nicht weniger als 50 000 Tickets verkauft, 20 Prozent mehr als 2003. Wichtig: es ist nicht notwendig, im Auto bis Névache zu fahren, da im Sommer Busse grenzüberschreitend zwischen den Bahnhöfen von Briançon und Bardonecchia/I pendeln, die auch in Névache halten. Von dort aus besteht dann Anschluss in das Clarée-Tal. 2005 wird es das System wieder geben, verbessert durch strengere Zufahrtsbeschränkungen, die Kostenpflichtigkeit der Parkplätze im Hochtal, kombinierte Park-and-Ride-Tickets, den Ausbau der Parkplätze im Tal und eine Preiserhöhung. Ziel der Betreiber ist es, das System auf lange Sicht zu etablieren und zu erreichen, dass der Betrieb sich wirtschaftlich selbst trägt. Der Regionalrat des Départements Hautes-Alpes würde diese Art der Mobilität gerne auf andere Orte ausdehnen. Die Initiative könnte auch für viele andere Täler in den Alpen wegweisend sein.

Achental macht mobil: Bürgerengagement für die Region

Red. Im Achental zwischen Chiemsee/Bayern und Kaisergebirge/ Tirol haben sich seit 2000 zehn Gemeinden aus Deutschland und Österreich zum Verein "Ökomodell Achental" zusammengeschlossen. Ziel des Projekts ist es, die Qualität des Lebensraums grenzüberschreitend durch vernetztes Denken und gemeinsames Handeln dauerhaft zu erhalten. Die Region ist durch eine seit Jahrhunderten kultivierte Landschaft geprägt, die auch zukünftig durch naturverträgliche Bewirtschaftung erhalten werden soll. Um die traditionelle Landwirtschaft zu fördern, vermarkten die Gemeinden bäuerlich und handwerklich erzeugte Produkte aus dem Achental mit dem Label "Qualität Achental". Darüber hinaus erhalten landwirtschaftliche Betriebe für eine Ressourcen sparende Wirtschaftsweise und gezielte Landschaftspflegemassnahmen das Zeichen "Kulturlandschaft Achental ". Die Bevölkerung soll aktiv an der Gestaltung ihrer Gemeinden teilnehmen. Dafür wurden Initiativkreise gegründet, in welche die Gemeindemitglieder ihre Ideen einbringen können. Um das Ökomodell Achental einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, informieren seit 2003 zwei Gebietsbetreuerinnen die Bevölkerung in allen Bereichen des Naturund Umweltschutzes. Sie unterstützen auch die aktuellen Umweltbildungsprojekte "Landwirtschaft macht Schule" und "Klassenzimmer Natur", mit denen die jüngere Generation gezielt für die einzigartige Naturund Kulturlandschaft im Achental sensibilisiert werden soll. Im Rahmen des Ökomodells-Achental wurde 2003 das Teilprojekt "Umsetzungsstrategien für die Inwertsetzung von Natur und Landschaft im Tourismus " geschaffen, das als Interreg IIIB-Projekt "DYNALP " von der EU gefördert wird und sich an den Richtlinien der Alpenkonvention orientiert.

Erweiterungspläne für den Schweizer Nationalpark

Red. Der Schweizer Nationalpark im Engadin ist seit 1914 in verschiedenen Etappen bis zu seiner heutigen Fläche von 169 km2 gewachsen. Seit 1961 sind keine weiteren Gebiete mehr hinzugekommen. Der ehemals einzige mitteleuropäische Nationalpark ist inzwischen der Zweitkleinste der vierzehn Nationalparks in den Alpen. Nach heutiger Erkenntnis und entgegen der damaligen Auffassung der Parkgründer ist die vorhandene Fläche zu gering, um sämtlichen einheimischen Pflanzen- und Tierarten geeignete Standorte innerhalb der Nationalparkgrenze anzubieten. Seit 1996 wird eine Erweiterung rege diskutiert. Geplant ist neben der Erweiterung der heutigen Kernzone vor allem die Errichtung einer Umgebungszone. Diese umgibt die Kernzone mit einem Schutzgürtel und hat die Erhaltung von Lebenräumen und einheimischen Arten zum Ziel. Im Gegensatz zur Kernzone sollen dort naturverträgliche Aktivitäten des Menschen integriert werden. Die verschiedenen Interessengruppen wurden frühzeitig in die Verhandlungen einbezogen, um eine tragfähige und auf Langfristigkeit bedachte Erweiterung erreichen zu können. Trotzdem sind in jüngster Gegner des Projektes in Erscheinung getreten.

Nachhaltigen Zukunft an den Toren der Naturparks

"Die Kräfte vereinigen, um die Stadt langfristig bewohnbar und das Land langfristig bewohnt zu machen" lautet seit etwa zehn Jahren das Ziel der Stadt Chambéry/F und der umliegenden Gemeinden.
Die Gemeinden in der Umgebung der Naturparks "Massif des Bauges" und "Massif de la Chartreuse" zählen etwa 400'000 EinwohnerInnen. Die Stadt Chambéry ist ein wichtiger Knotenpunkt in dieser Region. Mit einer weitgehenden Zusammenarbeit zwischen Mitarbeitern der Parks und Stadtplanern wird ein Zusammengehen von städtischem und ländlichem Leben angestrebt. Die entstehenden Synergien sollen genutzt werden, um die kulturhistorischen, ländlichen und städtischen Reichtümer in Wert zu setzen und gegen den übermässigen Besuch sensibler Gebiete anzukämpfen. Dazu gehört auch die Verbesserung der Nahversorgung der Dörfer mit Dienstleistungen sowie mit nachhaltigen Wirtschaftsaktivitäten.
Die Stadt 1998 die Stelle eines Projektverantwortlichen geschaffen und im Einvernehmen mit den Parkgemeinden 15 Aktionspläne erarbeitet. Diese Pläne betreffen verschiedene Bereiche wie beispielsweise integrative Raumplanung, Tourismus, Kommunikation oder die Inwertsetzung erneuerbarer natürlicher Ressourcen (z.B. Holz). Dank der guten Qualität der Vorschläge und der durchgeführten Projekte wurde die Stadt im Rahmen eines Wettbewerbs "Agenda 21" ausgezeichnet, welchen das französische Umweltministerium 1997 ausgeschrieben hatte.
Diese dynamische Form des Zusammengehens von Stadt und Land in Chambéry könnte für andere Alpentäler eine Vorbildfunktion haben.

Nachhaltige Betriebsführung von Alpenvereinshütten

Die Schutzhütten der Alpenvereine nehmen bei einer Bettenkapazität von ca. 90'000 Betten jährlich etwa 12 Mio. BesucherInnen auf und spielen eine wichtige "strategische" Rolle im alpinen Tourismus. Der Deutsche Alpenverein (DAV) hat sich zum Ziel gesetzt, Massnahmen zu treffen, um die schädigenden Einflüsse auf die alpine Umwelt zu reduzieren.
Red. Steigende Besucherzahlen auf den Schutzhütten führen zu sichtbaren Umweltproblemen. Seit 1986 spielt der DAV in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Alpenverein OeAV eine Pionierrolle in der Entwicklung neuer Strategien und Lösungen. Die ersten Ergebnisse wurden an einem Internationalen Symposium im April 1995 in Innsbruck-Igls präsentiert.
Dieser vielversprechende Weg solcher Pionierprojekte soll beibehalten werden. Der Schwerpunkt wird auf zwei kritische Bereiche gelegt: Wasser und Energie. Priorität haben die Reduktion der Schadstoffe (Abwasser, Abfälle,....) und erneuerbare Energieressourcen. Mittlerweile wurden schon über 150 Schutzhütten mit Energieanlagen ausgestattet, die eine Alternative zur fossilen Energie darstellen. Ausserdem wird seit 1996 ein Umwelt-Gütesiegel für Schutzhütten vergeben.
Es besteht ein grosser Wille, die Kontakte zwischen den verschiedenen Alpenvereinen zu vertiefen und Erfahrungen auszutauschen. Mittlerweile hat auch der Französische Alpenverein (CAF) mit der Installation von mehreren Solargeneratoren Impulse gesetzt.
Technische Lösungen sind jedoch immer äusserst kostspielig. Die Minimierung der Bedürfnisse und dadurch die Reduzierung der umweltschädigenden Schadstoffe bleiben immer noch die besten Lösungen.

Naturjuwel Severgraben in Kärnten zum Naturdenkmal ernannt

Im Bezirk Feldkirchen in Kärnten wurde nach längeren Debatten der Severgraben, der sich im Bereich des Abschnittes der Engen Gurk befindet, zum Naturdenkmal deklariert.
red. - Beim Severgraben handelt es sich um einen noch völlig naturbelassenen Abschnitt der Gurk, der als Rückzugsgebiet für seltene Tier- und Pflanzenarten grosse Bedeutung hat. Der Severgraben ist charakerisiert durch steile und felsige Ufer, durch kleine Schotterbänke, durch Stromschnellen und kleinere Wasserfälle.
Mit der Erklärung des Severgrabens zum Naturdenkmal wurde nun ein eindeutiges Zeichen für die Erhaltung und den Schutz von wertvollen Naturlandschaften gesetzt und etwaigen Nutzungsbestrebungen eine Absage erteilt. Denn gerade in letzter Zeit gab es heftige Diskussionen um diesen schützenswerten Abschnitt der Gurk: Im Bereich der Spitzwiesen war der natürliche Charakter der Flusslandschaft durch ein geplantes Kraftwerk gefährdet. Ausserdem gab es Spekulationen, das Gurkwasser oberhalb des Severgrabens abzuleiten. Dank dem neuen Status des Severgrabens als Naturdenkmal wird dieser Abschnitt der Gurk vor derartigen Eingriffen in Zukunft geschützt sein.
Somit hat Kärnten eine wichtigen Schritt getan, dem Art.10 des Protokoll Naturschutz und Landschaftspflege der Alpenkonvention Folge zu leisten.

"Siddharta" - Entdeckungsreise in der Flusslandschaft...

In einem mehrfach preisgekrönten, faszinierenden und nicht alltäglichen Projekt des Natur- und Umweltfachmanns Hansruedi Berger sollte die Prättigauer Bevölkerung (Graubünden, CH), besonders aber Kinder und Jugendliche, den Wert der Flusslandschaft Landquart für Mensch und Natur kennen und schätzen lernen. Unter dem Motto "jeder Gemeinde ein kleines Projekt" sollten Visionen für eine naturnähere Landquart entwickelt werden. Den Veranstaltern ging es dabei um ein ganzheitliches Erleben und Begreifen der Flusslandschaft. So wurde nicht nur die Natur beleuchtet, auch Kultur und Geschichte wurden Interessierten vermittelt. Die Veranstalter wollten es aber nicht nur bei der Sensibilisierung der Bevölkerung bewenden lassen: Abschluss des Projektes bildeten Taten, deren Ziel es war in jeder Gemeinde eine kleine, aber spürbare Verbesserung im Sinne der Erhaltung der biologischen Vielfalt zu verwirklichen. Auch hier sollten vor allem die Ideen der Bevölkerung aufgegriffen werden. Eines von vielen positiven Ergebnissen des Programmes ist ein Flusslehrpfad, der von SchülerInnen eingerichtet wurde. "Siddharta" ist ein Beispiel für ein ehrgeiziges Projekt, das sowohl für die Veranstalter als auch die Teilnehmer eine echte Herausforderung darstellte und nicht zuletzt durch die rege Teilnahme von Einzelpersonen, Gruppen, Schulklassen und Vereinen ein Erfolg wurde.

Cansiglio - Käse und Kulturlandschaft auf 1100 Metern

Der "Cansiglio"-Käse der rund 50 Bäuerinnen und Bauern, die sich auf der Hochebene von Cansiglio in der Provinz Belluno/Italien zur landwirtschaftlichen Genossenschaft "Centro Caseario Allevatori Cansiglio" zusammengeschlossen haben, wird nach altüberliefertem Rezept unter Beachtung modernster Hygienevorkehrungen hergestellt. Qualtität wird in Cansiglio gross geschrieben. Und diese beginnt mit dem Rohstoff Milch. Die 600 Kühe auf der Hochebene werden naturnah nach den anerkannten Regeln der biologischen Landwirtschaft gehalten. Während sechs Monaten, vom Mai bis November, weidet das Vieh völlig frei auf 1000 HektarenWeide, die von 6000 Hektaren Buchenwald, der "Foresta di Cansiglio", umgeben sind. Die GenossenschafterInnen haben das Land vom Staat gepachtet. Das "Centro Caseario" sucht auch die Verbindung zum Tourismus: Die Bauern haben einen alten Stall mit aller Sorgfalt zu einem Restaurant umgebaut, dessen Küche auf Basis biologischer Produkte weitherum einen exzellenten Ruf geniesst und von den BesucherInnen des Naturpakres "Foresta di Cansiglio" geschätzt wird. Der Restaurationsbetrieb schafft zusammen mit der Käserei fünfzehn Arbeitsplätze und erlaubt eine zusätzliche Wertschöpfung, die sich in einem vergleichsweise hohen Milchpreis niederschlägt. Die Rechnung geht für alle auf: "Mit der Zeit sind wir uns bewusst geworden, dass die Menschen nur dann glücklich sein können, wenn auch die Natur glücklich ist," sagt Betriebsleiter Valter Giora.

"Die Schule und mein Dorf" - ein Projekt der Gemeinde Budoia

"Vom Traum zum Projekt", so der Untertitel des umwelt- und sozialpädagogischen Projekts der Gemeinde Budoia. Das Projekt lief über drei Jahre. 5 Primar- und 2 Kindergartenklassen nahmen in diesen drei Jahren teil, insgesamt waren es 350 Kinder. Die Ergebnisse ermutigen zu einer Fortführung des Projekts. Ein erster Schritt im Projektablauf war die Ausbildung der LehrerInnen unter dem Titel "Kooperation und Schule - die Umwelt berühren". Danach wurden Arbeitsblöcke in der Schule durchgeführt. Hier wurde in kleinen Gruppen mit SchülerInnen aus verschiedenen Schulstufen gearbeitet. Die Themen wurden nach Bedarf ausgewählt, wobei das Ziel im Vordergrund stand, die Schule als Ort der Begegnung zu erkennen und schätzen zu lernen. Eine wichtige Arbeitsmethode war der gegenseitige Austausch, wobei die Kinder Eigenschaften wie Problemlösungskompetenz und soziale Verantwortung entwickeln konnten. Während des Projekts gab es verschiedene Aktivitäten, wie gemeinsame Musik mit Fachleuten oder Ausflüge ins Freiland, um Karten und Modelle herzustellen und Untersuchungen durchzuführen. Die Kinder führten Erwachsene auf den Wegen der Umgebung und erzählten die Geschichte der Strecke, die sie gingen. Bei einem Dorffest wurden die Materialien ausgestellt, die während des Projekts erarbeitet worden waren. Die nachhaltige Wirkung des Projekts ist allein schon dadurch gegeben, dass Kinder daran teilnehmen: sie tragen die Ideen nicht nur von der Schule nach Hause, sondern werden sie ihr Leben lang weiter tragen, vorausgesetzt das Projekt hat ihnen den Gedanken der Nachhaltigkeit eindrücklich nahe gebracht. Somit ist auch die Erfolgskontrolle implizit enthalten, sowohl langfristig als auch sehr direkt. Denn Kinder bewerten die Qualität eines Projekts durch ihre spontanen Reaktionen unmittelbar.

Gefahrenzonen: neuer Ansatz in Österreich

Nach dem Lawinenwinter 1998/1999 hat das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft einen Erlass zur Änderung der Abgrenzungskriterien bezüglich Gefahrenzonen herausgegeben. Bei der Festlegung der gefährdeten Zonen achtet man nun auf frühere Schadenereignisse und "stumme Zeugen ", nimmt Geländedaten auf und setzt rechnerische Verfahren ein. Seit kurzer Zeit verfügt man über neue technische Möglichkeiten, die es erstmals erlauben, auch den Druck innerhalb einer Lawine als Kriterium für die Abgrenzung zwischen roter und gelber Zone zu berücksichtigen (siehe Illustration). Bisher wurde ein Lawinendruck von 2,5 t/m2 als sicher genug angesehen, inzwischen kam man nach langen Diskussionen und Kontakt zu Schweizer Fachleuten zur Einsicht, dass ein Druck von 1 t/m2 angemessen ist. Der Zielkonflikt zwischen Sicherheitserfordernissen und wirtschaftlich motivierten Wünschen nach baulichen Tätigkeiten kommt auf der lokalen behördlichen Ebene besonders stark zum Tragen. Die Umsetzung des neuen Erlasses wird sicher dazu führen, dass manche Gemeinden aus Sicherheitsgründen die roten Zonen erweitern müssen. Dies wird das Vertrauen der Bevölkerung stärken und hat in Tourismusgemeinden auch eine wirtschaftliche Bedeutung: der Rückgang der touristischen Nachfrage nach einem Lawinenunglück hat negativere wirtschaftliche Auswirkungen als ein konsequentes und transparentes Risikomanagement bezüglich der Naturereignisse.

Aufwertung einer einheimischen Schafsrasse: Ein Impuls für die Berglandwirtschaft

Im Stura-Tal im Piemont ist ein Projekt vorangetrieben worden, das nicht nur das Sambucana-Schaf vor dem Aussterben bewahrt sondern auch die Situation der Zuchtbetriebe und der Hochweiden verbessert, die Entwicklung der Beschäftigung, der Wirtschaft und des sozialen Umfelds begünstigt und für einen stärkeren Schutz der Bergwelt gesorgt hat. Red.- Die Sambucana-Schafsrasse aus dem Stura-Tal eignet sich für die felsigen und ungünstig gelegenen Weiden und ist ein ausgezeichneter Lieferant qualitativ hochwertigen Fleisches. Im Jahre 1985 wurde zur Erholung und Aufwertung dieser Rasse (es gab damals nur noch 80 Tiere) mit Unterstützung der einheimischen Berggemeinde durch die Züchter ein eigenes Konsortium mit dem Namen L'Escauron gegründet. Zu dessen Tätigkeitsbereichen gehört das Führen eines Widderzentrums, die Förderung und Durchführung von Ausstellungen von für die Zucht ausgewählten Schafen und Widdern aus den Zuchtbetrieben, die Organisation von Treffen zur beruflichen Weiterbildung und die Gründung einer Gruppe junger Schafzüchter. Es gab bisher eine Vielzahl von Massnahmen: Verbesserung der Zuchttechniken und Entwicklung der Schafzucht mit Weiden auf der Alp, Wiedernutzung verlassener Betriebe und Umstrukturierung von anderen Betrieben, die für die Schafzucht geeignet sind, Verbesserung der Weideflächen und Förderung einer besseren Heuernte. Die Schaffung eines Markenzeichens hat zu einer Aufwertung des Sambucana-Lamms geführt. Ausserdem wurde eine Kooperative der Züchter ins Leben gerufen, die sich die Koordination und Kontrolle der Vermarktung der Zuchtprodukte zum Ziel gesetzt hat.

Öffentlicher Verkehr für den Vr¡Çič-Pass

Die Gemeinde Kranjska Gora bemüht sich seit längerem um eine verkehrstechnische und umweltfreundliche Lösung für die Alpentäler Vrata, Kot, Krma, Planica und den Transitverkehr über den Hochgebirgspass Vr¡Çič (1611 m.ü.M.). Die Situation am Vr¡Çič-Pass ist im Sommer und im Winter äusserst kritisch: Im Sommer aufgrund des Reiseverkehrs, im Winter durch Schneeräum- und Salzstreufahrzeuge, die in diesem karstigen Gebiet mit Trinkwasserquellen jedes Jahr über 400 t Salz streuen. Statt auf den Ausbau der Pass-Strasse setzt die Gemeinde Kranjska Gora auf den öffentlichen Verkehr. Zwischen Kranjska Gora und Bovec wurde bereits eine Busverbindung eingerichtet. Da in Slowenien jedoch der Staat für die Verwaltung der Strasse zuständig ist und die Gemeinden nur in den ruhenden Verkehr eingreifen dürfen, bleibt der Gemeinde nur die Möglichkeit, eine Parkgebühr zu erheben. Die Einnahmen fliessen jedoch nicht nur in den Strassenunterhalt, sondern in den Ausbau des öffentlichen Verkehrs. Die Gemeinde Kranjska Gora sieht in diesen Massnahmen einen wichtigen Schritt zur Förderung des öffentlichen Verkehrs. Aus diesem Grund legt sie auch grossen Wert auf die Öffentlichkeitsarbeit, um die Bevölkerung für dieses Thema zu sensibilisieren.

Neugestaltung der Binnenkanalmündung

Der Liechtensteiner Binnenkanal dient als Vorfluter aller Gewässer der Liechtensteiner Talseite und stellt heute die einzige noch verbliebene Verbindung zum Alpenrhein auf Liechtensteiner Gebiet dar. Die Einmündung war jedoch bis anhin dermassen steil, dass sie wie eine Barriere wirkte und der Kanal seine wichtige ökologische Funktion nicht entfalten konnte. Das Land Liechtenstein hat zusammen mit Gemeinden ein Projekt lanciert, um die Mündung und den Unterlauf des Binnenkanals auf einer Länge von 500 Metern umzugestalten. Die Höhendifferenz zwischen Binnenkanal und Rhein wurde mit Sohlrampen abgebaut. Der bisher geradlinige und monotone Verlauf des Binnenkanals wurde durch Krümmungen und Buchten aufgelockert. Künftig soll für alle Gewässerorganismen eine ungehinderte Wanderung zwischen Binnenkanal und Alpenrhein möglich sein. Dies gilt auch für Fischarten, die früher zur Fauna des Binnenkanals gehörten. Durch die ökologische Gestaltung werden die Lebensraumvielfalt erhöht und neue Lebensräume für viele bedrohte Tier- und Pflanzenarten geschaffen. Zudem wird eine optimale Vernetzung zwischen Land und Wasser angestrebt. An den Kurvenaussenseiten entstehen zum Beispiel steile unbewachsene Abbruchufer. Diese sind wertvolle Lebensräume für den bedrohten Eisvogel und für verschiedene wirbellose Tiere. Bei der Planung wurden die Anforderungen des Hochwasserschutzes berücksichtigt. Auch der Erholungswert des Gebiets ist deutlich angestiegen. Der Erfolg der Mündungsumgestaltung wird in den nächsten Jahren laufend überprüft.

Nachhaltige Regionalentwicklung mit dem Biosphärenpark Grosses Walsertal

Im Grossen Walsertal in Vorarlberg /A gibt es kaum Industrie, eine kleinstrukturierte touristische Infrastruktur und keine übermässigen verkehrstechnischen Erschliessungen. Viele arbeiten als Pendler- Innen ausserhalb ihrer Region: die "Entwicklung" scheint irgendwie "verpasst" worden zu sein. Was tun? Die BewohnerInnen haben sich auf die natürlichen und kulturellen Schätze der Region besonnen. Nachdem die zonenplanerischen Voraussetzungen geschaffen und ein Leitbild für Land- und Forstwirtschaft, Soziales und Wirtschaft, Verkehr und Siedlungsentwicklung erarbeitet wurde, hat die UNESCO das Tal nun als Biosphärenreservat anerkannt. Der Biosphärenpark kann nur leben, wenn die lokale Bevölkerung die Philosophie mitträgt und die eigene Zukunft aktiv mitgestaltet. Ein Grundsatz aller UNESCO-Biosphärenreservate ist es, den Menschen nicht als einen Fremdkörper sondern als einen wesentlichen Bestandteil der Natur zu sehen. Das Projekt zeigt Früchte: VertreterInnen aus der Landwirtschaft und der Sennereigemeinschaft (zukünftig auch aus dem Kunsthandwerk) haben sich zusammengeschlossen, um "Die köstliche Kiste" - eine Geschenkskiste mit lokalen kulinarischen Spezialitäten - gemeinsam zu vermarkten. Ein Austausch mit einem anderen Biosphärenreservat ist geplant: dieses soll für das Tal einen biologischen Biosphärenparkwein kreieren, aus dem Grossen Walsertal geht im Gegenzug dazu der Bergkäse "Walserstolz" in diese Region. Voriges Jahr wurde das "Abenteuer Biosphärenpark" gestartet, Erlebniswochen und -tage für Schulen, Familien und Gäste. Eine Mautstrasse wurde autofrei, stattdessen fährt dort nun der "Wanderbus", der an das regionale öffentliche Verkehrsnetz angeschlossen ist.

Entfernung veralteter Anlagen

Mountain Wilderness Frankreich initiiert eine Kampagne für die Entfernung veralteter und verlassener Anlagen touristischen, industriellen, landwirtschaftlichen oder militärischen Ursprungs, die seit Jahren das Landschaftsbild der Berge stören (Kabel und Masten von Skiliften, Hotelruinen, etc.). In Zusammenarbeit mit anderen Organisationen, vor allem "Paysages de France" und CIAPM (Comité international pour la protection du Mont-Blanc), sowie mit den Schutzgebieten in den Bergen verfolgt die Aktion drei Ziele: 1. Die Registrierung von verlassenen Anlagen, die ihre Umgebung beeinflussen - etwa wenn sie aus künstlichen und standortfremden Materialien bestehen - und die in den Schutzgebieten der französischen Berge oder im Mont-Blanc Gebiet liegen; 2. Die Machbarkeit der Entfernung der Anlagen anhand von zwei Beispielen aufzeigen; 3. Mittelfristig die Entfernung der Anlagen, gestützt auf die Aufnahmen, und langfristig das Verhindern neuer "Ruinen". Online-Formulare zur Meldung von verlassenen Anlagen gibt es auf der untenstehenden Website. Weiters soll diesen Sommer mit der Hilfe von Freiwilligen in einem Gebiet auf 3000 m in Haute-Maurienne an der französisch-italienischen Grenze die Entfernung der verlassenen Liftstation und Masten und der Ruinen des Schutzhauses vorbereitet werden: alle Teile, die nicht im Boden verankert sind, sollen eingesammelt werden, um die vollständige Entfernung durch ein Spezialunternehmen im nächsten Jahr zu erleichtern.

FSC-Zertifizierung des Liechtensteiner Waldes

Als erstes Land der Welt liess Liechtenstein seine gesamte Waldfläche nach international gültigen Kriterien der Nachhaltigkeit zertifizieren. Der Wald Liechtensteins nimmt eine Fläche von 55,6 km2 ein, das entspricht etwa einem Drittel der Landesfläche. Die Zertifizierung erfolgte nach den Kriterien des
Forest Stewardship Council (FSC), der 1993 in Toronto gegründet wurde, um die bei der Konferenz in Rio 1992 beschlossenen Grundsätze einer nachhaltigen
Waldnutzung umzusetzen. Die Waldzertifizierung ist eine Evaluation der Waldbewirtschaftung durch eine unabhängige Stelle und dient dazu, die Walderhaltung und -bewirtschaftung in eine ökonomisch, ökologisch und sozial nachhaltige Richtung zu lenken sowie Verbesserungsmassnahmen aufzuzeigen. In einer Schwächen/Stärken-Analyse wurden alle waldwirtschaftlichen Tätigkeiten
geprüft. Der Zertifizierungsprozess dauerte rund 2 Jahre, bis schliesslich Ende August 2001 das Zertifikat in Vaduz übergeben wurde. Positiv bei der Liechtensteiner Waldbewirtschaftung sind u.a. die gut umgesetzten Instrumente, die Kommunikation zwischen Amt und Gemeindeförstern, und Fortschritte in der Lösung der Wald-Wildproblematik aufgefallen. Das Auditorenteam machte jedoch
auch gewisse Auflagen bezüglich der Intensivbejagung, der Schaffung von Wildfreihaltegebieten, der Betriebsplanung, der Erfolgskontrolle von Stabilitätsmassnahmen im Schutzwald und der Arbeitssicherheit.


Liechtenstein bei Förderung von Photovoltaik ganz gross

Mit dem Energiespargesetz (LGBI 1996, Nr. 193) und dem Energiekonzept Liechtenstein 2013 hat das Fürstentum Rahmenbedingungen geschaffen, um den Energieverbrauch zu senken und die Nutzung von erneuerbaren Energien zu fördern.
Da die Photovoltaik-Technologie heute noch nicht wirtschaftlich rentabel ist, es mit weiteren technischen Innovationen aber werden kann, werden Solarstromanlagen in Liechtenstein mit finanziellen Anreizen gefördert.
Die Förderregelung ist unter anderem ein Verdienst der Liechtensteinischen Solargenossenschaft, die sich seit 1992 für den Ausbau der Nutzung von Solarenergie einsetzt, selbst Photovoltaik-Anlagen betreibt und sich zur Zeit für eine Erhöhung der Landesförderung einsetzt.
Quelle und Infos: http://www.lkw.li, https://www.llv.li/llv-avw-energie

Optimale Nutzung bestehender Infrastruktur auf der Achse München-Verona

Auf der Achse München-Verona bietet die Rail Traction Company (RTC) zusammen mit der Münchner Privatbahn Lokomotion grenzüberschreitenden Güterverkehr im autobahnfreien Bereich an. Die angebotenen Schienentransaktionsleistungen sind die Antwort auf die enorme Nachfrage des Marktes nach neuen Transaktionsmöglichkeiten. Bereits in der Pilotphase des Projektes konnten zusätzliche Zugverbindungen aufgenommen werden und die erste Verbindung im alpenquerenden kombinierten Verkehr mit durchgehend privater Traktion bietet nun 300 Züge monatlich mit einer Pünktlichkeit von 85 Prozent an.
Eine jährlich um mehr als 20% steigende Transaktionsrate der RTC beweist, dass die Bahn gegenüber der Strasse an Wettbewerbsvorteilen gewinnen kann und es sich für immer mehr Unternehmen rentiert, die innovativen Angebote auf der Schiene zu nutzen.


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