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CIPRA – Leben in den Alpen

30.05.2012

Die NGO CIPRA International, wie das Kürzel aus der französischen Bezeichnung "Commission Internationale pour la Protection des Alpes" lautet, und ihre nationalen und regionalen Vertretungen setzen sich seit 1952 für eine nachhaltige Entwicklung in den Alpen ein. Der Einsatz für die Alpen lohnt sich, denn im grossen Alpenbogen, der sich mit 1100 Kilometer Länge über acht Staaten zieht, leben etwa 13 Millionen Menschen. In diesem vielgestaltigen Lebensraum agiert die CIPRA und sucht Wege und Mittel Natur, Wirtschaft und Soziales in Einklang zu bringen.

Perspektivwechsel © CIPRA

 

Die CIPRA ist eine moderne mehrsprachige Informationsdrehscheibe für interessierte Menschen in und ausserhalb der Alpen. Monatlich transportiert die CIPRA mit ihrem alpMedia-Newsletter Nachrichten aus allen Alpenländern in alle Alpenländer. Auch veröffentlicht die CIPRA vertiefte Informationen in ihren Alpenreporten, in den zwei- bis dreimal jährlich erscheinenden SzeneAlpen und anderen Publikationen. Die meisten Publikationen sind viersprachig: Deutsch, Italienisch, Französisch und Slowenisch. Zum Teil sind sie auch in Englisch.

Die CIPRA verbindet die Praxis mit der Forschung: Wissen verbreiten – Menschen vernetzen, dieses Prinzip unterliegt allen Projekten der CIPRA. In diesem Sinne legt die CIPRA derzeit den Schwerpunkt auf das Thema Klimawandel. Mit ihren Klimaprojekten - Alpstar, mounteEE, C3-alps, cc.alps - will die CIPRA dazu beitragen, dass die zahlreichen Massnahmen zur Verminderung von oder zur Anpassung an den Klimawandel möglichst mit dem Prinzip der nachhaltigen Entwicklung im Einklang stehen.

Das ausgetauschte Wissen umzusetzen, das ist eine der weiteren Herausforderungen: Dafür hat die CIPRA das Gemeindenetzwerk “Allianz in den Alpen“ mitinitiiert, in dem mittlerweile über 300 Gemeinden aus allen Alpenländern zusammenarbeiten und auf kleinem Raum nachhaltige Entwicklungen verwirklichen. Im Projekt "climalp" fördert die CIPRA den Bau von energieeffizienten Häusern aus regionalem Holz im Alpenraum und organisiert hierfür Exkursionen und Workshops.

Ziel der CIPRA ist es, mit nachhaltiger Entwicklung auf vielen Ebenen die Potenziale des Alpenraums zu nutzen und seine kulturelle und natürliche Vielfalt zu erhalten. Deshalb hat sie schon 1952, im Jahr ihrer Gründung, einen staatenübergreifenden Vertrag für einen umfassenden Schutz des Alpenraumes – die Alpenkonvention, gefordert. Nach beinahe 40 Jahren und intensiver Arbeit der CIPRA war es soweit: 1991 unterzeichneten die Umweltminister der Alpenstaaten in Salzburg die Alpenkonvention. Heute begleitet die CIPRA die Umsetzung der Alpenkonvention: sie hat offiziellen Beobachterstatus, nimmt an den Alpenkonferenzen teil und engagiert sich in diversen Arbeitsgruppen.

Die CIPRA verfolgt eine Doppelstrategie: Einerseits eine Entwicklung von oben mit der Alpenkonvention, anderseits eine Entwicklung von unten mit Projekten, Initiativen und Netzwerken. „Wissen verbreiten und Menschen vernetzen“, dies ist ein wichtiges Anliegen der CIPRA, damit das "Leben in den Alpen" auch in Zukunft lebenswert ist.

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Eine Übersicht über unsere Mitgliedsorganisationen finden Sie hier.

Aussensichten

"Mir imponiert sehr, dass die CIPRA-Website konsequent vielsprachig ist – für mich ein Vorbild in Sachen Vernetzung."

Martin Schneider-Jacoby, Projektleiter bei der Stiftung Euronatur in Radolfszell/D




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