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Der Großteil der ca. 40 Kaisertalbewohner lebt vom Tourismus, Landwirtschaft wird nur noch im Nebenerwerb betrieben (lediglich ein Vollerwerbsbetrieb). Pläne für eine Kaisertalstraße gibt es bereits seit 1896. Bisher ist dem Kfz-Verkehr der Zugang zum Kaisertal aus dem Inntal allerdings verwehrt, der Zugang erfolgt über eine Sparchenstiege (ein steiler, treppenartiger Fußweg). Als zusätzliches Transportmittel wird eine Materialseilbahn (ohne Personenverkehr) vom Talboden in das Kaisertal eingesetzt, die sicherlich den heutigen Bedürfnissen nicht gerecht wird.
Eine Straßenerschließung vom Inntal aus würde allerdings nicht nur naturschutz- und wasserrechtliche Bestimmungen missachten. Es ist auch gar nicht abzusehen, was das neue Verkehrsaufkommen im Kaisertal für Konsequenzen für den Tourismus hätte, der die unverfälschte Natur des Kaisertals gerade wegen der Verkehrsfreiheit zu schätzen weiß. Nun kämen Lärmbelästigung für Mensch und Tier, Abgasschädigungen der Flora, besonders des in seiner Lawinenschutzfunktion wichtigen Bergwaldes, Siedlungsdruck, der das Erscheinungsbild des Tales massiv verändern würde, und Massentourismus - ob durch Privat-PKW oder Busse - dazu, was eindeutig eine Verschlechterung der Gesamtsituation dieses Tales bedeuten würde. Eine nachhaltige Entwicklung des Kaisertals wäre damit vergeben.
Daher unterstützen CIPRA Deutschland und CIPRA Österreich gemeinsam mit dem Deutschen und dem Österreichischen Alpenverein und vielen weiteren Naturschutzorganisationen die Alternativplanung einer Lasten- und Personenseilbahn, die für die Kaisertalbewohner eine erhebliche Verbesserung darstellen würde. Bei dieser Variante wäre kein Landschaftseingriff notwendig. Das Kaisertal würde in seiner derzeitigen Ursprünglichkeit erhalten bleiben und langfristig neue Chancen für den Tourismus bringen. Zudem wäre der Umbau der Seilbahn erheblich kostengünstiger als alle Straßenvarianten.
Unterstützen Sie die Initiative zur Rettung des Kaisertals!
Schicken Sie einen Brief an die politisch Verantwortlichen des Landes Tirol! Sie können dabei den folgenden Text in Ihre Email an den Tiroler Landeshauptmann Herrn H. van Staa (h.vanstaa@tirol.gv.at) sowie an den Tiroler Landesnaturschutzreferenten Herr Gschwentner (h.gschwentner@tirol.gv.at) einfügen.
Wenn Sie Ihren Brief persönlich unterschreiben und per Post senden möchten, könne Sie den gleichen Text hier auch als pdf-file aufrufen und ausdrucken.
Hier finden Sie die Presseinformation deutscher und österreichischer Umweltverbände zum Kaisertal
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