Integriertes Verkehrskonzept für den Alpenraum
Seminar der Europäischen Akademie
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Stand 01.08.2002
Auf einer Seminartagung der Europäischen Akademie Bayern im Kloster Seeon am Chiemsee forderte CIPRA-Präsident Dr. Stefan Köhler die Realisierung eines Integrierten Verkehrskonzeptes für den Alpenraum, welches den Zielsetzungen des Verkehrsprotokolls der Alpenkonvention gerecht werden müsse. Nachdem die Bundesrepublik Deutschland am 19. Juli 2002 als zweiter Alpenstaat das Verkehrsprotokoll ratifiziert habe, gelte es nun Sorge und Rechnung dafür zu tragen, dass die Inhalte und Vorgaben des Verkehrsprotokolls in nationale Pläne und Programme Eingang finden. Dies betreffe vor allem den derzeit sich in der Fortschreibung befindenden Bundesverkehrswegeplan und das Landesentwicklungsprogramm Bayern.
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| Ein Integriertes Verkehrskonzept für den Alpenraum, so Köhler, ist an den Belangen der Alpenbewohner und der sensiblen Kultur- und Naturlandschaft der Alpen auszurichten. Nachdem der Transitverkehr durch die Alpen sich allein in den vergangenen 30 Jahren mehr als verdoppelt habe und sämtliche Verkehrsprognosen enorm hohe Zuwachsraten – insbesondere beim Güterverkehr – voraussagen, sind Strategien der Verkehrsvermeidung zu verfolgen und konsequent umzusetzen. Dies könne beispielsweise durch die Vermeidung von Leerfahrten im LKW-Verkehr und die Verlagerung des Verkehrs auf die Schiene geschehen. Eine konsequente Förderung des Schienenverkehrs darf nicht allein auf die Schweiz eingegrenzt werden, sondern sei gerade in Süddeutschland, wie auch den anderen Alpenstaaten, notwendig. Die Einstellung von Fernverkehrszügen am deutschen Alpenrand, wie auch die Reduktionen in der Bedienung des Schienengüterverkehrs im Rahmen des Konzeptes MORA C der DB Cargo, liefen genau in die falsche Richtung und seien deshalb für die CIPRA nicht tragbar. |
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