Alpine Umweltverbände suchen Dialog
Internationale Fachtagung
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Stand 29.06.2002
Für eine verstärkte internationale Zusammenarbeit innerhalb der Bergregionen der Welt haben sich 200 Vertreter aus 31 Staaten von Regierungen wie Nichtregierungsorganisationen ausgesprochen. Aus Anlass des von der UNO ausgerufenen „Internationalen Jahres der Berge“ lud die internationale Alpenschutzkommission CIPRA in Zusammenarbeit mit dem deutschen Bundesumwelt- und Bundesverbraucherschutzministerium, der Umweltagentur der Vereinten Nationen (UNEP), der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit, dem bayerischen Umweltministerium und dem Nationalpark Berchtesgaden zu einer Fachtagung von 26. – 29.06. nach Berchtesgaden ein. Auf der Konferenz wurden 10 Leitlinien für die regionale Kooperation in Bergregionen verabschiedet.
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Grundlage der Diskussionen waren die Erfahrungen aus der Alpenkonvention, einem völkerrechtlich verbindlichen Vertrag aller acht Alpenstaaten und der EU zur nachhaltigen Entwicklung des Alpenraumes. Unter den zu etwa gleichen Teilen aus Europa und Asien stammenden Teilnehmern der Tagung mit dem Titel „Der Alpenprozess – ein Beispiel für andere Bergregionen?“ waren UNEP-Dirketor Dr. Klaus Töpfer, mehrere Minister und Staatssekretäre sowie bedeutende Vertreter von Nichtregierungsorganisationen.
Einig waren sich die Konferenzteilnehmer, dass die Alpenkonvention nicht einfach auf andere Bergregionen übertragbar sind. Dennoch konnten wichtige Erfahrungen aus dem mittlerweile über 10-jährigen Prozess der Entwicklung der Alpenkonvention vorgestellt werden. So zeigt sich an der Alpenkonvention die große Bedeutung von Nichtregierungsorganisationen wie der CIPRA für die regionale Kooperation über Staatsgrenzen hinweg. Als ebenso bedeutend erwies sich die – bei der Alpenkonvention nicht immer vorbildliche - Einbeziehung der lokalen Bevölkerung. Die Erarbeitung einer rechtlich bindenden Konvention zur nachhaltigen Entwicklung einer Bergregion ist ein langer Prozess, der von Anfang an durch konkrete lokale Umsetzungsprojekte für die Bevölkerung greifbar sein und mit Leben gefüllt werden sollte, so CIPRA-Deutschland Präsident, Dr. Stefan Köhler. In der verabschiedeten „Berchtesgadener Erklärung über die regionale Zusammenarbeit in Gebirgsregionen“ heißt es: „Regionale Zusammenarbeit ist notwendig, um gemeinsamen Nutzen erzielen zu können und die Gebirgsregionen friedlich zu entwickeln. Die aus dem Alpenprozess gewonnenen Erfahrungen zeigen, dass regionale Aktionsprozesse oder regionale Übereinkünfte globalen Aktionsplänen zur Entwicklung von Gebirgsregionen vorzuziehen sind.“
Die Tagung diente auch zur Vorbereitung des Weltgipfels für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg sowie des Weltberggipfels im Oktober in Bishkek/Kirgistan.
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