Alpenrhein-Bahn
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alpenrheinbahn
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last modified
2006-06-21 17:36
This project was submitted by third parties in the frame of a competition as part of the Future in the Alps Project in 2005 and has not been updated since. Responsibility for the contents rests with the persons indicated on the form.
- Topics
- Mobility
- Regional value added
- Short description
- Bahnausbau statt Strassenbau: Mit neuen Strassen lässt sich die Verkehrssituation zwischen Chur und Bodensee nicht nachhaltig verbessern. Es braucht einen gezielten Infrastrukturausbau beim öffentlichen Verkehr und dazu einen internationalen Verkehrsverbund sowie einen Fonds zur Finanzierung. Das Komitee Stopp Transit A13/E43 hat beim Verkehrsplaner Paul Stopper eine Studie in Auftrag gegeben, um die Möglichkeiten für attraktive, vernetzte und grenzüberschreitende Angebote des öffentlichen Personenverkehrs im Oberen Rheintal von Chur bis zum Bodensee aufzuzeigen.
- project executive
- Budget
- 90'000 Euro (2002-2005)
- Participants
- TRANSFORM Arlberg/Alpenrhein/Bodensee, Plattform «Zu(g)kunft Euregio Bodensee», Plattform gegen den Letzetunnel, Naturschutzbund Vorarlberg, VCÖ Vorarlberg, VCD Baden-Württemberg, VCD Bayern, VCL Verkehrs-Club Liechtenstein, LGU Liechtensteinische Gesellschaft für Umweltschutz, VCS St. Gallen/Appenzell, VCS Thurgau, VCS Graubünden, VCS Tessin, Movimento Moesano Vivibile, VBU Vereinigung Bündner Umweltorganisationen, Alpen-Initiative, VCS Schweiz, ÄfU Schweiz, Europäische Verkehrsinitiative ITE und 19 weitere NGOs.
- Objectives
- Die Alpenrhein-Bahn ist die Zu(g)kunft: Die Studie für eine Alpenrhein-Bahn stellt folgende Grundanforderungen an ein künftiges Angebot des öffentlichen Personenverkehrs (ÖV) im Raum Süddeutschland-Ostschweiz-Vorarlberg-Liechtenstein: • Neue hochwertige und umsteigefreie Eurocity-Verbindungen zu den Gross-Agglomerationen in Süddeutschland wie München, Ulm, Stuttgart • Neue Intercity- und Interregio-Verbindungen vom oberen Rheintal zu den Mittelzentren von Süddeutschland und Vorarlberg/Tirol • Schrittweiser Ausbau des S-Bahn-Netzes im Raum Ostschweiz/östliches Bodenseegebiet/Oberes Rheintal • Entwicklung von normalspurkompatiblen Tram-/Stadtbahn-Systemen und Integrierung in das bestehende Netz von SBB und ÖBB, z.B. Tram-Bahn Liechtenstein. - Grundsätzlich knüpft die Arbeit an die beiden vorhandenen Studien «BODAN-RAIL 2020» und «Nachhaltiger Verkehr im Oberen Rheintal» an und will diese mit konkreten Vorschlägen für Neubaustrecken und weitere Infrastrukturbauten ergänzen.
- Activities
- - 2002: Biciclettata, Velofahrt von AktivistInnen von Bregenz bis Bellinzona der A13 entlang mit Medienkonferenzen in Hörbranz (2. Pfänderröhre), Schweizer Ried (S18), Tisis (Letztetunnel), Vaduz mit Regierungschef Otmar Hasler, Maienfeld mit Regierungsrat Stefan Engler und Grono. - 2002-2005: Vernetzung mit MultiplikatorInnen durch Kontakte und Austausch. Monatliche A13-News an 200 E-Mail-Adressen im Alpenraum. Stets aktuelle Website mit Informationen, Dokumenten und Zeitungsartikel (-> Homepage). - 2003: Lancierung Alpenrhein-Bahn mit Medienkonferenz in Schaan. - 2003-2005: Organisieren und durchführen von Tagungen in Feldkirch, Vaduz, Lindau und Konstanz. - 2004: Gründung Plattform Zu(g)kunft Euregio Bodensee als Interessengemeinschaft im Raum Bodensee-Alpenrheintal, für eine grenzüberschreitende Verkehrsplanung und einen internationalen Verkehrsverbund in der «Euregio Bodensee». - 2005: Stellungnahme zum Vorarlberger Verkehrskonzept, Realisierung der Ausstellung Alpenrhein-Bahn
- Results
- Es wurde eine Sensibilisierung in der Öffentlichkeit via Medien und Internetauftritten in der Bevölkerung der sensiblen Alpentälern Alpenrheintal, Domleschg, Schams, Hinterrhein und Misox dafür erreicht, dass alle an der europäischen Nord-Süd-Transitachse E43 von Würzburg nach Bellinzona wohnen. Damit liess sich auch eine deutliche Ablehnung bei der Avanti-Abstimmung in diesem Raum gewinnen. Den Aktiven der 36 Partnerorganisationen des Komitees Stopp Transit A13/E43 konnte die Wichtigkeit des ÖV-Ausbaus anstelle der Öffnung des Autobahn-Nadelöhrs von der A14 (A) zur A13 (CH) erklärt werden. Durch direkte Gespräche und bereitgestellte Dokumente konnte Zugang zu den Behörden und Regierungen in den angrenzenden Ländern geschaffen werden. Auf Ebene Behörden und Fachleuten wird die Alpenrhein-Bahn zwar als «unbezahlbares ÖV-Paradies» wahrgenommen, jedoch einzelne Teilrealisierungen finden daraus Eingang in die trilateralen Fachgesprächen in Vorarlberg, Liechtenstein und St. Gallen.
- Use of prize money
- Die von der CIPRA ausgesetzte Preissumme würde das Komitee Stopp Transit A13/E43 für die Weiterentwicklung des Konzeptes verwenden, d.h. für die Erarbeitung eines konkreten Projektes für die grenzüberschreitende S-Bahnerschliessung innerhalb der Alpenregion zwischen östlichem Bodenseegebiet und Alpenrheintal. Zudem würde die begleitende Öffentlichkeitsarbeit in allen vier Ländern im Alpenrheintal und östlichen Bodenseeraum weitergeführt, welche durch eine Preisverleihung eine besondere Aufmerksamkeit auf sich ziehen würde.
Criteria for the Jury
- Impact on nature and environment
- Economic value added
- Touristisch bessere Erschliessung von Vorarlberg, Liechtenstein und Graubünden aus dem süddeutschen Raum, sowie aus den Zentren Basel, Zürich, Stuttgart, München und Innsbruck/Wien. HGV-Anschluss des Alpenrheintales mit über 500'000 EinwohnerInnen an die Linie München-Ulm-Stuttgart. Weniger Staus und Entlastung in den Ortschaften im Alpenrheintal durch vermehrtes Umsteigen des PendlerInnenverkehrs auf Bahn und Bus. Bautätigkeit in der Region für neue Bahninfrastrukturen.
- Socio-cultural value added
- Neues Selbstverständis der Gemeinden und Bevölkerung im gesamten interregionalen Alpenrheintal beim Lösen der gemeinsamen Verkehrsproblemen links- und rechtsufrig sowie über den Rhein. Das Komitee Stopp Transit A13/E43 wünscht sich eine Zusammenarbeit der angrenzenden Ländern, wie dies bereits bei der Sicherheit und ökologischen Aufwertung des gemeinsamen Alpenrheins stattfindet.
- Innovative content
- In der Schweiz wie auch in Deutschland waren bisher für Projekte des öffentlichen Verkehrs im Raum Bodensee/Rheintal nur bescheidene Mittel vorhanden. Dazu macht die Studie den Vorschlag, einen zweckbestimmten «Fonds öffentlicher Verkehr» zu schaffen, der gemeinsam von den Kantonen St. Gallen und Graubünden, dem österreichischen Bundesland Vorarlberg, dem Freistaat Bayern, dem Bundesland Baden-Württemberg sowie vom Fürstentum Liechtenstein zu speisen ist. Ausgehend von den bestehenden Verkehrskonzepten in den einzelnen Ländern, wurde mit der Alpenrhein-Bahn erstmals versucht, grenzüberschreitend im gesamten Raum Vorschläge für eine Bahnerschliessung zu machen.
- Good governance
- Die Auftraggeber der Studie sehen im Oberen Rheintal eine Modellregion der Alpenkonvention, in der die Chance besteht, grenzüberschreitende Lösungen für einen nachhaltigen Verkehr innerhalb des sensiblen Lebens- und Wirtschaftsraums an der alpinen Transitroute E43/A13 zu finden. Deshalb fordern sie eine grenzüberschreitende Zusammenabeit unter Beteiligung aller betroffenen Regierungen. Nicht-Regierungs-Organisationen (NGO) und betroffene Gemeinden sollen in einem partizipativen Prozess mit ergebnisoffenem Vorgehen und koordinierter Planung mitwirken können.
- PR impact
- Filmberichte im ORF2, TSO und TV Rumantsch von der Biciclettata und von der Medienkonferenz zur Lancierung der Alpenrhein-Bahn brachte das Thema einer grösseren Öffentlichkeit bildlich näher. Ein Mittagsgespräch im Liechtensteiner «Radio L» war stellvertretend für die Aufmerksamkeit der Medien auf unsere Vorschläge. Über 100 Zeitungsartikel wurden zur Kampagne des Komitees Stopp Transit A13/E43 zwischen 2002 und 2005 in der Ostschweiz, Graubünden, Tessin, Liechtenstein und Vorarlberg veröffentlicht. Aktuell erschienen ist ein 3-seitiger Artikel im VIADI zur Alpenrhein-Bahn, dass in allen RhB-Zügen aufliegt.
- Multiplier effect / networking
- Die Vernetzung unter den NGOs in den vier angrenzenden Ländern wurde seit 2002 ausgebaut und bis 2005 verbessert. Aus den Kontakten der Biciclettata wurden weitere zu NGO-Aktiven, BürgerInnenbewegungen und Fachleuten geknüpft. Eine engere Zusammenarbeit zwischen Transform in Vorarlberg, der LGU und dem VCL in Liechtenstein sowie dem VCS in St. Gallen, Graubünden und Thurgau konnte erreicht werden. Mit der Gründung der Plattform Zu(g)kunft Euregio Bodensee konnten neue Beziehungen zu Pro Bahn in Schwaben, Bayern und Vorarlberg geschaffen werden.
- Transferability
- Die Alpen-Initiative wünscht sich eine vergleichbare Vernetzung an der Gotthardachse A2 von Zürich bis Chiasso unter den NGOs und Aktiven. - Einen Informationsaustausch emöglichen die neuen Websites www.transform.li und www.bodensee-s-bahn.org, verlinkt mit den verschiedenen Homepages innerhalb des Netzwerkes A13/E43. Referate an verschiedenen Veranstaltungen und die Ausstellung tragen dazu bei, dass immer weiteren Kreisen die Idee einer S-Bahn-Erschliessung in der «Euregio Bodensee» näher gebracht wird.
Länderübergreifende Zusammenarbeit nötig
den bekannten negativen Belastungen der Umwelt verlangt zum
Schutz der hier lebenden Bevölkerung und des Trinkwaserspeichers
Bodensee, von dem bereits heute ca. 4 Millionen Menschen täglich
mit Trinkwasser versorgt werden, eine nachhaltige und in die Zukunft
gerichtete Verkehrs- und Umweltpolitik.
Das Projekt Alpenrhein-Bahn zeigt auf, dass der öffentliche Verkehr
in der Bodensee-Region für die Zukunft eine Länderübergreifende
Zusammenarbeit auf allen Ebenen notwendig macht und mit einem
Fonds öffentlicher Verkehr realisiert werden kann.
H.-D. Koch, PRO BAHN - Lindau(Bayern)