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Energy-Trail Erstfeld: Das grösste Ökostromdorf der Alpen erfahren

by Braunwalder  —  last modified 2006-06-21 17:34

This project was submitted by third parties in the frame of a competition as part of the Future in the Alps Project in 2005 and has not been updated since. Responsibility for the contents rests with the persons indicated on the form.

Topics
Region Kanton Uri / ch (Switzerland)
Term 2005-05-01
  • Regional value added
  • Governance capacity

Short description
Mit dem Bau der Neuen Eisenbahnalpentransversalen am Gotthard steht das Eisenbahnerdorf Erstfeld vor einem fundamentalen Wandel. Die Bahn baut sehr viele Arbeitsplätze ab. Das Dorf muss sich neu orientieren. Grosse Chancen eröffnen sich im Energiebereich: Erstfeld hat das Label 'Energiestadt' erworben und versorgt sich heute zu 70 Prozent mit Ökostrom. Auf dem 'Energy-Trail' werden BesucherInnen auf dem Elektrobike erfahren, wie Erstfeld eine Vollversorgung durch Ökostrom erreicht.
Person responsible Mr Paul Jans
Gemeindepräsident u. Präsident Energiestadtkommission
Gotthardstrasse 84, 6472 Erstfeld, Schweiz
hotel@frohsinn-erstfeld.ch
041 882 01 01
041 882 01 00
Contact person Mr Armin Braunwalder
Energiestadtkommission
Schmiedgasse 13, 6472 Erstfeld, Schweiz
braunwalder@energie-kommunikation.ch
041 881 00 18
086 041 881 00 19
project executive
Budget
150000
Participants
Armin Braunwalder, Energie-Kommunikation, Erstfeld (Planung, Projektleitung) Energiestadtkommission (Projektbegleitung) Gemeindewerke Erstfeld (Finanzierung Projektplanung) Gemeinderat Erstfeld (Politische Unterstützung) Velo Infanger (Stationierung und Wartung Elektrobikes) Biketec (Elektrobikes) Erstfeld Tourismus, Touristinfo Uri SBB Historic AlpTransit Kanton Uri Externe Kooperationen (ua.): Verein Energiestadt Newride Umweltorganisationen (WWF, Pro Natura, VCS, IG Velo, SES)
Objectives
Das Projekt 'Energy-Trail' ist ein touristisches Angebot, das Erlebnis mit Wissenswertem zu einer nachhaltigen Energieversorgung verbindet. Die Energiestadt Erstfeld will mit dem Energy-Trail im wahrsten Sinn des Wortes erfahrbar machen, wie eine Vollversorgung mit Strom aus erneuerbaren Energien erreicht wird. Ebenso zeigen konkrete Beispiele beeindruckende Energieeinsparungen und den Einsatz von klimaschonenden Heizsystemen. Wer sich mit dem Elektrobike, das zu 100% mit Erstfelder Ökostrom betrieben wird, auf den Energy-Trail begibt, erlebt nicht nur die Leichtigkeit der elektrisch untersützten Fortbewegung. Der Energy-Trail gibt auch eine konkrete Vorstellung darüber, was ein Dorf wie Erstfeld zur Energiestadt macht. Ziel ist dabei die Verbindung von Freizeit, Spass und Information. Angesprochen werden Gruppen (z.B. Oberstufenschulklassen, Beitriebsauflüge, Energiestädte usw.), aber auch Einzelpersonen (Mitglieder von Umweltorganisationen)und Familien.
Activities
Das Projekt 'Energy-Trail' ist Teil im Rahmen des Energiestadt-Prozesses. Es soll zu einem weiteren Meilenstein werden. Vor sieben Jahren haben drei Personen aus Erstfeld die 'Energiegruppe' ins Leben gerufen. Aus der Zusammenlegung mit der Arbeitsgruppe 'Lokale Agenda 21' entstand das Ziel, das Label Energiestadt anzustreben. Dieses Ziel wurde im Februar 2001 erreicht. Im selben Jahr fand zum ersten mal das Energiestadtfest statt. Dieses fand bis heute viermal statt und ist zum festen Bestandteil des Dorflebens geworden (statt dem 1.-August-Fest am Nationalfeiertag). Im Jahr 2002 wurde Erstfeld vom Bundesamt für Energie als 'Ökostrom-City' ausgezeichnet. Im Februar 2003 verlieh der Urner Regierungsrat der Energiestadt Erstfeld den kantonalen Umweltschutzpreis. Die Zertifizierung des Gemeinde-Wasserkraftwerks Bocki I+II mit dem Ökostromlabel 'Naturemade Star' (2004)machte Erstfeld zum grössten Ökostromdorf in den Alpen. Als nächstes Ziel strebt Erstfeld den European Energy Award an.
Results
Energy-Trail trägt - wie das Energiestadtfest oder das Projekt 'Das Energiestadtlabel für Sie' - dazu bei, verschiedene Akteure im Dorf noch stärker zu vernetzen. Der Energiestadt-Prozess im allgemeinen und das Projekt Energy-Trail im speziellen fördern und verstärken die konstruktive Zusammenarbeit über alle Parteigrenzen hinweg. Dies ist eine wichtige Basis, um den fundamentalen Strukturwandel im einstigen Eisenbahnerdorf zu bewältigen (Neat, Bundes-Arbeitsplatzverluste)und gleichzeitig aus eigenen Stärken heraus aktiv zu gestalten (Energie, Tourismus). Energy-Trail ist ein Mosaikstein in einem Entwicklungsprozess, der geprägt ist von der Sorge um die Zukunft des Dorfes aber auch von Entschlossenheit und Zuversicht, Neues zu wagen. Energy-Trail soll das Dorf beleben und selbsttragend werden. Es soll auch dazu beitragen, das positive Image, das Erstfeld durch seine Erfolge im Energiebereich weit über die Kantonsgrenzen hinaus erlangt hat, zu festigen.
Use of prize money
Falls sich beim Projekt Energy-Trail eine Finanzierungslücke ergeben sollte, würde ein allfälliges Preisgeld hier eingesetzt; beispielsweise für die Herstellung von Informationstafeln, Energy-Trail-Flyer, Einrichtung des Online-Reservationssystems oder für die Ausbildung der Guides. Wenn Energy-Trail wie geplant finanziert werden kann, haben Massnahmen zur Erreichung des European Energy Award Priorität (z.B. Nutzung Neat-Tunnelwasser, Energiewochen an Schulen, Verbesserung der Kommunikation).
Website
http://www.erstfeld.ch

Criteria for the Jury


Impact on nature and environment
Economic value added
Ziel des Projekts Energy-Trail ist es, nach relativ hohen Anfangsinvestitionen selbsttragend zu werden. Ein wirtschaftlicher Mehrwert kann daraus entstehen für das Gastgewerbe und den Tourismus im Ort sowie in der Region Uri. Voraussetzung, es gefällt den Gästen, es wird zum Erlebnis zusammen mit anderen Angeboten wir Seeschüttung Flüelen, Wasserwelten Göschenen, Kultur wie Tellspiele/Alpentöne, Besichtigung Neat-Basistunnel usw.). Dem Zweiradsporthandel eröffnen sich neue Möglichkeiten.
Socio-cultural value added
Energy-Trail ist ein Projekt im Rahmen des Entwicklungsprozesses Energiestadt. Dieser Prozess hat in Erstfeld Menschen aus allen gesellschaftlichen Schichten zusammengeführt. Er bietet Gelgenheit, das Dorf mit all seinen Stärken für die Zukunft neu und gemeinsam zu erleben. Er bringt die multikulturellen Bewohner einander näher. Der Energy-Trail wird das touristisches Angebot neben Brunnenweg, historischem Weg, Luftseilbahnen, SBB-Historic, etc. ideal ergänzen und neu beleben.
Innovative content
Der Energy-Trail ist ein Beitrag zum besseren Verständnis von komplexen Zusammenhängen im Energiebereich. Die Informationen werden auf eine Art vermittelt, die auch Spass macht. Energy-TrailerInnen fahren elektrisch unterstützt (100% Erstfelder Ökostrom) und mit eigener Muskelkraft an interessante (Energie-)Schauplätze. Es wird für sie im wahrsten Sinn des Wortes erfahrbar, welche Massnahmen Erstfeld als innovative Energiestadt auszeichnen. Erstfeld erhält damit einen einzigartigen Erlebnispfad.
Good governance
Der Energiestadt-Prozess ist in Erstfeld vergleichbar mit dem berühmten Stein, den man ins Wasser wirft: Der Prozess zieht immer weitere Kreise. Anfänglich war es eine Handvoll Personen, die den Anstoss gaben. Mittlerweile ist die 'Energiestadt' fest in der Bevölkerung verankert (Energiestadtfest, Auszeichnung 'Das Energiestadtlabel für Sie', Öffentlichkeitsarbeit). Der Energiestadt-Gedanke wird von breiten Bevölkerungskreisen getragen und unterstützt von Gemeinderat, Gemeindewerken und Energiestadtkommission.
PR impact
Im Rahmen einer ETH-Studie sind die Kommunikationsaktivitäten in fünf Energiestädten untersucht worden. Ergebnis: Nur Erstfeld hat allen energiepolitischen Aktivitäten den Stempel Energiestadt aufgedrückt. "Die Gemeinde Erstfeld verbucht den grössten Erfolg. Der Kommunikationsablauf gleicht am ehesten der optimalen Kommunikation." Beispiel Energiestadtfest 2005: 10 publizierte Zeitungsartikel, 14 Inserate, 200 Plakate, 2000 Flyer in alle Haushalte. Das Projekt Energy-Trail wird dank starker Partner die Energiestadt Erstfeld weit über die Kantonsgrenzen hinaus bekannt machen.
Multiplier effect / networking
Das Projekt Energy-Trail ist erst im Aufbau. Es ist denkbar und erwünscht, dass die Idee von anderen Energiestädten in modifizierter und auf die lokalen Verhältnisse angepasster Form aufgenommen wird. Dies ist bereits mit der Auszeichnung 'Das Energiestadt-Label für Sie' geschehen. Die in Erstfeld entwickelte Idee wurde vom Bundesprogramm EnergieSchweiz finanziell unterstützt und im Rahmen des institutionalisierten Erfahrungsaustausches zwischen Energiestädten zur Nachahmung weiterempfohlen.
Transferability
Der Prozess Energiestadt im allgemeinen und das Projekt Energy-Trail im speziellen laufen in Erstfeld nach einem ähnlichen Prinzip: Eine Kerngruppe wirkt als 'Lokomotive' mit dem Ziel, den Kreis der Beteiligten durch konkrete Projekte und Mitwirkungsmöglichkeiten laufend zu verbreitern und die Bevölkerung auf diese Reise mitzunehmen. Im Zentrum steht die Betonung des Nutzens des Labels Energiestadt, die Partizipation der Bürger/innen und die Kommunikation sowohl nach innen wie nach aussen.
Images
Energiestadt Erstfeld - Erstfeldertal: Das Erstfelder Tal ist eines der Quellgebiete der Erstfelder Wasserkraft. Das wildromantische Tal dient als Naherholungsgebiet und lädt Gäste von nah und fern zu Wanderungen, Kletter- und Skitouren in imposanter Berglandschaft ein. Die Krönten-Hütte (1903 M.ü.M.)an idyllischer Lage bietet Natur pur und ein vielfältiges Programm(http://mypage.bluewin.ch/kroentenhuette). - Foto: Kurt Baumann

Energy-Trail ist elektrisch unterstützte Bewegung mit dem Elektrobike. Den Besucherinnen und Besuchern werden in Erstfeld 20 Flyer der Schweizer Herstellerfirma Biketec zur Verfügung stehen. Individuell oder von einheimischen Guides geführt, erleben Besucherinnen und Besucher die Leichtigkeit der Fortbewegung auf dem Elektro-Flyer. Die Tour führt zu interessanten Stationen, die Erstfeld als innovative Energiestadt auszeichnen. - Bild: Armin Braunwalder, Erstfeld

Auszeichnung "Das Energiestadt-Label für Sie": Basis für die Verleihung des Energiestadt-Labels an die Bevölkerung ist eine von der Energiestadtkommission entwickelte Checkliste. Sie muss von den GesuchstellerInnen ausgefüllt und an die Energiestadtkommission eingereicht werden. Bewertet werden die Bereiche Gebäude, Stromverbrauch, Wasser/Abwasser, Produkte, Mobilität und Konsumverhalten. Wird die Hälfte der möglichen Punktezahl erreicht, erhalten MieterInnen einen Urkunde, HausbesitzerInnen ein Energiestadt-Hausschild und Gewerbebetriebe neben dem Hausschild auch das Recht, mit der Auszeichnung zu werben. Seit Lancierung des Projekts im Herbst 2004 wurden an der Gemeindeversammlung und am alljährlichen Energiestadtfest zehn Auszeichnungen übergeben (zwei Gewerbebetriebe, acht HauseigentümerInnen). Anlässlich des Energiestadtfestes 2005 konnten vier Energiestadt-Hausschilder verliehen werden. - Bild: Paul Gwerder, Erstfeld.

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