Vision Rheintal
by
tanzania
—
last modified
2008-08-06 12:15
This climate response measure was submitted by third parties in summer 2008 as part of the competition for the cc.alps project. Responsibility for the contents rests with the persons indicated on the form.
Vorarlberger Rheintal
at (Austria)
2004-05-04
6 Jahre
Mr Martin Assmann
Vision Rheintal
Mr Martin Assmann
Vision Rheintal
martin.assmann@vision-rheintal.at
:
Das Vorarlberger Rheintal als gemeinsamen Lebensraum begreifbar zu machen und diesen Lebensraum zusammen nachhaltig weiterzuentwickeln, das ist das Grundanliegen von Vision Rheintal. Ein Kernthema des Projektes ist "Siedlung und Mobilität". Wir nutzen das Rheintal schon heute als Ganzes: zum Arbeiten, zum In-die-Schule-Gehen, zum Einkaufen, für Freizeitaktivitäten. Eine Entwicklung, die neben der Siedlungsgestaltung auch die Mobilität vor große Herausforderungen stellt.
Das Vorarlberger Rheintal als gemeinsamen Lebensraum begreifbar zu machen und diesen Lebensraum zusammen nachhaltig weiterzuentwickeln, das ist das Grundanliegen von Vision Rheintal. Ein Kernthema des Projektes ist "Siedlung und Mobilität". Wir nutzen das Rheintal schon heute als Ganzes: zum Arbeiten, zum In-die-Schule-Gehen, zum Einkaufen, für Freizeitaktivitäten. Eine Entwicklung, die neben der Siedlungsgestaltung auch die Mobilität vor große Herausforderungen stellt.
Vision Rheintal
Mitigation measure
- strategic
- Spatial planning
- Building industry and housing
- Transport and mobility
- Kooperation
regional, small-scale (association of municipalities, valley region, etc.)
> Haltung der Siedlungsgrenzen - Verdichtung nach innen
> Art und Nutzung von Flächen richten sich insbesondere nach dem öffentlichen Verkehrsangebot
> Öffentlicher Verkehr als Rückgrat der Siedlungsentwicklung
Im Rheintal der Zukunft sollen Eisenbahn und Autobahn ein gut aufeinander abgestimmtes Grundnetz der Mobilität bilden. Die Eisenbahn soll mit kürzeren Takten zur Stadtbahn ausgebaut werden, ihr Angebot soll von Stadt- und Landbussen optimal ergänzt werden. Wegen der guten Erreichbarkeit sollen in den Gebieten rund um die Bahnhöfe neue Büros, Wohnungen, Geschäfte, Schulen, Sport- und Freizeiteinrichtungen entstehen. Um unnötigen Verkehr zu vermeiden, sollen im Rheintal der Zukunft Arbeiten und Wohnen zusammenrücken. Im ganzen Tal soll es überregionale Radwege für den Alltags- und den Berufsverkehr geben. Siedlungen sollen sich im Rheintal der Zukunft durch eine hohe architektonische Qualität und eine gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel auszeichnen. An den Siedlungsrändern sollen im Rheintal der Zukunft keine neuen Einkaufszentren entstehen. Stadt- und Ortskerne sollen belebte Nahversorgungszentren mit einer guten Mischung aus Dienstleistungen, Handel und Wohnflächen sein.
Von Mai 2004 - Juni 2006 wurde unter breiter Beteiligung ein umfassendes Leitbild für das Rheintal der Zukunft erarbeitet. Umgesetzt wird dieses Leitbild von Land und Gemeinden selber, Vision Rheintal fördert und unterstützt dabei. Dazu wurde u.a. die Rheintalkonferenz gegründet, bei der die EntscheidungsträgerInnen der Landes- und Gemeindepolitik zwei Mal pro Jahr zusammenkommen, um über weitere Schritte zu entscheiden. Bei der 6. Rheintalkonferenz im November 2007 unterzeichneten Landeshauptmann Herbert Sausgruber und die Bürgermeister/in aller 29 Rheintalgemeinden den Regionalen Kontrakt Rheintal und erkannten damit unter anderem das Leitbild als gemeinsame Richtschnur des Handelns an. Die Rheintalkonferenz definiert auch, bei welchen Themen eine gemeindeübergreifende Sichtweise besonders sinnvoll ist. Eines dieser zentralen Themen ist der Bereich Siedlung und Mobilität. Ziel ist die optimale Abstimmung von Entwicklungen zwischen Wohn/Betriebsgebieten und der Verkehrsinfrastruktur.
Vision Rheintal hat das Bewusstsein für den gemeinsamen Lebensraum gestärkt. Seit Projektstart sind zahlreiche Initiativen im Geiste von Vision Rheintal entstanden. Das Spektrum umfasst gemeindeübergreifende Projekte aus den verschiedensten Bereichen - zum Beispiel Kinderbetreuung, Seniorenbetreuung, Regionalplanung, Natur & Freiraum, Kultur & Freizeit, Verwaltung und Wirtschaft. Auch im Bereich Mobilität wird immer mehr gemeinsam geplant: So haben sich beispielsweise unter dem Titel "plan b" sechs Gemeinden mit dem Ziel zusammengetan, Schulen, Unternehmen und ihre insgesamt 65.000 BürgerInnen für bewusste Mobilität zu begeistern. Ein weiteres konkretes Beispiel ist "Rheintal Mitte". Dieses Projekt ist direkt aus Vision Rheintal hervorgegangen und hat ein gemeinsames räumliches Entwicklungskonzept für die Gemeinden Dornbirn, Lustenau und Hohenems zum Ziel. Neuralgischer Punkt dieses Projektes ist, Verkehrsplanung und Platzierung von Betriebsgebieten aufeinander abzustimmen.
Assessment criteria for the Jury’s decision
Das Leitbild von Vision Rheintal sieht vor, die Siedlungsgrenzen zu halten und die Siedlungsgebiete nach innen zu verdichten. Das bringt kurze Arbeits- und Freizeitwege sowie gut ausgelastete öffentliche Verkehrsmittel. Wo welche Formen des Wohnens und Wirtschaftens stattfinden, soll in Zukunft entscheidend von der Erschließung mit öffentlichen Verkehrsmitteln abhängen. Der zielgerichtete Ausbau bzw die Angebotserweiterung von Eisenbahn, Buslinien und Radwegen unterstützt diese Bestrebungen angebotsseitig und leistet einen weiteren Beitrag zur Verringerung von Treibhausgas-Emissionen. Ebenfalls auf die Verringerung des motorisierten Individualverkehrs abgezielt sind Maßnahmen zur Aufwertung und Verdichtung der Gebiete rund um Bahnhöfe, sowie die Stärkung der Stadt- und Ortskerne als Nahversorgungszentren. Die Siedlungsentwicklung an den Siedlungsrändern soll gebremst werden, neue Einkaufszentren an den Stadt- und Ortsrändern sind nicht mehr möglich.
| Field | Positive impact | Neutral impact | Negative impact |
|---|---|---|---|
| Landscape | X | ||
| Alpine ecosytems/biodiversity | X | ||
| Water, soil, air | X | ||
| Others | |||
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Für den Bereich "Freiraum und Landschaft" zeigt sich in Form der Leitsätze folgendes Bild für die Zukunft: Die Siedlungsränder werden gehalten, die hochwertigen und knappen Freiflächen werden dadurch langfristig für die Zukunft gesichert. Durch Grün-Korridorre sind im Rheintal der Zukunft die Naturräume des Tals zu einer zusammenhängenden Einheit verbunden worden. Ein grünes Netz für Natur, Freizeit und Erholung. Die überwiegende Zahl der Fließgewässer ist renaturiert worden und hat mehr Raum bekommen. So wurden Biotope miteinander vernetzt, der Hochwasserschutz verbessert und Erholungsräume für den Menschen geschaffen. Die Landwirtschaft deckt im Rheintal der Zukunft vorrangig die regionale Nachfrage. Durch hohe Produktqualität hebt sie sich vom Weltmarktangebot ab. |
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| Field | Positive impact | Neutral impact | Negative impact |
|---|---|---|---|
| Social justice | X | ||
| Co-determination/participation | X | ||
| Regional/cultural identity | X | ||
| Others | |||
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Vision Rheintal will das Vorarlberger Rheintal als einen gemeinsamen Lebensraum begreifbar machen, zielt also ganz klar auf eine Stärkung der regionalen Identität ab. Das ganze Projekt ist als offener Planungsprozess angelegt, der sich durch eine breite Beteiligung auszeichnet. In zahlreichen Foren, Diskussionsrunden, Exkursionen, Präsentationen uvm wurden RheintalerInnen zur aktiven Mitarbeit und Mitgestaltung motiviert und aufgefordert. Insgesamt haben am Leitbild über 800 BürgerInnen, PolitikerInnen, Verkehrs- und RaumplanerInnen, ArchitektInnen, verschiedene Interessensgruppen, Kommunikationsfachleute, AutorInnen, KünstlerInnen, StudentInnen, Jugendliche, (...) mitgearbeitet. Das Ergebnis ist eine von breiter Basis getragene Diskussion zum gemeinsamen Lebensraum Rheintal. |
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| Field | Positive impact | Neutral impact | Negative impact |
|---|---|---|---|
| Employment | X | ||
| Value added/income | X | ||
| Know-how/competitiveness | X | ||
| Others | |||
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Ein zentraler Faktor bei Vision Rheintal ist die vielseitige, integrative Betrachtungsweise des Lebensraums. Das Fachteam "Wirtschaftsstandort" zeichnete in Form von Leitsätzen folgendes Bild für das Rheintal der Zukunft: Im Rheintal der Zukunft sind an besonders geeigneten Standorten Betriebsgebiete entwickelt worden, die sich durch gute Erreichbarkeit, großes Entwicklungspotenzial und hohe Flächenreserven auszeichnen. Bestehende Unternehmen haben sich weiter entfaltet, neue, kreative Betriebe sind dazugekommen. Durch die Agglomeration mehrerer Unternehmen an einem Standort sind neue Netzwerke entstanden und die gemeinsame Nutzung von Infrastrukturen bringt Synergien. Im Wirtschaftsleitbild 2010+ für Vorarlberg haben die Ergebnisse aus Vision Rheintal bereits Niederschlag gefunden. |
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Die Erfolge werden in der Öffentlichkeit unter anderem über einen umfangreichen Internetauftritt, über ein eigenes Magzin (halbjährig, 24 - 28 Seiten), über (Wander-)Ausstellungen, über redaktionelle Beiträge und Inserate in diversen Medien bekannt gemacht. In der Bevölkerung steigt das Bewusstsein für den gemeinsamen Lebensraum und für die gegenseitigen Wechselwirkungen verschiedener Bereiche von Siedlung und Mobilität über Freiraum und Landschaft bis zur Wirtschaft. In Zahlen lässt sich dieser Beitrag vielleicht am ehesten so ausdrücken, das bereits an der Leitbilderstellung an die 800 Menschen aktiv mitgearbeitet haben. Darüber hinaus ist gerade in letzter Zeit in den Medien festzustellen, dass Erkenntnisse aus Vision Rheintal verstärkt in konkreten Projekten angewendet werden.
Bei Vision Rheintal stand stets der gesamthafte und gut geführte Prozess sowie die inhaltliche Diskussion im Vordergrund. Die anzuwendenden Methoden und Strukturen wurden aus den Ergebnissen im laufenden Prozess entwickelt und haben sich durchwegs bewährt. Durch eine hohe Achtsamkeit und Ergebnissoffenheit im Planungsprozess ist ein breiter Planungs- und Umsetzungsprozess mit großer Beteiligung entstanden. Vor diesem Hintergrund erscheint eine gewisse Übertragbarkeit möglich. Dass bereits zwei weitere Regionen in Vorarlberg ein ähnliches Projekt nach demselben Konzept wie Vision Rheintal planen unterstreicht dies. Inhaltliche Ergebnisse dürften nur begrenzt auf andere Regionen anwendbar sein, da diese auf die räumliche Situation im Rheintal reagieren.
Das Projekt ist grundsätzlich nicht in eine gesamtheitliche Klima-Strategie eingebettet. Die Projektidee entstand aus der Überlegung, dass die raumplanerischen Bemühungen nicht an den Gemeindegrenzen enden dürfen. Durch eine noch zu entwickelnde Form des gemeinsamen Planens und Umsetzens sollten Gemeindegrenzen überschreitende und dadurch bessere Lösungen ermöglicht werden. Diese Ideen zum Projekt wurden im Jahr 2001 erstmalig artikuliert. Damals waren klima-strategische Fragen noch kaum aktuell. Zwischenzeitlich hat sich die Klimadiskussion deutlich verstärkt wodurch insbesondere der Aspekt "Siedlung und Mobiltät" an Bedeutung gewonnen hat und als Schwerpunktthema von Vision Rheintal in den Vordergrund gerückt ist. Dadurch wurde Vision Rheintal "indirekt" Teil der Klimastrategie von Vlbg.
Further information
Innovative Elemente bei Vision Rheintal sind: 1. Land Vorarlberg und allen 29 Rheintalgemeinden ziehen an einem Strang. 2. Es handelt sich um ein Projekt, dass neben Siedlung und Mobilität auch sämtliche andere Bereiche des Lebens und Wirtschaftens berücksichtigt. 3. Der Prozess ist laufend für neue Entwicklungen offen und zeichnet sich durch eine aussergewöhnlich breite Beteiligung aus.
480.000 Euro/Jahr
Ein großes Ziel von Vision Rheintal ist die Erkenntnis, dass es sich beim Rheintal um einen Lebensraum handelt, den es gemeinsam zu gestalten und zu entwickeln gilt, in möglichst vielen Köpfen zu verankern. Das Preisgeld würde die Möglichkeit bieten, dies durch innovative Veranstaltungen, etc. noch weiter zu unterstützen.
Online information on the measure
Der Link führt zur Startseite des Internet-Auftritts von Vision Rheintal. Hier findet sich eine Fülle von Hintergrundwissen, Downloads, aktuellen Ereignissen und Projekten aus den Mitgliedsgemeinden.
http://www.vision-rheintal.at
:
Administration (local, regional, national)
Träger von Vision Rheintal ist das Land Vorarlberg und alle 29 Rheintalgemeinden: Altach, Bildstein, Bregenz, Feldkirch, Fraxern, Fußach, Gaißau, Götzis, Dornbirn, Hard, Höchst, Hohenems, Kennelbach, Klaus, Koblach, Lauterach, Lochau, Lustenau, Mäder, Meiningen, Rankweil, Röthis, Schwarzach, Sulz, Übersaxen, Viktorsberg, Weiler, Wolfurt, Zwischenwasser.
Photos, illustrations, documents
Logo und Claim von Vision Rheintal bringen das Hauptanliegen des Projektes auf den Punkt: 29 Gemeinden - ein Lebensraum.
Am Beispiel der Tagespendler zeigt diese Karte, wie vernetzt das Rheintal bereits heute ist. Dasselbe gilt auch für Schul-, Einkaufs- und Freizeitwege. Eine große Herausforderung für die Mobilität.
Siedlungsentwicklung und Mobilität sind Themen, die gemeinsam angegangen werden müssen. Mit dem Regionalen Kontrakt Rheintal schrieben Land und alle 29 Gemeinden den Willen zur Zusammenarbeit fest.
Other documents
Das Dokument zeigt die Leitsätze, die das Fachteam "Siedlung und Mobilität" erarbeitet hat. Mit der Unterzeichnung des Regionalen Kontrakts Rheintal wurden sie zur Richtschnur für Land und Gemeinden.Das Dokument zeigt einen Artikel unseres Magazins Vision Konkret (Ausg. Nov. 2007). Beschrieben wird das Projekt "Rheintal Mitte", das als konkretes Ergebnis direkt aus Vision Rheintal entstanden ist.
Regionale Betriebsgebiete sind ein Schwerpunktthema von Vision Rheintal. Das Dokument zeigt Bestandsanalysen/Handlungsempfehlungen, wie sie im Mai 2008 der Rheintalkonferenz präsentiert wurden.
Mobilität.pdf
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