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umsteigen vorm aufsteigen - klima:aktiv die Berge erleben

by rhrbek  —  last modified 2008-08-06 13:20

This climate response measure was submitted by third parties in summer 2008 as part of the competition for the cc.alps project. Responsibility for the contents rests with the persons indicated on the form.




bundesweite Touren auf Naturfreundehütten; davon liegen die meisten im Perimeter der Alpenkonvention

at (Austria)

2008-03-01

vorraussichtliche Dauer bis Dezember 2010

Ms Regina Hrbek
Naturfreunde Österreich


Ms Regina Hrbek
Naturfreunde Österreich
regina.hrbek@naturfreunde.at
:
Alle Naturfreundemitglieder, alle Leser der Medien der Naturfreunde und unsere Gäste auf Naturfreundehhäusern sollen mit spannenden Tourenvorschlägen die öffentlich gut erreichbar sind, motiviert werden ihr Auto stehen zu lassen und umweltfreundlich zu Wanderungen anzureisen. Die Tourenrouten werden laufend, in Form einer Artikelserie, im „Naturfreund“ sowie in den Magazinen der Landesorganisationen und sämtlichen Landes- und Bundesnewsletter beworben. CO2-Einsparungspotential: 1600 t/Jahr

„hop on the train, before you hop up the mountain“ – the climate-friendly mountain experience

Mitigation measure
  • strategic
  • Bewusstseinsbildend
  • Transport and mobility
  • Tourism

national

nachhaltige Mobilität
Bewußtseinsbildung
Sanftes Reisen

Um der Klimaveränderung langfristig entgegenzuwirken, müssen nicht nur die Naturfreundehäuser klimaschonend bewirtschaftet werden, auch die An- und Abreise der Gäste muss umweltfreundlich gestaltet werden. Die Naturfreunde wollen ihre Häuser, deren Gäste sowie die Naturfreundemitglieder als Multiplikatoren nutzen. Die Naturfreunde Österreich haben etwa 140.000 Mitglieder und 170 Naturfreundehäuser. Diese werden jährlich von etwa 1,5 Millionen Gästen (Mitglieder und Nichtmitglieder) besucht.

Ab 1. 3. 2008 erscheint im Naturfreund die Artikelserie „umsteigen vorm aufsteigen, wo Wanderrouten wie generell Klimaschutz im Freizeitbereich beworben wird. Die Medien der Naturfreunde haben eine Auflage von etwa 215.000 und eine Reichweite, die weit über den Mitgliederbereich hinausgreift. Durch die Sensibilisierungsarbeit und die konkreten Informationen (Wander- und Tourenvorschläge inkl. Anreise- und Abfahrtsmöglichkeiten inkl. Zeitpläne – jeweils bezogen auf die nächstliegenden Ballungsräume) wird der Umstieg vom PKW auf ÖPNV ermöglicht und zum Umsteigen motiviert. Die Artikelserie erscheint im Naturfeund, in den Zeitschriften der Landesorganisationen (Touren passend zum jeweiligen Bundesland) und in den Landes- und Bundesnewslettern. Alle Touren werden auch auf der Hüttenhomepage zur jeweiligen Hütte ins Netz gestellt und in einer Broschüre veröffentlicht werden (geplant 2009), um so auch viele Nichtmitglieder zu erreichen die zum sanft-mobilen Wandern bewegt werden.

Extrem positives Leserecho; Durch das vorliegende Projekt, wurde die Naturfreunde-Landesorganisation Kärnten dazu motiviert, einen Antrag an die zuständigen Gremien der Kärntner Landesregierung zu stellen, dass im Sinne des Klimaschutzes ein Anreisen zu den schönsten Wander- und Kletterzielen Kärntens wieder mit öffentlichen Verkehrsmitteln möglich gemacht wird! Auch die steirischen Naturfreunde forderten aufgrund des vorliegenden Projekts bei ihrer Landeskonferenz 2008 eine Trendumkehr beim Öffentlichen Verkehr. Statt immer mehr Linien einzustellen sollten besonders in Wandergebieten Zubringerdienste (Tälerbusse) geführt werden, deren Einsatz durchaus saisonbedingt begrenzt sein kann. Ein entsprechender Antrag, unter dem Motto "öffentlichen Verkehr neu beleben" wurde auch bei der Bundeskonferenz der Naturfreunde am 24. Mai 2008 in Linz verabschiedet und an den Verkehrsminister, mit der Forderung um Behandlung dieses wichtigen Themas, zugeschickt.

Assessment criteria for the Jury’s decision


Das Projekt "umsteigen vorm aufsteigen" der Naturfreunde Österreich hat ein jährliches CO2 Einsparungspotenzial von rund 1.600 t.

Durch die Artikelserie sollen alle Leser auf nachhaltige Mobilität sensibilisiert werden. Durch den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel werden geschätzte 7.560.000 PKW Kilometer eingespart.
Field Positive impact Neutral impact Negative impact
Landscape X
Alpine ecosytems/biodiversity X
Water, soil, air X
Others X X

Durch die eingesparten PKW Kilometer gibt es positive Auswirkungen auf Wasser, Boden und Luft. Hervorzuheben ist auch die durch dieses Projekt geleistete Bewußtseinsbildung. Viele Mitglieder und Leser unserer Medien werden anfangen in Richtung umwelt- klimafreundliches Verhalten umzudenken.
Field Positive impact Neutral impact Negative impact
Social justice X X
Co-determination/participation X X
Regional/cultural identity X
Others

In der Bewerbung wird nicht moralisierend auf den Klimaschutz verwiesen, es soll vielmehr hervorgehoben werden, dass durch klimaschonendes Verhalten ein ganz neues Erleben der Berge erreicht werden kann. Vielleicht etwas langsamer, dafür aber beschaulicher, informativer und nervensparender, jedenfalls aber klimaschonender und umweltfreundlicher. Schauen statt Stauen könnte dabei die Devise lauten. Es soll ein Umdenken in der Gesellschaft Richtung nachhaltige Mobilität bewirken.
Field Positive impact Neutral impact Negative impact
Employment X
Value added/income X X
Know-how/competitiveness X
Others

Über die wirtschaftliche Auswirkungen haben wir keine konkreten Zahlen. Wenn aber viele Mitglieder auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen hat diese Maßnahme positive Auswirkungen auf den öffentlichen Personennahverkehr! Eine positive Auswirkung gibt es auf das Einkommen, da öffentlich zu reisen erwiesenermaßen billiger ist als eine motorisierte Anreise. Weiters nutzen die Naturfreunde Österreich das Gewicht als Organisation, um politische Rahmenbedingungen zu ändern, was sich wiederum bei einer Umsetzung auf die Wirtschaft auswirkt.

Bundeszeitschrift "Naturfreund"; Landeszeitungen; Bundes- und Landesnewsletter; Hüttenhomepage; geplante Broschüre. Artikelserie und Broschüre soll alle Leser motivieren ihr Auto stehenzulassen bzw. auf nachhaltige Mobilität sensibilisiert werden. Die Medien der Naturfreunde haben eine Auflage von etwa 215.000 und eine Reichweite, die weit über den Mitgliederbereich hinausgreift. Die erhobene Leserzahl der Zeitschrift der Bundesorganisation „Naturfreund“ liegt bei 275.000 Personen. Diese Broschüre wird an alle Landesorganisationen verteilt und liegt in weiterer Folge auf allen Naturfreundehütten in Österreich auf. Darüber hinaus wird die Broschüre durch lokale Kooperationen in Tourismusämtern aufliegen.

Sehr gute Übertragbarkeit: Das Projekt ist auf andere Bereiche/Länder/Standorte anwendbar.

Durch den Multiplikatoreffekt unserer Mitglieder versuchen wir langfristig den individuellen Freizeitverkehr mit dem Auto einzudämmen = Nachhaltiges Mobilitätsverhalten wird gefördert!

Further information


Innovation: Das Nutzen der Breitenwirkung eines Vereines dieser Größe für nachhaltige Mobilität.

66.500 €

Erweiterung der Broschüre, über den vorhergesehenen und budgetierten Umfang hinaus oder Weiterführung der Artikelserien über 2010 hinaus

Online information on the measure


Auf unserer Naturfreunde Hüttenhomepage werden nach jeder veröffentlichten Artikelserie, die Touren zur jeweilen Hütte online gestellt!
http://www.naturfreunde-huetten.at/

:

Organisations of civil society

Seit ihrer Gründung engagieren sich die Naturfreunde für einen schonenden Umgang mit der Natur und Umwelt. So sind wir u. a. Wegbereiter aller Nationalparks in Österreich gewesen. Die Naturfreunde haben auch wesentlich zum Aufbau von alternativen ökologischen Tourismusformen beigetragen und bekamen dafür 2005 den Jost-Krippendorf-Preis verliehen.

Photos, illustrations, documents


Um den Wiedererkennungseffekt zu erhöhen, wurde für dieses Projekt ein eigenes Logo entwickelt, welches bei jeder Veröffentlichung, das vorliegende Projekt betreffend, mit abgebildet ist.


Am 3. Juni 2008 wurden die Naturfreunde Österreich, für das Projekt „umsteigen vorm aufsteigen“ im Technischen Museum als klima:aktiv Projektpartner, für den Bereich Mobilitätsmanagement im Freizeit- und Tourismusverkehr, ausgezeichnet.

Other documents

Start der Artikelserie "umsteigen vorm aufsteigen" im Naturfreund 2/2008: Vorstellung der Traisnerhütte in der Nähe von Lilienfeld in NÖ (1. Seite)

Start der Artikelserie "umsteigen vorm aufsteigen" im Naturfreund 2/2008: Vorstellung vom Hochangerschutzhaus in der Nähe von Bruck/Mur in der Stmk (2. Seite)

Fortsetzung der Artikelserie "umsteigen vorm aufsteigen " im Naturfreund 3/2008: Vorstellung vom Naturfreundehaus Kolm Saigrun und Schutzhaus Neubau im Sonnblickgebiet in Salzburg.

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