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Perpetuum Mobile Alpinensis

by postalm  —  last modified 2008-08-06 12:15

This climate response measure was submitted by third parties in summer 2008 as part of the competition for the cc.alps project. Responsibility for the contents rests with the persons indicated on the form.




Neukirchen am Großvenediger

at (Austria)

2007-05-24

1 Jahr

Mr Ernst Franz Pichler
Postalm


Mr Ernst Franz Pichler
Postalm
info@postalm-energie.at
:
Die Betreiber der Schutzhütte Postalm im Obersulzbachtal haben sich als Ziel gesetzt ihre Hütte völlig energieautark zu betreiben. Der erste Schritt, die Umrüstung der beiden Fahrzeuge auf monovalenten Biomethanantrieb, wurde nun umgesetzt. Diese beiden Pinzgauer (Allrad-Geländefahrzeuge) werden eingesetzt zur Personen-Beförderung und zum Transport der notwendigen Güter für die Bewirtschaftung der Postalm im Obersulzbachtal, einer sehr sensiblen Region, im Nationalpark Hohe Tauern.

Perpetuum Mobile Alpinensis

Mitigation measure
  • technical
  • Transport and mobility
  • Nature conservation
  • Tourism
  • Education

local

- Reduktion CO2-Emissionen (Biomethanbetrieb = CO2-neutral)
- Reduktion Abgasemissionen (HC, NOx, Partikel, CO) >-95%
- Senkung der Treibstoffkosten (-50%)

Reduktion der CO2 Emissionen und damit unser Beitrag zum Kyoto-Protokoll und dessen Zielsetzungen. Demonstrationsprojekt im Nationalpark Hohe Tauern.

Die in Graz bei Steyr Daimler Puch produzierten Pinzgauer 716M und 718K sind mit 35 Jahren Allraderfahrung eine der letzten dieser Serie. Die beiden Fahrzeuge wurden von einem 2.4 Liter 6 Zylinder Turbodiesel (Euro II) auf einen 1.6l 4 Zylinder Ottomotor mit Kompressoraufladung mit monovalentem Biomethanantrieb umgerüstet. Der neue 4 Zylinder Motor wird als "Downsizing Aggregat" eingesetzt. Dieser Motor erfüllt die Euro V Abgasnorm mit Bravour. Neben dem Motor musste auch das gesamte Tanksystem und die Bordelektronik umgerüstet werden. Eine neuartige Zusatzhilfsbremse ist seit der Saison 08 eingebaut, die zur Bremsstaubminimierung dient. Das Ziel ist, mit der Umwelt so sorgsam wie nur möglich umzugehen!

Reduktion CO2-Emissionen (Biomethanbetrieb = CO2-neutral) Reduktion Abgasemissionen (HC, NOx, Partikel, CO) >-95% Senkung der Treibstoffkosten (-50%) Minimierung der Bremsstaubentwicklung

Assessment criteria for the Jury’s decision


Durch den Einsatz von Biomethan ergeben sich folgende Reduktionen: Treibstoff-/Energieverbrauch: vorher: 6900 l Diesel/a; nachher 5256 kg Biomethan/a; CO2-Ausstoß: vorher: 18.078 kg/a; nachher: 0 kg/a; ergibt Reduktion -100% HC Emissionen: voher: 46,11 kg/a; nachher: 1,93 kg/a; ergibt Reduktion -95,81% Partikel: vorher: 98,75 kg/a; nachher: 3,60 kg/a; ergibt Reduktion -96,36% NOx Emissionen: vorher: 62,67 kg/a; nachher: 4,74 kg/a; ergibt Reduktion -92,43%

Durch die in Punkt 1 ausgedrückten Werte ist erkennbar, dass man dem Klimawandel durch diese Maßnahme entgegenwirkt.
Field Positive impact Neutral impact Negative impact
Landscape X
Alpine ecosytems/biodiversity X
Water, soil, air X
Others

Weniger Schadstoffe bedeuten auch weniger Einflüsse auf die Pflanzen- und Tierwelt. Der gesamte Umweltprozess wird dadurch nachhaltig geschont.
Field Positive impact Neutral impact Negative impact
Social justice X
Co-determination/participation X
Regional/cultural identity X
Others

Keine Geruchsbelästigung für Wanderer und Radfahrer, zeigt auf anschauliche und überzeugende Weise, daß es Sinn hat, im Kleinen mit Änderungen zu beginnen. Die Besucher äußern sich überaus angenehm überrascht von dieser Auswirkung und sind begeistert,dieses monovalente Antriebssystem in einem Geländeauto verwirklicht zu erleben.
Field Positive impact Neutral impact Negative impact
Employment X
Value added/income X
Know-how/competitiveness X
Others

Weltpremiere im Gelände. Robuste Geländefahrzeuge mit monovalentem Antriebskonzept umgerüstet, von Magna Steyr in Graz, auf den Treibstoff Biomethan. Zusätzlich ausgestattet mit neuartigem Hilfsbremssystem zur Verminderung der Bremsstaubentwicklung.

Vorbildhafte Technologie zur nachhaltigen klimafreundlichen Verkehrszukunft als Tälertaxi und zur Bewirtschaftung der Hütten in sehr sensiblen naturgeschützten Regionen. Dieses Pinzgauer Projekt ist weltweit beispielgebend. Wurde und wird durch öffentliche Medienberichte und ebenfalls bei elitären Fachveranstaltungen weitergetragen. Die Auszeichnung als klima:aktiv mobil Projektpartner, dem wichtigsten Klimaschutzpreis der Republik Österreichs am 3. Juni 2008, wertet dieses Projekt als vorbildhaft. Diese Fahrzeuge sind nicht nur bei Ausstellungen oder Präsentationen zu besichtigen, sondern jeder Einzelne hat die Möglichkeit sich im Alltag vor Ort von der Funktion einer solchen Antriebstechnologie zu überzeugen. Weiters positiv zu werten ist eine wesentliche Geräuschminimierung des Motors.

Im Vordergrund steht die klimafreundliche Mobilität. Magna Steyr ist eine Gruppe der kanadischen Magna International Inc., die zu den weltweit größten Automobilzulieferern gehört. Magna International mehr als 84.000 Mitarbeiter an 228 Produktions- und 64 Entwicklungsstandorten in 22 Ländern. Fahrzeughersteller können sich über die neuartige Technik, speziell bezogen auf alternative Antriebssysteme, in den beiden Pinzgauern informieren und auch persönlich überzeugen. Somit kann diese Technik weltweit in allen Automobilen zum Einsatz kommen.

Dieses Mobilitätsprojekt entstand im Einklang mit dem Energieversorgungskonzept für die Postalm "Perpetuum Mobile Alpinensis" - ein in sich geschlossenes System, dass vollständig auf den Einsatz selbst erzeugter bzw. maximal umweltschonender Energieträger setzt. Die Stromgewinnung aus umliegenden Wasserläufen, Trinkwasserversorgung, Klärung und Beseitigung anfallenden Abwässer durch den Eisatz selbst erzeugter, erneuerbarer Energieträger mit einem High-Tech-Mix aus Solarenergie, Wasserkraft, Photovoltaik, Elektrolyse (Wasserstoffproduktion), Brennstoffzelle und Wasserstoff und Biomethan-Tankstelle im Hochgebirge. Abgerundet wird dieses gesamtheitliche System durch einen Energieerlebnisweg wo sich der Besucher auf verständliche Weise über zukunftsweisende Energieformen informieren kann.

Further information


Monovalentes Biomethanantriebskonzept, d.h. ohne zusätzlichen fossilien Treibstoff. Da ein von der Autoindustrie angebotenes bivalentes System bei unserem Einsatzzweck (bivalente Systeme benötigen zum Starten und in höheren Temperaturbereichen Benzin) nicht effizient wäre. Unsere Fahrstrecke reicht von 850 m bis 2.000 m Seehöhe, dies bedeutet eine Höhendifferenz von 1.150 m. Bremsstaubreduktion.

608.900,00 Bruttowert

Einen Teil zur Reduktion gegenüber der Kreditverpflichtung gegenüber der Bank, einen Teil für laufende Wartungsarbeiten mit technischen Verbesserungen.

Online information on the measure


Beschreibung des gesamtheitlichen Energiekonzeptes, das auf der Postalm in naher Zukunft entstehen soll bzw. bereits umgesetzt ist.
http://www.postalm-energie.at/energieprojekt.htm


Auf Grund des Interesses der Besucher unserer Schutzhütte an diesem Konzept haben wir einen Verein gegründet. Wir möchten auf Basis Newsletter alle Interessierten über dieses Projekt am laufenden halten.
http://www.vdfne.at/


Pressetext der Landeskorrespondenz zur klima:aktiv mobil Projektpartnerauszeichnung
http://www.salzburg.gv.at/lkorr-meldung?nachrid=40852

:
Ein großes Anliegen ist uns,auf schonendste Art und Weise Naturerlebnisse möglich zu machen und gleichzeitig heute für ein besseres Morgen unserer Kinder in alpinen Regionen Sorge zu tragen.

Organisations of civil society, Private enterprises

Dieses Projekt wurde im Privatunternehmen Postalm umgesetzt. Weitere Zielsetzungen in Kooparation mit dem VDFNE (Verein der Freunde nachhaltiger Energie- gewinnung &-Nutzung im alpinen Raum).

Magna Steyr Fahrzeugtechnik Graz; Salzburg AG mit der Marke ErdgasDrive; Lebensministerium klima:aktiv mobil Umweltförderung;

Photos, illustrations, documents


Schutzhütte Postalm mit den zwei "Pinzgauern" umgerüstet auf monvalenten Biomethan-Antrieb. Im Hintergrund die Hohen Tauern/Venedigergruppe mit dem Großen Geiger (3.360 m) als Talabschluß.


Biomethanbetriebener Pinzgauer im Einsatz als Tälertaxi mit Bergsteigern im Obersulzbachtal (am Weg zum Großvenediger) bei überraschend winterlichen Bedingungen Anfang September 2007.


Für vorbildhaften Klimaschutz ausgezeichnet, durch Umweltminister DI Josef Pröll mit dem wichtigsten Klimaschutzpreis der Republik am 3. Juni 2008, vor dem Technischen Museum in Wien.

Other documents

Präsentation von Magna Steyr; Beschreibung des Umbaues der 2 Pinzgauer mit den technischen Daten.

Pressestatement für die Präsentation der Pinzgauer

Pressestatement von Magna Steyr Graz für die Präsentation der Pinzgauer. Hierbei wird der Tätigkeitsbereich von Magna Steyr näher beschrieben.

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