Google Earth und Klimawandel
by
ludwig_zwei
—
last modified
2008-08-06 12:15
This climate response measure was submitted by third parties in summer 2008 as part of the competition for the cc.alps project. Responsibility for the contents rests with the persons indicated on the form.
Oberallgäu
de (Germany)
2008-02-22
1 Jahr ist geplant
Mr Ludwig Immler
Mr Ludwig Immler
L.immler@freenet.de
:
Der Geltungsbereich der Alpenkonvention ist Länder- und Sprachübergreifend. Das von mir eingereichte Projekt nimmt sich dieser Problemstellung an und soll einen einfachen wie kostengünstigen Weg aufzeigen um über Länder- und Sprachgrenzen hinweg gemeinsame Probleme beim Klimawandel sichtbarer zu machen und die Herangehensweise einzelner Regionen zu dokumentieren. Auf der Grundlage unseres gemeinsamen reichen kulturellen Erbes stelle ich sowohl positive als auch negative Entwicklungen gegenüber.
Der Geltungsbereich der Alpenkonvention ist Länder- und Sprachübergreifend. Das von mir eingereichte Projekt nimmt sich dieser Problemstellung an und soll einen einfachen wie kostengünstigen Weg aufzeigen um über Länder- und Sprachgrenzen hinweg gemeinsame Probleme beim Klimawandel sichtbarer zu machen und die Herangehensweise einzelner Regionen zu dokumentieren. Auf der Grundlage unseres gemeinsamen reichen kulturellen Erbes stelle ich sowohl positive als auch negative Entwicklungen gegenüber.
Mitigation measure
- legal
- strategic
- technical
- Natural hazards management
- Agriculture
- Forestry
- Water management
transnational
Alpenkonvention
Bergwald
Google Earth
Das Ziel dieses Projektes wird im Artikel 1 sowie im Gesetzestext des Bergwaldprotokolls treffend ausformuliert. Weiter heisst es im Artikel 2, Satz b: Schalenwildbestand - Schalenwildbestände werden auf jenes Maß begrenzt, welches eine natürliche Verjüngung standortgerechter Bergwälder ohne besondere Schutzmaßnahmen ermöglicht. BRD Grundgestetz, Artikel 20 a Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen..... Ich schlage daher ein ökologisches Engagement vor, das über die Natur weit hinausgeht und die eigene Person einschliesst. Ich schlage eine Ökologie des Geistes vor, also eine intellektuelle Redlichkeit, die uns den Mut gibt, die Dinge beim richtigen Namen zu nennen und unerschrocken das Schlechte schlecht und das Gute gut zu heissen, damit wir zu Personen und eine Region aus einem Guss werden, die ihre Handlungen und Ansichten begründen können. Dieses Ziel kann nur im Dialog erreicht werden.
Ich bin nun die dritte aufeinanderfolgende Generation in meiner Familie, die mit Privat- und Genossenschaftswaldbesitz sich mit dem Thema hohe Schalenwildbestände und den dadurch verursachten Wildschäden auseinandersetzen muss. Den finanziellen Schaden der mir dadurch aktuell entsteht schätze ich auf etwa 200 000 Euro und ist für mich existensgefährdend. Seit Jahrzehnten nun werden in meinen Wäldern alle Versuche, zB. die Weisstanne oder andere heimische Gehölze wachsen zu lassen durch zu hohe Wildbestände konsequent zunichte gemacht. Gespräche mit den Jagdausübenden, hohes Engagement in den jährlich durchgeführten Jagdversammlungen, eine Petition an den Bayerischen Landtag im Jahr 2003 usw. blieben bis heute erfolglos. Dieser Beitrag hat nicht das Ziel, Personen, Institutionen oder Behörden blosszustellen, vielmehr möchte ich auf den Konflikt zwischen althergebrachten Traditionen und den aktuellen Problemen, die der Klimawandel mit sich bringt, aufmerksam machen.
Keine! Weder mein Engagement noch die in Bayern regelmässig durchgeführten Vegetationsgutachten noch die im Rahmen der Alpenstadt 2005 in Sonthofen durchgeführte Internationale Bergwaldkonferenz haben auch nur das Geringste bewirkt. Es ist schlimmer den je, meiner vorsichtigen Schätzung nach, dürften allein in den rund 2000 ha Wald im Stadtbereich von Sonthofen mind. 1 000 000 Jungbäume im Winter 2007-2008 durch Verbiss geschädigt oder ganz vernichtet worden sein. Die tatsächliche Zahl dürfte wohl noch wesentlich höher sein.
Assessment criteria for the Jury’s decision
Die Bedeutung der Alpenkonvention für die Behörden im Bereich Bergwald sind: 1. Sanierung der Schutzwälder, 2. Standortgerechte Verjüngung und Aufbau von Mischwäldern, 3. Regulierung der Wildbestände. Zu 1. : Wie auf den Bildern zu sehen ist, findet in den betroffenen Schutzwälder eine staatlich subventionierte Aufforstung statt. Hohe Schalenwildbestände fressen jedoch nahezu alle gepflanzten und durch Samenflug wachsenden Bäumchen sofort wieder ab. Der Aufbau eines Schutzwaldes ist unmöglich. Zu 2: Alle meine Bemühungen (Pflanzung, Verjüngung)zum Aufbau von Mischwäldern sind am Wildverbiss gescheitert. Zu 3. : An der Anpassung der Wildbestände scheiden sich endgültig die Geister und hier kommt das eigentliche Problem zutage: der Konflikt aktuell notwendiger Massmahmen und uralten Traditionen wie die Jagd. Die Jagdausübenden im südlichen Oberallgäu sind in der Regel fachliche Laien. Starke Trophäen, Anerkennung bei der Hegeschau sind ihnen wichtiger als alles andere.
Meines Erachtens sollte alpenübergreifend die derzeit durchgeführte Jagd als solches dort präsentiert werden, wo sie im 21. Jahrhundert hingehört, im Jagdmuseum. Länderübergreifend sollten professionelle Wildhüter auf der Basis der Alpenkonvention ausgebildet werden. Forstfachleute mit denen ich in der Vergangenheit zu tun hatte, hinterliessen bei mir den Eindruck höchster Kompetenz und Motivation, ihre Erfolge im Privatwald sind jedoch mit meinen durchaus zu vergleichen, nämlich ausser Spesen nichts gewesen. Die Macht der Trophäen-, Hege- und Bestandsjäger ist bis heute ungebrochen. Nur länderübergreifende Strategien gebündelt mit entsprechender Fachkompetenz auf hohem Ausbildungsniveau, ähnlich dem Nelson Mandela Wildpark im Südlichen Afrika, kann uns vor einem waldbaulichen Desaster in den Alpen schützen. Die Macht und der Einfluss von gesellschaftlich angesehenen aber überalterten und oft gesundheitlich angeschlagenen Hobbyjägern muss gebrochen werden. Sehen Sie meine Bilder!!
| Field | Positive impact | Neutral impact | Negative impact |
|---|---|---|---|
| Landscape | X | ||
| Alpine ecosytems/biodiversity | X | ||
| Water, soil, air | X | ||
| Others | X | ||
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Nur angepasste Schalenwildbestände versetzen uns private Waldbesitzer in die Lage, die dringendst notwendige Biodiversität in den Bergwäldern zu schaffen. Auf meinen Bildern sehen Sie Wildverbiss, Fegeschäden und die daraus entstehenden Monokulturen. Die positiven Auswirkungen auf Natur und Umwelt, wenn professionelles Wildhütertum im Alpenraum zum Standard würde, brauche ich an dieser Stelle Ihnen als Jury sicherlich nicht näher ausführen. Bilder sind mächtig! Heutzutage ist es üblich, sich vor einer Reise über das Internet ein Bild vom Zielgebiet zu machen. Auch Google Earth ist inzwischen Standard. Kennt ein Reisender nicht nur die ewig gleichen und schönen Hochglanzfotos der Prospekte, sondern auch die Problemzonen, führt dies zu erhöhter Sensibilisierung. |
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| Field | Positive impact | Neutral impact | Negative impact |
|---|---|---|---|
| Social justice | X | ||
| Co-determination/participation | X | ||
| Regional/cultural identity | X | ||
| Others | |||
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Hier möchte ich am Beispiel der Mottfeuer darstellen wo regionale Politik an ihre Grenzen kommt. Politiker, Behörden und Forstfachleute predigen im Oberallgäu seit vielen Jahren über den Unsinn von sog. Mottfeuern. Mit Fachkompetenz wird versucht Waldbauern davon abzubringen die Reste der Nutzholzgewinnung einfach zu verbrennen. Wie Sie auf meinen Bildern sehen ist das Ergebnis nahe Null! Auch hier finden Sie oft diesselben, oft sozial sehr hochgestellten Persönlichkeiten am Werk wie bei der Jagd. Diese nutzen ihre Vorbildfunktion zu ihrem Vorteil aus und spielen im Hintergrund Waldbesitzer gegen Behörden und Forstfachleute aus, letztlich nur um ihre eigenen Jagdinteressen zu sichern. Die Auswirkungen zB. auf dörfliche Sozialstrukturen sind derzeit fatal. |
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| Field | Positive impact | Neutral impact | Negative impact |
|---|---|---|---|
| Employment | X | ||
| Value added/income | X | ||
| Know-how/competitiveness | X | ||
| Others | |||
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Sollte die Politik die Probleme mit der Jagd jemals in den Griff bekommen, könnten die positiven Auswirkungen auf die Wirtschaft enorm sein. Holz als Energieträger wird immer wichtiger. Der Umbau der Alpenwälder in widerstandsfähige Mischwälder bei gleichzeitiger Nutzung des Holzes als Energieträger würde viele Arbeitsplätze für Jahrzehnte schaffen. Das Ökosystem Alpen mit hoher Biodiversität wäre für den gesamten Bereich Tourismus ein nahezu unerschöpflicher Jobgenerator. In den Alpen ausgebildete Wildhüter, Forstexperten, Profis im Alpentourismus usw. wären künftig weltweit gefragte Experten. |
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Meine Bilder sollen Menschen in Politik und Wirtschaft wachrütteln und sensibilisieren. Eine sofortige Abkehr von den sich ins Groteske entwickelnden alten Traditionen wie Jagd und Mottfeuer ist notwendig. Nur breites öffentliches Wissen um die tatsächlichen Zustände in den Alpenbergwäldern führt dazu, Veranwortliche zu ermutigen, sich den stärksten Lobbygruppen, wie eben den Jägern, entgegenzustellen. Reaktionen auf meine Fotos waren bisher nicht immer positiv, sie führten aber stets zu der Einsicht sich mit der Thematik mehr auseinanderzusetzen.
Ich bin zuversichtlich, dass es mit der Zeit auch Nachahmer geben wird, die ihrerseits Bilder auf Google Earth einstellen werden. Es lassen sich problemlos Veränderungen durch den Klimawandel über längere Zeiträume bildlich darstellen (Waldbilder, Gletscher, Vegetation, Energieerzeugung etc.). Alte Bildaufnahmen, die noch in Archiven schlummern, können aktuellen Fotos gegenübergestellt werden. Wissenschaftliches Begleitmaterial kann durch Verlinkung direkt Online zur Verfügung gestellt werden. Durch die Nutzung der von Google Earth zur Verfügung gestellten Satellitenbilder lassen sich kostengünstig auch weitere räumliche Zusammenhänge darstellen. Texte können in mehreren Sprachen verfasst werden. Viele, ja sehr viele weitere Möglichkeiten gäbe es, alles frei und legal!
Alle Akteure im Kampf gegen den Klimawandel haben mit Google Earth ein Werkzeug zur Verfügung, das keine teuren Lizenzen benötigt, ohne teure Software auskommt und Computersystemübergreifend funktioniert. Was meines Erachtens aber mit der grösste klimastrategische Vorteil wäre, ist der hohe Multiplikator. Millionen von Usern nutzen schon jetzt Google Earth. Auf teure Werbemassnahmen kann verzichtet werden. Aktuelle Schwerpunkte können zB. in Form eines Google Earth Quiz didaktisch für Schulen aufgearbeitet werden. Gerade im schulischen Bereich liessen sich regionale Einzelmassnahmen im Gesamtkontext der Alpenkonvention einarbeiten. Verbreitetes Kirchturmdenken wird überwunden und ein gesammtheitliches Gefühl für die Folgen des Klimawandels wird erzeugt.
Further information
Ob mein Projekt innovativ ist, kann ich nicht beurteilen. Ich vertrete jedoch die Meinung, dass die Herausforderungen, die der Klimawandel mit sich bringt, es uns nicht mehr erlauben, kleinen elitären Gruppen wie eben den Hobbyjägern, eine Sonderstellung einzuräumen. Innovative Öffentlichkeitsarbeit mit der alpinen Fauna und Flora im Klimawandel muss die herkömmliche Jagdromatik ersetzen.
0 Euro
Ich würde das Geld in eine CO 2 freie repräsentative Beleuchtungsanlage für die Alpenstadt 2009 bereitstellen. Zum Einsatz käme modernste LED Technik, im Idealfall in Verbindung mit einem Solar- oder Wasserstoffgenerator. Ich würde versuchen die Firma OSRAM als Partner zu gewinnen und die Anlage vor Ort planen, bauen, installieren und dokumentieren.
Online information on the measure
Hier sehen sie die aktuelle Wildschadenssituation im Bereich der Alpenstadt Sonthofen und dessen Umfeld. Private, genossenschaftliche, kommunale und staatliche Wälder sind gleichermassen betroffen. Ebenso sehen sie Bilder von Massnahmen zum Schutz vor den Folgen des Klimawandels, die von privater sowie öffentlicher Hand durchgeführt wurden und werden. Klicken sie auch auf die links "Jagdschutz" und "Wildschaden".
http://www.panoramio.com/user/1413200/tags/Klimawandel
Die Bilder zeigen nur wenige der tatsächlich abgebrannten Mottfeuer im Jahre 2008.
http://www.panoramio.com/user/1413200/tags/Mottfeuer
LED-Technologie im Wandel LEDs galten lange als kleine, schwach glimmende Lichtpunkte in Schaltern und Signallämpchen. Durch die Entwicklung in den letzten Jahren vollzog sich eine deutliche Wandlung. Heute existieren starke LED-Lichtquellen in allen Farben, die in Autos, Handys, Gebäudefassaden, Bildschirmen und vielen weiteren Anwendungen zum Einsatz kommen. Hinter dem Entwicklungsfortschritt stecken ständige Verbesserungen in der Epitaxie- und Verfahrenstechnik, beim Chipdesign und in der Gehäusetechnik. In allen Bereichen ist OSRAM Opto Semiconductors federführend und hat deshalb bei der LED-Technologie die Nase vorn. Neuartige Herstellungsverfahren, optimierte Gehäuse und speziell entwickelte Optiken machen in Zukunft noch effizientere und leistungsfähigere LEDs möglich. Einen ersten Schritt machen dabei unsere Hochleistungsprodukte der OSTAR- und DRAGON-Familien. Bei diesen wie bei nahezu allen anderen Produkten setzen wir auf die Dünnfilm-Technologie.
http://www.osram-os.com/osram_os/EN/News_Center/Deutscher_Zukunftspreis_2007/Produkte/index.html
:
Unabhängig vom Ergebnis dieses Wettbewerbes biete ich der CIPRA an, mit mir gemeinsan eine repräsentative und dauerhafte Lichtanlage mit modernsten Hochleistungs-LED zu verwirklichen. LED sind nicht nur äusserst energiesparend, sie sind auch frei von giftigen Schwermetallen wie zB. Quecksilber. Sie werden nach dem in der EU sicherlich kommenden Glühlampenverbot DIE Lichtquelle der Zukunft.
Unabhängig vom Ergebnis dieses Wettbewerbes biete ich der CIPRA an, mit mir gemeinsan eine repräsentative und dauerhafte Lichtanlage mit modernsten Hochleistungs-LED zu verwirklichen. LED sind nicht nur äusserst energiesparend, sie sind auch frei von giftigen Schwermetallen wie zB. Quecksilber. Sie werden nach dem in der EU sicherlich kommenden Glühlampenverbot DIE Lichtquelle der Zukunft.
Individuals
Die Verantwortung für diese eingereichte Massnahme trage ich alleine als Einzelperson.
Photos, illustrations, documents
Totalverbiss an einer jungen Weisstanne in 2008 im Waldgebiet der Alpenstadt Sonthofen.
Mottfeuer nahe der Ferienregion Alpsee/Immenstadt im Oberallgäu. Aufforderungen des Landratsamtes Oberallgäu an die Waldbauern, auf Mottfeuer zu verzichten, blieben auch 2008 ungehört.
Die OSRAM OSTAR gehört zu den hellsten am Markt erhältlichen Multichip-LEDs. Ihre Lichtstärke entspricht damit schon der eines herkömmlichen ~50W Spots.