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Steinbock-Label

by lenahubert  —  last modified 2008-08-06 12:15

This climate response measure was submitted by third parties in summer 2008 as part of the competition for the cc.alps project. Responsibility for the contents rests with the persons indicated on the form.




schweizweit

ch (Switzerland)

2007-03-01

unbefristet

Mr Roland Zegg
Steinbock-Label


Ms Lena Hubert
Steinbock-Label
lena.hubert@steinbock-label.ch
:
Das Steinbock-Label ist ein Schweizer Gütesiegel, das die nachhaltige Leistung von Beherbergungsbetrieben in den Bereichen: Umwelt (inkl. Klima), Soziales, Regionale Verankerung, Wirtschaftlichkeit und Management überprüft und je nach Leistung mit 1 bis 5 Steinböcken auszeichnet. Die Auszeichnung steht so für die: •Qualität der Unternehmensführung •Qualität der Betriebswirtschaft •Qualität des Umweltmanagements •Qualität für Mitarbeitende •Regionale Wertschöpfung und Kultur

IBEX

Mitigation measure
  • strategic
  • Tourism
  • Gesundheitswesen (Heime, Kliniken, Kurbetriebe, etc.)

national

Nachhaltigkeit
Gütesiegel
Tourismus

Die Entwicklung, Umsetzung und Verbreitung der Nachhaltigkeits-Philosophie (das Label bezieht Umwelt und Klima somit ein, geht aber noch darüber hinaus). Die Nachhaltige Betriebsführung in sämtlichen Belangen. Die Qualität im Nachhaltigkeits-Management und dadurch ausgelöste regionale Verankerungen. Betriebe mit einer konsequent nachhaltigen Unternehmensentwicklung in der Region als Vorzeigebetrieb profilieren. Aufbau einer Kommunikations- und Informationsplattform für Gäste und Betriebe. Laufende Optimierung und Verbesserung der Nachhaltigkeitsleistung der zertifizierten Betriebe durch Aufzeigen von Verbesserungs- und Optimierungsmöglichkeiten während des Zertifizierungsprozesses und den Austausch von Erfahrungen und Know-How innerhalb der Steinbock-Community. Sensibilisierung von Gästen, Kaderleuten und Mitarbeitern für das Sparen von Energie aber auch Wasser, Lebensmitteln und anderen Betriebsmitteln und für den schonenden Umgang mit Ressourcen.

Hauptaktivität ist die Zertifizierung von Beherbergungsbetrieben. Hierzu füllt jeder Betrieb der sich zertifizieren lassen will zunächst einen ca. 45 Seiten umfassenden Fragebogen aus. Um die Einhaltung der Angaben im Fragebogen zu überprüfen, wird jeder Betrieb von einem Auditor besucht und noch einmal anhand der im Fragebogen festgehaltenen Kriterien vor Ort überprüft. Es werden verschiedenste Betriebe zertifiziert (Jugendherberge, 5-Stere Hotel, etc.). Zuletzt wurden 12 Jugendherbergen ausgezeichnet. Insgesamt tragen bisher 30 Betriebe das Gütesiegel. Weitere Aktivität ist die Sensibilisierung der Betriebe und ihres Umfeldes (Management, Gäste, Mitarbeiter, Zulieferer, etc.) in allen Bereichen der Nachhaltigkeit durch den Zertifizierungsprozess und die Aufklärung über mögliche Verbesserungsoptionen. Zudem die Verbreitung der Nachhaltigkeitsphilosophie und verschiedene Marketingaktivitäten um die Existenz und die Vorteile nachhaltiger Beherbergungsbetriebe zu kommunizieren.

Ergebnis ist eine gesteigerte Sensibilität der teilnehmenden Betriebe und Ihres Umfeldes(Management, Gäste, Mitarbeiter, Zulieferer etc.) in allen Bereichen der Nachhaltigkeit, durch die intensive Auseinandersetzung des Betriebes mit dem Thema während des Zertifizierungsprozesses und die Weitergabe der gewonnenen Sensibilität an das Umfeld. Während des Prozesses wird ein Betrieb zudem darauf aufmerksam gemacht, in welchen Bereichen er sich noch verbessern könnte und wie. Dies bewirkt, dass die Nachhaltigkeitsleistung noch gesteigert wird. Desweiteren wird die Nachhaltigkeitsphilosphie in der Öffentlichkeit verbreitet und dadurch Nachfrage nach nachhaltigem Tourismus gesteigert. Konkret messbares Ergebnis ist die Anzahl zertifizierter Betriebe: derzeit 30 (weitere Betriebe befinden sich im Zertifizierungsprozess und wurden teilweise auch schon auditiert). Bis Ende 2008 wird die Anzahl der zertifizierten Betriebe auf ca. 45-50 Betriebe steigen. Ressourceneinsparungen, siehe Frage 1.

Assessment criteria for the Jury’s decision


Im Zertifizierungsprozess geben die Betriebe nicht nur an was sie bereits in den einzelnen Nachhaltigkeitsbereichen leisten. Sie bearbeiten auch einen Massnahmenkatalog, der dem Management noch weitere, vielfältige Verbesserungs- und Optimierungsmöglichkeiten zur Verminderung von Emissionen und zum Einsparen von Ressourcen aufzeigt. Die Steinbock-Label Methodik hilft Gäste, Kaderleute und Mitarbeiter in hohem Masse für das Sparen von Energie aber auch Wasser, Lebensmitteln und anderen Betriebsmitteln und für den schonenden Umgang mit Ressourcen (auch sozialen und monetären) zu sensibilisieren. Betriebe belegen z.B. durch Sonnenkollektoren z.B. bei einer jährl. Energieproduktion von 40'000kWh ca. 4'700 l/Jahr an Öl zu ersetzen; durch den Einsatz von spez. Wärmetumblern den Energieverbrauch um 50% zu senken; durch Sparbrausen den Wasserverbrauch um 1/3 zu senken. Da das Steinbock-Label 5 Stufen hat, entsteht ein Anreiz zur Verbesserung um mehr Steinböcke verliehen zu bekommen.

Ein negativer Effekt des Klimawandels ist für Beherbergungsbetriebe z.B. dass die Schneesicherheit im Winter abnimmt. Durch eine Zertifizierung mit dem Steinbock-Label kann eine "neue" Zielgruppe, die der "nachhaltigkeitsbewussten" Reisenden (Lohas) angesprochen werden.
Field Positive impact Neutral impact Negative impact
Landscape X
Alpine ecosytems/biodiversity X
Water, soil, air X
Others X

Das Steinbock-Label zeichnet die nachhaltige Leistung von Betrieben aus. Hierzu gibt es verschiedene Kriterien die ein Betrieb erfüllen muss und Massnahmen die er zusätzlich ergreift. Diese Kriterien und Massnahmen sind so zahlreich, dass die Beantwortung der Frage 3 nur in Stichpunkten und nicht in Form einer vollständigen Aufzählung erfolgen kann. Kriterien/Massnahmen sind für: Landschaft: z.B. versiegelte Fläche, naturnahe Gestaltung der Umgebung, Begrünung der Dachfläche Alpine Ökosysteme: z.B. Einsatz von Chemikalien, Bio-Food Wasser, Boden, Luft: z.B. Wasserverbrauch, Emissionen, Anreise der Gäste Andere: z.B. Anreise mit Öffentlichem Verkehr, Verhalten der Gäste wird beeinflusst und Wahrnehmung des Themas gefördert
Field Positive impact Neutral impact Negative impact
Social justice X
Co-determination/participation X
Regional/cultural identity X
Others X

Wie für Frage 3 gilt auch für Frage 4, dass die Kriterien und Massnahmen so zahlreich sind, dass die Beantwortung der Frage 4 nur in Stichpunkten und nicht in Form einer vollständigen Aufzählung erfolgen kann. Soziale Gerechtigkeit: z.B. Faire Löhne / Lohngleichheit, Behindertengerechtigkeit und Integration Behinderter, Frauenanteil, Lehrstellen, Weiterbildung Mitsprache: z.B. Gespräche, Förderung der Sozialkompetenz, Förderung der Selbständigkeit Regional/kulturelle Identität: z.B. Mitarbeiter werden in reg. Tradition geschult, Regionale Lieferanten, Tätigkeit in regionalen Projekten, Gestaltung der Umgebung Andere: z.B. Verwendung regionaler Materialien, Nachhaltigkeit in jedem Bereich wird in der (regionalen) Gesellschaft gefördert
Field Positive impact Neutral impact Negative impact
Employment X
Value added/income X
Know-how/competitiveness X
Others X

Wie für Frage 3+4 gilt auch für Frage 5, dass die Kriterien und Massnahmen so zahlreich sind, dass die Beantwortung der Frage 5 nur in Stichpunkten und nicht in Form einer vollständigen Aufzählung erfolgen kann. Ein Betrieb kann nur nachhaltig sein, wenn auch das Wirtschaftliche stimmt. Beschäftigung: z.B. durch wirtschaftliche Arbeitsweise werden Arbeitsplätze gesichert, regionale Arbeitskräfte, Ausbildung/Weiterbildungsmassnahmen Wertschöpfung: z.B. Steigerung der regionalen Wertschöpfung durch Einkauf von regionalen Produkten KnowHow: z.B. Bildung der Mitarbeiter im Umweltbereich Andere: Positiver einfluss auf regionale Wirtschaft durch regionale Verankerung

Die Marketing- bzw. Öffentlichkeitswirkung wird zur Zeit neu aufgebaut. Es entsteht eine Informationsplattform für Gäste die eine nachhaltige Unterkunft suchen und eine Plattform für Betriebe, innerhalb welcher sie sich über nachhaltige Unternehmensführung austauschen können. Alle Aktivitäten werden auf verschiedenen medialen Kanälen publiziert und kommuniziert. Mit jedem zusätzlichen Betrieb wird sich die Wirkung in der Öffentlichkeit natürlich verstärken und damit auch das Bewusstsein in der Öffentlichkeit.

Die Methodik ist auf jede Form der Beherbergung anwendbar (Hotel, Jugendherberge, Campingplatz, SAC Hütte, etc.). Denkbar ist die Übertragung auf jeden Bereich des Tourismus (Restaurants, Tourist-Informationen, Transportunternehmen, Reiseveranstalter, etc.). Denkbar wäre auch die Ausweitung auf den nicht-Tourismus Bereich. Zudem ist eine Ausweitung vom Schweizer Raum, auf das gesamte Alpengebiet (A, D, I, F) denkbar.

Further information


Die Zertifizierung ist (unseres Wissens weltweit) die erste Ihrer Art im Tourismusbereich. Insbesondere im Beherbergungsbereich. Und zudem die am weitesten/tiefsten gehende. (Nicht nur auf Ökologie bzw. Klima, sondern auf alle Bereiche der Nachhaltigkeit ausgerichtet).

Im Jahr '07: 41'000. Im Jahr '08: 61'000. Im Jahr '09: 80'000

1.Für Bekanntmachung d. Labels i.d. Öffentlichkeit (Gäste+Betriebe). So wird Nachfrage nach nachhaltigen (Steinbock-Label zertifizierten) Betrieben gesteigert, was wiederrum Betriebe anregt sich zertifizieren zu lassen bzw. ihre Leistung nachhaltiger zu gestalten um Label bekommen zu können. 2.Für raschen Aufbau von Plattformen für die Kommunikation/Erfahrungsaustausch(Mitglieder+Leistungsträger).

Online information on the measure


offizielle Homepage des Labels
http://www.steinbock-label.ch

:

Private enterprises

grischconsulta AG. Unternehmensberatung in Chur.

Verein oe-plus. Dieser ist Förderverein, Rekursinstanz bei Zertifizierungsentscheiden, Wahlgremium für Zertifizierungskomitee.

Photos, illustrations, documents


Logo des Labels


Kleber, der am Betrieb angebracht wird und an dem der Betrieb als Steinbock-Label zertifizierter Betrieb zu erkennen ist.


Zertifikat, das an die Betriebe verliehen wird.

Other documents

Informationsunterlagen zum Steinbock-Label

Kurztest zur Nachhaltigkeitszertifizierung. Mit diesem Test kann ein Betrieb, der Interesse an einer Zertifizierung hat überprüfen, ob er die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Teilnahme erfüllt.

Anerkennung durch Hans E. Moppert Stiftung.

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