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Passivhaussanierung der Volksschule St. Leonhard

by kurtbuerger  —  last modified 2008-08-06 12:15

This climate response measure was submitted by third parties in summer 2008 as part of the competition for the cc.alps project. Responsibility for the contents rests with the persons indicated on the form.




Marktgemeinde Arnoldstein

at (Austria)

2009-04-01

8 Monate

Mr Reinhard Antolitsch
Marktgemeinde Arnoldstein


Mr Kurt Bürger
Marktgemeinde Arnoldstein
kurt.buerger@ktn.gde.at
:
Die im Jahr 1964 erbaute Volksschule St. Leonhard wird in den Passivhausstandard saniert. Diese umfassende Sanierung vermindert den Energieaufwand für den Betrieb des Gebäudes um den Faktor 20. Gleichzeit wird durch eine permanente Zwangsbelüftung mit Wärmerückgewinnung die Luftqualität und damit die Lernqualität der SchülerInnen massiv verbessert. Die Restenergie wird durch eine Pelletsanlage bzw. eine Photovoltaikanlage bereitgestellt.

Renovation to passive houses standard

Mitigation measure
  • technical
  • educational
  • financial
  • Building industry and housing
  • Energy supply
  • Education

local

Energieeinsparung
Luft- bzw. Lernqualitätsverbesserung
Energiequtarkie

Die Hauptziele der Sanierung in den Passihausstandard sind neben der Energieeinsparung und der Steigerung Qualität der Gebäudehülle natürlich auch die Verbesserung der Lernqualität für die SchülerInnen durch die permanente Zwangsbelüftung mit Wärmerückgewinnung. Durch die Vorbildwirkung der Marktgemeinde Arnoldstein soll Nachfolgeprojekte innerhalb der Region angeregt werden.

Totalsanierung der thermischen Gebäudehüllen in den Passihausstandard. Austausch der derzeit bestehenden Ölheizung gegen eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und Aufbringung der notwendigen Wärmeenergie für den angeschlossenen Turnsaal bzw. der Spitzenlast für das Schulgebäude über eine Pelletsanlage. Warmwasserbereitung für den Schul- und Turnbetrieb durch eine Solaranlage bzw. soll die Energieautarkie für den Stromverbrauch des Gebäudes über eine am Turnsaaldach zu errichtenden Photovoltaikanlage erzielt werden.

Der Energieausweis für das Gebäude zeigt nach Umsetzung aller Maßnahmen ein Einsparungspotenzial um den Faktor 20.

Assessment criteria for the Jury’s decision


Durch die nachhaltige Sanierung in den Passivhausstand und der dabei verwendeten vorgehängten Holzelementen mit Cellulosedämmung wird zum Unterschied einer Dämmung mit Styropordämmplatten der Treibhauseffekt wesentlich verbessert. Gleichzeitig bringt der Austausch der bestehenden Ölheizung gegen eine Pelletsheizung eine Einsparung von 72 Tonnen CO² (Annahme 3,2 kg CO²/Liter Heizöl) und wird der Strom für den Betrieb der Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung durch eine CO² neutrale Photovoltaikanlage hergestellt.

Field Positive impact Neutral impact Negative impact
Landscape
Alpine ecosytems/biodiversity X
Water, soil, air X
Others

Die positiven Auswirkungen für das Alpine Ökosystem ergeben sich aus der Nutzung von regionalen Hölzern (Verjüngung der Wälder) bzw. eine Verminderung der Luftschadstoffe durch CO² neutrale Heizung.
Field Positive impact Neutral impact Negative impact
Social justice X
Co-determination/participation X
Regional/cultural identity X
Others

Die positiven Auswirkungen lassen sich im Bereich der sozialen Gerechtigkeit lassen sich so darstellen, dass es auch Kindern aus dem benachteiligten ländlichen Bereich möglich ist bei optimalen Bedingungen einer Schulausbildung nachzugehen. Die Lehrerschaft und Eltern sind über einen Schulbeirat in die Planung miteingebunden bzw. schaft eine optimal sanierte Volksschule dahingehend eine regionale Identität, da sich alle über die Projektseinbindung damit auch identifizieren können bzw. eine Schulschließung sicherlich dauerhaft abgewendet werden kann.
Field Positive impact Neutral impact Negative impact
Employment X
Value added/income X
Know-how/competitiveness X
Others

Die Auswirkung für die Wirtschaft sind in jedem Fall positiv, da es durch das Projekt zu einer besseren Auslastung ihrer Betriebe im Jahr 2009 kommen wird, bzw. die Wertschöpfung über die Forderung nach dem Verbau von heimischen Hölzern in der Region bleiben wird. Die Wettbewerbsfähigkeit wird gleichfalls erhöht, da durch dieses Vorzeigeprojekt eine Zuwachs an Knowhow bei den Regionalen Betrieben eintreten wird, der in der Folge für Nachfolgeprojekte genutzt werden kann.

Das Projekt wird von der Planungsphase bis nach der Fertistellung durch regionale und überegionale Öffentlichkeitsarbeit begleitet. Die Marktgemeinde Arnoldstein hat mit dem Beschluss eines Energiekonzeptes im Gemeinderat ausdrücklich die Verantwortung für ihre gemeindeeigne Gebäude aus energetischer Sicht übernommen bzw. ist sich ihrer Vorbildwirkung für die Region bewusst.

Dieses Vorzeigeprojekt ist aufgrund der technischen Möglichkeiten sowohl auf weitere öffentliche Gebäude als auch für den privaten Sanierer in der Region bzw. im ganzen Alpenraum jederzeit übertragbar.

Die Sanierung ist Teil des Energiekonzpetes der Marktgemeinde Arnoldstein, da die in diesem Konzept gesteckten Ziele nur durch konsequente Verbesserung der energetischen Qualität der Gemeindegebäude bzw. Anlagen erreicht werden kann.

Further information


Es wird mit dieser Sanierung auch der Beweis erbracht, dass nicht nur der Neubau eines Gebäudes im Passihausstandard möglich ist, sondern auch die Sanierung von Gebäuden in diesem Standard mit geringen Mehraufwand möglich ist.

1,02 Mio

Für die Errichtung der Photovoltaikanlage
:

Administration (local, regional, national)

Marktgemeinde Arnoldstein, Gemeindeplatz 4, 9601 Arnoldstein als Schulerhalter

energie:bewusst Kärnten, Koschutastraße 4, 9020 Klagenfurt vertreten durch GV Gerhard Moritz, www.energiebewusst.at Alexander Treichl GmbH., Pyramidenkogelstraße 42, 9535 Scheifling am See (Konzepterstellung) www.solar-architektur.at

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