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Klimafood

by klimafood  —  last modified 2008-08-06 13:18

This climate response measure was submitted by third parties in summer 2008 as part of the competition for the cc.alps project. Responsibility for the contents rests with the persons indicated on the form.




Südtirol

at (Austria), it (Italy)

2007-07-01

unbestimmt

Mr Markus Nöckler


Mr Markus Nöckler
markus.noeckler@rolmail.net
:
Durch das Klimafood Label sollen Konsumenten beim Einkauf auf Lebensmittel aufmerksam gemacht werden, die möglichst klimaneutral hergestellt worden sind. Wo werden die Waren produziert, unter welchen Bedingungen, welchen Weg legen sie zurück, wer liefert sie bis in den Supermarkt? Klimafood klärt über all diese Fragen auf. Damit das Ganze nicht zu kompliziert wird, wurde das Label Klimafood ins Leben gerufen, durch welches auf den ersten Blick die Klimabilanz der Lebensmittel ins Auge sticht.

Klimafood

Mitigation measure
  • educational
  • strategic
  • Transport and mobility
  • Education
  • Agriculture

transnational

verringerte Verkehrsbelastung
optimierte Nahversorgung
Bildungsarbeit

Unser Ziel und unsere Vision ist, den Konsumenten durch die Klimafood-Markierung der Produkte eine Entscheidungshilfe in ihrem täglichen Einkaufsverhalten zu bieten, Sensibilisierung für die Umwelt zu leisten und zu mehr regionalem Denken anzuregen.

Die Hauptaktivitäten von Klimafood sind Aufklärungsarbeit und Informationsarbeit. Es wird eine neue Internetseite eingerichtet, gleichzeitig soll versucht werden, durch Öffentlichkeitsarbeit Sensibilisierung zu leisten. Es wurde ein Fragebogen ausgearbeitet, durch welchen die Produkte kategorisiert werden können. Dabei wurden bewußt einfach zu beantwortende und klar formulierte Fragen ausgewählt, damit auch jeder Interessierte zu Hause selbst die Tabelle anwenden kann.

Bis heute wurden bereits zahlreiche Produkte im Geschäft "Bixner" als Klimafoodprodukte markiert. Es wurden Flyer erstellt, es gab Fernsehberichte und die Informationen wurde gestreut. Bei den Kunden im Geschäft ist das Interesse eindeutig vorhanden, was bedeutet, dass vermehrt lokale und regionale Produkte eingekauft werden. Im November 2007 wurde Klimafood mit dem 2. Platz des Umweltpreises Trentino-Südtirol ausgezeichnet, was vor allem für die Bekanntheit der Initiative einen großartiger Schub bedeutete!

Assessment criteria for the Jury’s decision


Ein Beispiel: Regional produziertes Gemüse hat im Vergleich zu importierter Ware nicht nur die Frische und Qualität als Vorteil, sondern auch die Verringerung der CO2 Emission. Gemüse aus der Umgebung legt ca. 90% weniger Strecke zurück als Gemüse das von außerhalb kommt. Auf das Jahr aufgerechnet werden dadurch zig Millionen LKW-Kilometer eingespart, und somit auch die Autobahn entlastet, die derzeit dank der regen Transporte von „Gemüsefabrikanten“ als das größte Gemüselager der Welt gilt. So können ganz einfach viele Tonnen an CO2-Ausstoß pro Jahr eingespart werden.

Fast die Hälfte der eingekauften Lebensmittel sind durch regionale Produkte ersetzbar. Der gesteigerte Absatz von regionalen Produkten hat auch einen positiven wirtschaftlichen Effekt auf die Region: höherer Absatz bedeutet bessere Umsätze und damit mehr Arbeit. Das Rad anstoßen kann jeder Konsument durch seinen Einkauf.
Field Positive impact Neutral impact Negative impact
Landscape X
Alpine ecosytems/biodiversity X
Water, soil, air X
Others

Der regionale Anbau wird forciert, die Landwirtschaft in den einzelnen Regionen kann ausgebaut werden, es wird vor allem auf natürliche und umweltschonende Anbaumethoden wert gelegt. Nur durch die Ernährung (Einkauf Nahrungsmittel) erzeugt werden durchschnittlich 1 Tonne Co2 ausgestoßen, durch Einkaufen nach den Klimafood-Kriterien kann diese Zahl stark reduziert werden. Beispiel Biologische Landwirtschaft: Hier wird etwa 40 % weniger Energie beansprucht als im konventionellen Landbau.
Field Positive impact Neutral impact Negative impact
Social justice X
Co-determination/participation X
Regional/cultural identity X
Others

Aus gesellschaftlicher Sicht zählt vor allem die Bildungsarbeit die wir leisten. Wir wollen mit unserem Projekt erreichen, dass die Menschen wieder vermehrt auf die Herkunft der Lebensmittel achten und damit das Einkaufsverhalten bewußter gestalten. Es soll vermittelt werden, dass der einzelne Konsument einen Einfluß auf die zukünftige Welt hat, dass durch die Kaufentscheidung dazu beigetragen werden kann, das Klima zu schützen, die regionale Wirtschaft zu stärken und faire Bedingungen für Produzenten zu schaffen.
Field Positive impact Neutral impact Negative impact
Employment X
Value added/income X
Know-how/competitiveness X
Others

Die positiven wirtschaftlichen Effekte die durch Klimafood entstehen sind mehrfache: 1. Förderung der lokalen Lebensmittelproduktion (Landwirtschaft…) durch Mehrwert von regionalen Produkten. 2. Aufwertung der heimischen Einzelhandelsbetrieben und der so genannten „Tante Emma Läden“. 3. Kundenbindung durch das Mitmachen bei der Initiative „Klimafood“.

Unter dem Menüpunkt Know-How werden auf dem Internetportal klimafood.it periodisch einzelne Produkte präsentiert, deren genaue Produktionsprozess beschrieben und die Ver-triebswege aufgezeigt. Dadurch soll dem Konsumenten anhand konkreter Beispiele deutlich gemacht werden, was durch das Klimafoodsiegel aufgezeigt wird: die Geschichte der Le-bensmittel vom ersten bis zum letzten Punkt im Produktions- und Vertriebsprozess.

Momentan wird das Konzept im Geschäft "Bixner" in St. Jakob im Ahrntal angewandt. Sobald sich das Pilotprojekt entwickelt hat, kann das Konzept in allen beliebigen Standpunkten übernommen werden. Geplant ist eine Ausweitung auf den Gesamt-Südtiroler Raum. In einem späteren Zeitpunkt besteht durchaus die Möglichkeit das Konzept auf andere Länder zu übertragen.

Das Projekt wurde auf Grund der Privat-Interessen der zwei Projektanten ins Leben gerufen. Patrick Eder, welcher der Sohn des Betreibers des Pilotgeschäftes in St.Jakob ist, hat in diesem bereits vor Jahren das Umweltsiegel eingeführt. Gemeinsam wollten die Projektanten jedoch einen Schritt weiter in Richtung Regionalität und Umweltfreundlichkeit gehen.

Further information


Wir sehen die Innovation von Klimafood vor allem darin, dass Umweltschutz, bewußtes Einkaufen und regionales Denken auf eine einfache und unkomplizierte Art verknüpft werden können. Klimafood will nicht den Verzicht bestimmter Güter erzwingen, sondern es soll eine Entscheidungshilfe für das tägliche Einkaufsverhalten geboten werden.

5.000 Euro

Mit den 20.000 Euro würden wir dem Projekt einiges an Professionalität und Schwung versetzen: Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen, Erstellung eines größeren Internetauftrittes, vermehrte Öffentlichkeitsarbeit durch Werbeinserate, Berichte, Zusammenarbeit mit regionalen Einrichtungen, Übersetzung der gesamten Dokumentation, Ausweitung auf andere Regionen.

Online information on the measure


Die erste Version der Internetseite zu Klimafood, neue Seite ist in Ausarbeitung.
http://www.klimafood.it


Seite Nachhaltigkeit.it: Das Portal zur Nachhaltigen Entwicklung in Südtirol über den Umweltpreis 2007 und Klimafood.
http://www.nachhaltigkeit.it/Aktuelles/Neuigkeiten/umweltpreis-2007-drei-preise-an-sudtiroler-projekte/

:

Individuals

Patrick Eder und Markus Nöckler, zwei junge Südtiroler, die ein Konzept ausgearbeitet haben, um klimafreundlicher Einkaufen zu können, ohne besondere Anstrengungen unternehmen zu müssen. Beide interessieren sich sehr für die Umweltschutzgedanken und wollten ein Zeichen setzen.

Patrick Eder, St. Jakob/Ahrntal Südtirol

Photos, illustrations, documents


Klimafoodmarkierung eines Produktes im Kühlregal - einfaches Logo mit Wiedererkennungswert.


Klimafoodsiegel A - diese Bezeichnung bekommt ein Produkt wenn es beim Rating überdurschnittlich gut abschneidet.


Erhaltung der Natur durch das Konzept Klimafood - Südtirol von seiner schönsten Seite.

Other documents

Bei dieser Excel-Tabelle handelt es sich um die Tabelle zur Kategorisierung der Produkte. Anhand ausgewählter Fragen kann diese Klasifizierung erreicht werden.

Erklärung zum Rating - für die Anwendung zu Hause

Beispiel eines Ratingergebnisses für Frischkäse einer lokalen Sennerei, die Daten wurden direkt vom Produzenten bezogen.

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