Tiroler Gemeinden mobil
by
kbtirol
—
last modified
2008-08-06 13:19
This climate response measure was submitted by third parties in summer 2008 as part of the competition for the cc.alps project. Responsibility for the contents rests with the persons indicated on the form.
Tirol
at (Austria)
2006-07-01
offen
Mr Robert Kaufmann
Klimabündnis Tirol
Ms Anna Schwerzler
Klimabündnis Tirol
tirol@klimabuendnis.at
:
"Tiroler Gemeinden mobil!" wurde mit dem Ziel gestartet, in ausgewählten Gemeinden nachhaltige und dauerhafte Aktivitäten zur Förderung umweltfreundlicher Mobilität anzuregen. Dazu wurden auf den Gemeindeämtern lokale "Mobilitätszentralen" eingerichtet. Maßnahmen des Projekts reichen von gemeindeeigenen Fahrplänen, über Dienstfahrräder bis hin zu Schulungen für Gemeinde-MitarbeiterInnen. Derzeit nehmen 22 Gemeinden am Projekt teil.
"Tiroler Gemeinden mobil!" wurde mit dem Ziel gestartet, in ausgewählten Gemeinden nachhaltige und dauerhafte Aktivitäten zur Förderung umweltfreundlicher Mobilität anzuregen. Dazu wurden auf den Gemeindeämtern lokale "Mobilitätszentralen" eingerichtet. Maßnahmen des Projekts reichen von gemeindeeigenen Fahrplänen, über Dienstfahrräder bis hin zu Schulungen für Gemeinde-MitarbeiterInnen. Derzeit nehmen 22 Gemeinden am Projekt teil.
Tyrolean Communities on the move!
Mitigation measure
- strategic
- educational
- Transport and mobility
regional, large-scale (federal province, region, département/province, Canton, etc.
Mobilitätszentrale
Mobilitätsberatung
Vorbildgemeinden
Die „Mobilitätszentralen“ in den Gemeinden wurden vorerst mit dem Ziel gestartet, das lokale öffentliche Verkehrsangebot zu bewerben und anschließend nach und nach den Umweltverbund auszubauen. Ausgangspunkt der Überlegungen war, dass Gemeinden aufgrund ihrer Nähe zu den BürgerInnen sowie ihrer Vorbildwirkung wesentlich zu einem umweltfreundlichen Verkehrsverhalten beitragen können. Die lokale Ebene hat den Vorteil, dass nicht nur allgemein für umweltfreundliches Verkehrsverhalten geworben werden kann, sondern das konkrete Angebote (bspw. eine lokale Busverbindungen) einer speziellen Zielgruppe (z.B. Neuzugezogene) vorgestellt werden können. Aufgrund begrenzter Budgets geht es darum mit minimalen Mitteln maximale Erfolge zu erzielen.
Auf den Gemeindeämtern der teilnehmenden Gemeinden wurden vorerst lokale „Mobilitätszentralen“ eingerichtet, die Serviceleistungen wie mündliche Fahrplanauskunft, eine Homepage-Auskunft, Taschenfahrpläne, Gratis-Schnuppertickets für öffentliche Verkehrsmittel, Informationspakete für Neuzugezogene, Dienstfahrräder etc. anbieten. Auszug aus den Aktivitäten von Klimabündnis Tirol: • Begleitung bei der Einrichtung der Mobilitätszentrale • Regelmäßige Schulung der Gemeindebediensteten • Erstellung eines gemeindeeigenen Fahrplans (im Taschenformat und als Plakat) • Adaption der Gemeinde-Homepages • Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinden • Medien- und Öffentlichkeitsarbeit zum Projekt • Erstellung und Vermittlung eines Informationspakets für Neuzugezogene • Vermittlung von Dienstfahrrädern • Vermittlung der verkehrstechnischen Impulsberatung durch das Land Tirol • Erstellung eines Newsletter • Vermittlung von Förderinformationen
Bereits im Rahmen des Pilotprojektes wurde die Effektivität der Maßnahmen, die alleine durch den Know-how-Transfer und Bewusstseinswandel im gemeindeeigenen Bereich erreicht werden konnte, deutlich. Nicht unterschätzt werden sollten auch die Effekte, die durch die Vorbildwirkung der Gemeinde selbst erzielt werden. Entsprechende Ergebnisse werden auch von den Gemeindepaketen zur Information der Bevölkerung erwartet. Diese stellen sicher, dass in den Gemeinden Informationsarbeit über Homepage, Postwürfe, Fahrpläne, etc. geleistet wird. Die kommunale Ebene genießt bei den GemeindebürgerInnen eine hohe Aufmerksamkeit. Mit den Informationsmaßnahmen werden die BürgerInnen direkt erreicht und es wird auf die lokalen Besonderheiten des umweltfreundlichen Verkehrsangebotes eingegangen. Als Ergebnis des Projektes wird eine nachhaltige Verschiebung des Modal Splits hin zu umweltfreundlichen Verkehrsmitteln und eine entsprechende Reduktion von Treibhausgasen, Schadstoffen und Lärm erwartet.
Assessment criteria for the Jury’s decision
Als Ergebnis des Projektes wird eine nachhaltige Verschiebung des Modal Splits hin zu umweltfreundlichen Verkehrsmitteln und eine entsprechende Reduktion von Treibhausgasen, Schadstoffen und Lärm erwartet. Eine zahlenmäßige Erfassung der Wirksamkeit der Maßnahmen in der Bevölkerung ist aufgrund der verschiedenen Einflussfaktoren, die zu Verhaltensänderungen führen, nur mit einem differenzierten methodischen Befragungsinstrumentarium erfassbar und bei Fortsetzung des Projektes denkbar.
Das Projekt „Tiroler Gemeinden mobil“ hat zum Ziel dem Klimawandel so weit als möglich vorzubeugen durch eine Verschiebung des Modal Splits hin zu umweltfreundlichen Verkehrsmitteln.
| Field | Positive impact | Neutral impact | Negative impact |
|---|---|---|---|
| Landscape | X | ||
| Alpine ecosytems/biodiversity | X | ||
| Water, soil, air | X | ||
| Others | |||
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Durch die erwartete Verschiebung des Modal Splits hin zu umweltfreundlichen Verkehrsmitteln ist neben einer Reduktion von Treibhausgasen auch mit einer Reduktion von weiteren Schadstoffen und Lärm zu rechnen. Eine zahlenmäßige Erfassung der Wirksamkeit war bislang im Rahmen des Projekts noch nicht möglich, da dafür eine aufwändige methodische Untersuchung notwendig wäre. Durch eine Reduktion des motorisierten Verkehrs ist aber mit einer Entlastung des Ökosystems Alpen, mit besserer Luft- und Bodenqualität und mit einer generell klimaschützenden Wirkung zu rechnen. |
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| Field | Positive impact | Neutral impact | Negative impact |
|---|---|---|---|
| Social justice | X | ||
| Co-determination/participation | X | ||
| Regional/cultural identity | X | ||
| Others | |||
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Mobilität bezieht sich in meist auf den motorisierten Verkehr. Zu diesem haben speziell Frauen, einkommensschwächere Personen, ältere und geh- und sehbeeinträchtigte Personen oder MigrantInnen einen erschwerten Zugang. Eine Aufwertung des öffentlichen Verkehrs, der Fahrrad- und Fußgängermentalität bedeutet auch einen Abbau an sozialen Abstufungen. Durch den erweiterten Zugang zu Verkehrsmitteln für alle BürgerInnen wird auch mit soziokultureller Konsequenz gerechnet. „Gemeinsam statt einsam“ unterwegs zu sein ermöglicht besonders sozial benachteiligten Bevölkerungsgruppen soziale Kontakte. Bus, Bahn und Fahrrad bzw. deren Benützung sollen nicht mehr als dem Auto minderwertig gebrandmarkt sein. Auch zu diesem Thema ist eine seriöse zahlenmäßige Darstellung der Auswirkung nicht möglich. |
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| Field | Positive impact | Neutral impact | Negative impact |
|---|---|---|---|
| Employment | X | ||
| Value added/income | X | ||
| Know-how/competitiveness | X | ||
| Others | |||
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Eine stärkere Auslastung des Öffentlichen Verkehrs ist für die Verkehrsunternehmen eine unmittelbare Entlastung. Zudem kann durch eine erwartete verstärkte Mobilität der BürgerInnen die Kaufkraft in der Region gehalten werden (geringere Distanzen, nicht ins Shoppingcenter). In weiterer Folge ist außerdem mit einer Einsparung von Parkflächen zu rechnen. Gesamt gesehen kann zudem mit einer erhöhten Lebensqualität in den Dörfern durch weniger Schadstoff- und Lärmbelastung gerechnet werden, was sich besonders in touristischen Gegenden auch ökonomisch positiv auswirken sollte. |
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Öffentlichkeits- und Medienarbeit ist ein wesentlicher Teil des Projekts und findet auf mehreren Ebenen statt: Auf Landesebene werden Pressetermine gemeinsam mit VertreterInnen der Landesregierung, des Verkehrsverbund Tirol und der Tiroler Verkehrsunternehmen abgehalten. Auch auf Bezirksebene wird eine gezielte Medienarbeit verfolgt. Die Gemeinden werden zudem mit Textvorlagen in ihrer eigenen Medienarbeit unterstützt.Ausgangspunkt der Überlegungen war eine intensive Bewusstseinsbildung auf Gemeindeebene. Die Gemeinde mit ihrem direkten Draht zum Bürger hat hierzu den besten Zugang. Alle Maßnahmen in den Mobilitätszentralen sind bewusstseinsbildend. Seit Projektbeginn sind bis Juni 2008 insgesamt über 40 Artikel, mehrere Radio- und Internet-Berichte sowie eine Fernsehreportage erschienen.
Das Pilotprojekt „Tiroler Gemeinden mobil“ versucht mit minimalen Mitteln maximale Effekte zu erzielen. Dabei wird auf bestehende Infrastruktur und existierende Kommunikationskanäle in Gemeinden zurückgegriffen. Die einzelnen Maßnahmen sind für Gemeinden leicht und ohne große finanzielle und personelle Ressourcen umetzbar. Die Einrichtung von „Mobilitätszentralen“ ist in allen Gemeinden speziell im Alpenraum möglich.
Klimabündnis Tirol arbeitet gemeinsam mit Klimabündnis Österreich seit zehn Jahren für den Klimaschutz. Verschiedenste Projekte wurden in Zusammenarbeit vor allem mit Gemeinden und Schulen gestartet und umgesetzt. Das vorliegende Projekt basiert auf diesen Erfahrungen. Andere Klimaschutzprojekte umrahmen die Aktivitäten in den Gemeinden mobil, wie der Autofreie Tag, die „Sattelfeste“ (Fahrradfeste), die Ökostaffel (umweltfreundlich von Gemeinde zu Gemeinde durch Österreich), oder die „Grünen Meilen“ (VolksschülerInnen sammeln umweltfreundliche Schulwege). Durch die kontiniuerliche jahrelange Betreuung und Beratung der Gemeinden zum Klimaschutz konnten verschiedene nachhaltige Initiativen wie die eben genannten gestartet werden. Solche und ähnliche Projekte werden auch weiterhin verfolgt.
Further information
Verkehrsprojekte richten sich meist an Städte und beinhalten verkehrsplanerische, infrastrukturelle Änderungen. Das vorliegende Projekt setzt direkt bei der Gemeinde an. Grundüberlegung ist die Motivation von BürgerInnen zur Nutzung bestehender Infrastruktur. Dabei ist es möglich, über die Gemeinden durch ihre hohe Glaubwürdigkeit und die Informationswege direkt die BürgerInnen anzusprechen.
68.000€
Im Rahmen des Projektes sind noch viele Ideen unverwirklicht: So ist es ein Ziel, das Projekt in den Gemeinden stärker zu verankern durch weitere Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit. Auch ist eine verstärkte Schulung und Information der GemeindemitarbeiterInnen und GemeindebürgerInnen ein Bereich, der stärker ausgebaut werden könnte.
Online information on the measure
Die Homepage der teilnehmenden Gemeinde Volders, auf der die einzelnen Maßnahmen der Gemeinde unter dem Menüpunkt "Volders mobil" erklärt werden
http://www.volders.tirol.gv.at
Die Homepage der teilnehmenden Gemeinde Axams, auf der die einzelnen Maßnahmen der Gemeinde unter dem Menüpunkt "Axams mobil" erklärt werden
http://www.axams.tirol.gv.at
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Organisations of civil society
Das Klimabündnis ist eine globale Partnerschaft zum Schutz des Weltklimas zwischen mehr als 1600 europäischen Städten und Gemeinden und den Bündnispartnern im Amazonasgebiet. Ziel ist eine umfassende Reduktion der Treibhausgas-Emissionen sowie die Unterstützung der BündnispartnerInnen bei der aktiven Regenwalderhaltung. In Tirol sind 43 Gemeinden sowie das Land Tirol Mitglied.
Land Tirol Verkehrsverbund Tirol ÖBB Personenverkehr Tirol Postbus Tirol Innsbrucker Verkehrsbetriebe Die Gemeinden Aldrans, Axams, Birgitz, Flaurling, Götzens, Grinzens, Inzing, Kirchbichl, Matrei am Brenner, Mutters, Natters, Oberhofen, Polling, Prutz, Scharnitz, Schwaz, Schwendau, Seefeld, Telfs, Virgen, Volders und Wattens
Photos, illustrations, documents
Die Schwazer Stadtpolizei auf Dienstfahrrädern (Fotorecht: Stadt Schwaz)
Beratung in der Mobilitätszentrale Volders
Bewerbung des Projekts gemeinsam mit Vertretern von Land Tirol, Verkehrsverbund Tirol und Tiroler Verkekehrsunternehmen
Other documents
Der gemeindeeigene Fahrplan aus Aldrans in PlakatformatDas Deckblatt für das "Paket für Neuzugezogene" aus Scharnitz
Die Einladung zu einer Schulung für MobilitätsberaterInnen im Sommer 2007
aldrans-ibk 08S.pdf
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