PLUSENERGIEWOHNEN WEIZ "TANNO MEETS GEMINI"
by
jitkanovakova
—
last modified
2008-08-06 13:19
This climate response measure was submitted by third parties in summer 2008 as part of the competition for the cc.alps project. Responsibility for the contents rests with the persons indicated on the form.
WEIZ
at (Austria)
2002-11-01
5 Jahre
Mr DI Erwin Kaltenegger
ARCH°BUERO KALTENEGGER
Mr DI Erwin Kaltenegger
ARCH°BUERO KALTENEGGER
dike@dike.at
:
Mit der Plus-Energie-Siedlung Weiz wurde erstmals in Europa der Beweis erbracht, dass energieautarkes Wohnen ohne "Auspuff" möglich ist, d.h. sämtliche benötigte Energie - Heizen, Warmwasser, Strom - wird rein durch die Sonnenenergie direkt am bzw. im Haus erzeugt. Durch die optimierung des Energiemanagements wird sogar ein Energieüberschuss von ca. 1.200 kWh/Jahr u. Haus erwirtschaftet.
Mit der Plus-Energie-Siedlung Weiz wurde erstmals in Europa der Beweis erbracht, dass energieautarkes Wohnen ohne "Auspuff" möglich ist, d.h. sämtliche benötigte Energie - Heizen, Warmwasser, Strom - wird rein durch die Sonnenenergie direkt am bzw. im Haus erzeugt. Durch die optimierung des Energiemanagements wird sogar ein Energieüberschuss von ca. 1.200 kWh/Jahr u. Haus erwirtschaftet.
PLUS ENERGY HOUSING WEIZ "TANNO MEETS GEMINI"
Mitigation measure
- technical
- strategic
- financial
- Building industry and housing
- Energy supply
- Spatial planning
transnational
Energieautarkie
100% erneuerbare Energie
höchste Wohnqualität
Vorbildwirkung bzw. Beitrag zur Erreichung des "Kyoto-Zieles" • Entwicklung von Häuser, die als „energieautarke“ Häuser bzw. auch als „Plus-Energie-Siedlungen“ konzipiert werden. • Die Kosten dieser zukunftsweisenden Bauweise muss für „Jedermann“ leistbar sein. • Optimierung des Vorfertigungsgrades. • Optimierung der Bauteile in Hinblick auf die Bewertung nach den Treibhausgasemissionen. • Ein SOLL/IST Vergleich für Kalkulationsansätze bei Produktion und Montage sowie ein SOLL/IST Vergleich von bauphysikalischen und energietechnischen Kenngrößen. • Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität der Benutzer/Innen durch eigene energieautarke Wohnform und durch den Einsatz einheimischer ökologischer Baustoffe.
• Entwurf der Versuchsanlage. • Konzeptentwicklung für Energiemanagement. • Ermittlung der mechanischen und physikalischen Kennwerte der Tanne • Entwicklung von Wand-, Decken- und Dachelementen • Untersuchung der optimalen Dämmstoffe in Hinblick auf Baukosten und ökologische Kennzahlen • Bewertung und Optimierung der Treibhausgasemission der Gesamtanlage • Überprüfung der Wand-, Decken- und Dachelemente in statischer Hinsicht unter Berücksichtigung der Fügetechnik • Kostenoptimierung der Bauteile und des Energiemanagements inkl. Haustechnik • Umsetzung/Errichtung der Versuchsanlage • Veranstaltung von Informationskampagnen und Workshops • Begleitende messtechnische Maßnahmen
Durch die Zusammenführung von zwei unterschiedlichen Projektideen (TANNO - ökologisch und technologisch hochwertige Fertighäuser auf Niedrigenergiebasis entwickelt/GEMINI - der Prototyp eines energieautarken, zylindrischen Einfamilien-Wohnkraftwerkes, dass sich mit der Sonne um seine eigene Achse dreht.) kommt es zu einer weiteren Schaffung interregionaler Wertschöpfungsketten und Austausch von Ideen und Erfahrungen im Zuge von Netzwerkbildungen, wodurch ein neues, innovatives, umweltbezogenes und zukunftsträchtiges Produkt entstehen soll. DIE INNOVATIVEN MERKMALE DABEI SIND: • Einsatz ökologischer Baustoffe (z.B. neuartige Zellulosefaser, Tannenholz und Robinie aus der Region) • Ausschließlicher Einsatz erneuerbarer Energien • Größtmögliche Unabhängigkeit von Energieversorgungsnetzen • Geringer Bauplatzbedarf • generelle Anwendbarkeit des Projektes in allen Regionen z. Zt. sind in der Steiermark ca. 30 energieautarke Wohneinheiten fertiggestellt und weitere in Planung.
Assessment criteria for the Jury’s decision
Alle Häuser werden in Passivhausbauweise erstellt, bzw. mittels einer gebäudeintegrierten Photovoltaikanlage mit sämtlicher benötigten Energie versorgt (Anbei die Berechnung der Konstruktion in PHPP) Der durchschnittliche Energiekennwert f. Heizwarme ist 14 kWh/m2.a. Dank des entwickelten Energiesystems wird dabei mehr Energie gewonnen als verbraucht wird. ENERGEIBUCHHALTUNG PLUSENERGIEWOHNEN WEIZ, WE:S8[92,87 m2]): GESAMTENERGIEBEDARF 7800 kWh/a besteht aus • Raumheizung ca. 1400 kWh/a • Warmwasser ca. ca. 2000 kWh/a • Beleuchtung ca. 750 kWh/a • Lüftungsventilatoren ca. 700 kWh/a • Reststromverbrauch ca. 1800 kWh/a ca. • Wärmepumpe (Leistungszahl 3) ca. 1150 kWh/a. GESAMTENERGIEGEWINN 8900 kWh/a besteht aus • Wärmebereitsstellung Wärmepumpe ca. 3400 kWh/a • Stromertrag Photovoltaik-Anlage ca. 5500 kWh/a. Daraus ergebt sich ein Energieüberschuss von 1100 kWh/a. Die durchgeführte Evaluierung ergab noch höhere Überschüsse von bis zu 2000 kWh/a!
Die negativen Folgen des Klimawandels werden durch die neu-entwickelte Plusenergiebauweise markant abgeschwächt. So lange die Sonne auf die Erde scheint, wird während der Nutzungsdauer solcher Häuser keine externe Energiequelle mehr benötigt. Mit dem erzeugten Energieüberschuss, bzw. einer entsprechenden Vergrößerung der Photovoltaikanlage könnte sogar ein Elektrofahrzeug mit Energie versorgt werden. Da z. Zt. ca. 50% des Gesamtenergiebedarfs für Gebäude (Errichtung, Betrieb (insbes. Heizung - Kühlung), Erhaltung, Entsorgung)benötigt wird, kann durch den massiven Einsatz solcher Gebäude (auch als Bürogebäude usf.)die große und zunehmend kostenintensivere Abhängigkeit von externen (fossilen) Energieträgern massiv reduziert werden. Die finanziellen Mittel bleiben in der Region und fließen nicht ungebremst in fremde Länder. Eine maßiver Verbesserung des Arbeitsangebotes, sowie eine Erhöhung der Wertschöpfung im alpennahen Umfeld wär die logische Folgewirkung.
| Field | Positive impact | Neutral impact | Negative impact |
|---|---|---|---|
| Landscape | X | ||
| Alpine ecosytems/biodiversity | X | ||
| Water, soil, air | X | ||
| Others | X | ||
|
Durch energieautarke Bauweisen braucht man immer weniger "Energieautobahnen" (Starkstromleitungen, Öl- bzw. Gaspipelines), da die Energie dort erzeugt wird, wo sie auch gebraucht wird. Der massiv veringerte Ausstoss von CO2 und Treibhausgasen ermöglicht eine "Selbstheilung" unserer angeschlagenen Ökosysteme ohne rieseige Investitionen tätigen zu müssen. Wasser, Boden und Luft werden durch die schonende Bauweise nicht mehr so stark belastet. Nach und nach stellen sich auch "Umwegrentabilitäten" durch verringerte Aufwendungen z.B. im Gesundheitswesen, ökol. Landwirtschaft, Tourismus usw. ein. |
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| Field | Positive impact | Neutral impact | Negative impact |
|---|---|---|---|
| Social justice | X | ||
| Co-determination/participation | X | ||
| Regional/cultural identity | X | ||
| Others | X | ||
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Die gesamte Bevölkerung profitiert von der energieautarken Bauweise. Die energetische Grundversorgung ist in "eigener Hand" und dadurch für jedermann gesichert. Durch die energetische Unabhängigkeit kommt es zu einer wesentlich höheren Zufriedenheit und Identifizierung mit der Region und dem kulturellen Umfeld. Es entwickelt sich ein höheres Selbstwertgefühl und die Motivation noch mehr zur Erhaltung bzw. Regenerierung der Umwelt beizutragen. |
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| Field | Positive impact | Neutral impact | Negative impact |
|---|---|---|---|
| Employment | X | ||
| Value added/income | X | ||
| Know-how/competitiveness | X | ||
| Others | |||
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Durch den konsequenten Einsatz der energieautarken Bauweise entstehen viele zusätzliche qualifizierte Arbeitsplätze. Das "know-how" wird für die Weiterentwickling der Bauweise als auch für die Ausbildung von Fachkräften genutzt. Dadurch wird auch die Wettbewerbsfähigkeit wesentlich gesteigert, weil man immer "einen Schritt voraus" ist. Die Wertschöpfung bleibt in der eigenen Region. Durch die hohe Qualifikation der Beschäftigten steigt auch das Lohnniveau und somit der Wohlstand. Betriebe mit verwandten Technologien werden sich zusätzlich ansiedeln um von der Dynamik zu profitieren. |
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"Erfolgsgeschichten ziehen an" !!! Vor allem durch die positiven Rückmeldungen der Nutzer, als auch der Investoren und Hersteller entsteht eine positive Stimmung. Durch ständige objektive Evaluierungen der tatsächlichen Verbrauchs- und Ertragszahlen wird das Vertrauen in diese Bauweise zusätzlich verstärkt. Viele nationale und internationale Gruppen haben sich dieses Projekt schon angesehen um sich von der gebauten Realität zu überzeugen davon zu profitieren. Immer mehr Wohnungssuchende, aber auch Bauträger interessieren sich zunehmend für diese Art zu bauen. Auch für Schüler und Studenten ist die Siedlung ein oft besuchtes Ziel.
Die Übertragung in andere Regionen ist möglich und sinnvoll, da das Projekt nicht von spezifischen Merkmalen der Region oder des Landes abhängt und aufgrund der allgemeinen Klima- und Energiesituation universell einsetzbar ist. Die Ergebnisse und Erkenntnisse aus dem Projekt können durch Know-how Transfer auf Unternehmen mit ähnlicher wirtschaftlicher Ausrichtung in andere Mitgliedstaaten problemlos übertragen werden.
Die Bauweise selbst stellt eine gesamtheitliche Plus-Energie-Klima-Strategie mit 100% erneuerbarer Energie dar.
Further information
Der kosequente Zusammenschluß der Passivhausbauweise mit hohem Vorfertigungsgrad aus einem innovativen Holzwerkstoff (OSB 8000), bzw. einem einfachen Montagesystem, ökologische Bau- und Dämmstoffe, sowie einer 100%-igen Energieversorgung von der Sonne (Photovoltaik) und einem flexiblem Grundrisssystem - und das alles zu leistbaren Preisen überzeugt von selbst.
ca. 3.800.000.-
Weiterentwicklung der Systembauweise (Materialien, Fertigung, Kostenoptimierung). Entwicklung eines Baukastensystemes für den großvolumigen Wohnungsbau.
Online information on the measure
DI Erwin Kaltenegger ist ein Pionier der Passivhausweise, der für seine Projekte zweimal mit dem österreichischen und einmal mit dem europäischen Solarpreis ausgezeichnet wurde. Das Projekt "Tanno meets Gemini" erhielt den EU-Innovationspreis der Regionen und den Sonderpreis Holzbau der Wirtschaftsinitiative WIN. . .
http://www.sustainable.at/Testimonials/Erwin_Kaltenegger.htm
Die Aufgabenstellung der Projektträger Fa. Herbitschek GmbH (Tanno-Haus), Arch. DI Erwin Kaltenegger und Clima Super/CPH lautete, Häuser mit maximaler Energieeffizienz und minimalen Kosten zu konzipieren. . .
http://www.tanno.at/haus/projekte/tmg.htm
Tanno meets Gemini ist das erfolgreiche Ergebnis einer Kooperation der zwei Projektgruppen TANNO und GEMINI. TANNO steht für Passivhäuser aus Tannenholz der Firma Herbitschek, GEMINI hingegen wurde, im Zuge der Steirischen Landesausstellung 2001 als Prototyp eines energieautarken Hauses in Weiz vorgestellt. Für das Projekt "Tanno meets Gemini" wurden die Erkenntnisse aus diesen beiden Bereichen zu einem neuen, von Architekt Erwin Kaltenegger geplanten Konzept für ein serientaugliches Plusenergiehaus zusammengeführt. . .
http://www.cipra.org/de/alpmedia/good-practice/374
:
Private enterprises
MEG ARGE Tanno meets Gemini (Arch. DI E. Kaltenegger, Ing. W. Lackner (Clima super Cellulosedämmung), DI K. Ziegerhofer (Herbitschek GesmbH Holzbau, Baumeister)) Siedlungsgesellschaft Elin
Institut für Stahlbau, Holzbau und Flächentragwerke der TU Graz (o. Univ. Prof. DI Dr. G. Schickhofer) Institut für Hoch- u. Industriebau, Labor f. Bauphysik der TU Graz (DI H. Ferk) Joanneum Research Graz (Max Lauer) Griffner Haus AG (DI H. Gugel) Land Steiermark Fachabteilung 14c (Dr. G. Gratzer)
Photos, illustrations, documents
Das Foto eines Hauses (3WE) und der Luftblick auf die ganze Wohnanlage.
Ein Ausschnit aus dem Thermografischen Bericht (Veronika Leski, techn. Büro für Bauphysik)
Der Aufbau der One_Element_System_Konstruktion
Other documents
Projektbeschreibung der beiden Forschungshäuser (Doppelhaus) Tanno meets Gemini.Heizwärmebedarf und Energieverbrauch - Evaluierung 11/05 bis 11/06
Ein treffender Artikel von diesem Projekt.
Beschreibung TmG CIPRA.pdf
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