Bioland Salzburg - mit Bio-Produktion gegen den Klimawandel
by
hechtfisch
—
last modified
2008-08-06 13:20
This climate response measure was submitted by third parties in summer 2008 as part of the competition for the cc.alps project. Responsibility for the contents rests with the persons indicated on the form.
Land Salzburg
at (Austria)
1999-01-01
seit 1979
Mr Andreas Schwaighofer
BIO AUSTRIA Salzburg
Mr Peter Hecht
BIO AUSTRIA Salzburg
peter.hecht@bio-austria.at
:
Die Landwirtschaft trägt zwischen 17 - 32 % an den weltweiten Treibhausgasemissionen bei (Greenpeace, 2008). Der biologische Landbau spart nachweislich 60 % CO2 (Klimabündnis, 2007) im Vergleich zur konventionellen Landwirtschaft. Das Bundesland Salzburg weist mit 48 % biologisch bewirtschafteter Fläche den höchsten Bioanteil innerhalb der EU auf und leistet somit einen wesentlichen Anteil am Klimaschutz.
Die Landwirtschaft trägt zwischen 17 - 32 % an den weltweiten Treibhausgasemissionen bei (Greenpeace, 2008). Der biologische Landbau spart nachweislich 60 % CO2 (Klimabündnis, 2007) im Vergleich zur konventionellen Landwirtschaft. Das Bundesland Salzburg weist mit 48 % biologisch bewirtschafteter Fläche den höchsten Bioanteil innerhalb der EU auf und leistet somit einen wesentlichen Anteil am Klimaschutz.
organic country salzburg - with organic production against the climate change
Mitigation measure
- strategic
- technical
- educational
- Agriculture
- Nature conservation
- Education
regional, large-scale (federal province, region, département/province, Canton, etc.
Umweltschutz
Lebensmittelsicherheit
Zukunft der Landwirtschaft
Durch die Biolandwirtschaft kommt es zu einer durchschnittlichen Verringerung von 60% CO2/ha. Durch den Verzicht von chemisch/synthetischen Spritz- und Düngemittel werden Tonnen fossiler Energieträger eingespart. Die lockere Struktur biologisch bewirtschafteter Böden bindet bis zu 15 % mehr Kohlenstoff, d.s. bis zu 700 kg CO2/ha (BOKU, 2007)
Beratung zur Umstellung auf Bioproduktion, Richtlinienerstellung, Einführung der Biokontrolle, gesetzliche Verankerung der Bioproduktion, Lobbying Landwirtschafts- und Förderpolitik, Meinungsbildung durch Kommunikation in Medien, Absatzsicherung durch Vermarktungsaktivitäten
Die Zahl der Biobetriebe stieg von 20 (1979) auf 3550 (2008). Die Bioflächen stiegen von 1% auf 48 %. Im Lebensmitteleinzelhandel werden mittlerweile 6 % Bioprodukte gekauft (RollAMA, 2007). Die Kaufkraft für Biolebensmittel ist in Salzburg mit 57 € pro Person/Jahr am höchsten in Österreich. Neben 3550 Biobetrieben wurden 65 Gewerbebetriebe aller Branchen Vertragspartner von BIO AUSTRIA in Salzburg und vermarkten Bio-Produkte. Bio-Märkte wurden aufgebaut die durch regionale u. saisonale Produkte zum Klimaschutz beitragen. In öffentlichen Küchen wurden regionale, saisonale Bioprodukte eingeführt. An 25 biozertifizierten Gastronomie- und Hotelleriebetrieben (österreiweit höchste Zahl) gibt es ein Bioangebot. An allen landwirtschaftlichen Fachschulen wurde die Landwirtschaft auf Biolandwirtschaft umgestellt, in den Lehrplänen Biolandwirtschaft eingeführt.
Assessment criteria for the Jury’s decision
CO2: Die Biolandwirtschaft vermindert im Vergleich zur konventionellen Landwirtschaft im Durchschnitt um 60 % den CO2-Ausstoss. Konv. LW 1253 kg Co2/ha; Bio-LW 503 kg CO2/ha (lt. Klimabündnis 2007, siehe Anhang). In Salzburg werden 48 % Biofläche bewirtschaftet, das sind 50.153 ha (Stand 7/08). Durchschnittlich werden durch die Biolandwirtschaft in Salzburg 37.614.750 kg CO2 eingespart. Energie: Die Biolandwirtschaft vermindert im Vergleich zu konvent. LW um 65 % den Energieeinsatz pro ha. Konv. LW: 19,4 Giga-Joue/ha, Bio-LW: 6,8 Giga-Joule/ha (Bayr. Staatsministerium für Umwelt 2007, siehe Anhang); In Salzburg werden dadurch durchschnittlich 631.928 Giga-Joule an Energie gespart.
Im Biolandbau werden keine hochgezüchteten Tierrassen gehalten oder Pflanzen eingesetzt. Diese Rassen und Pflanzen können sich dem Klimawandel besser anpassen. Durch "Zucht" ist eine schonende Anpassung an den Klimawandel möglich.
| Field | Positive impact | Neutral impact | Negative impact |
|---|---|---|---|
| Landscape | X | ||
| Alpine ecosytems/biodiversity | X | ||
| Water, soil, air | X | ||
| Others | |||
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Die Biolandwirtschaft ist in der Regel kleinstrukturierter und hat durch das Kreislaufdenken mehrere Betriebszweige vereint. Dadurch beeinflußt die Biolandwirtschaft das Landschaftsbild positiv. Alpine Ökosystem werden durch Biolandwirtschaft im Berggebiet weniger belastet, Biodiversität wird im Biolandbau gefördert. Aufgrund des Verzichts von chemisch/synthetischen Spritz- und Düngemittle werden Wasser, Boden und Luft weniger belastet. |
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| Field | Positive impact | Neutral impact | Negative impact |
|---|---|---|---|
| Social justice | X | ||
| Co-determination/participation | X | ||
| Regional/cultural identity | X | ||
| Others | |||
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soziale Gerechtigkeit: Biopreise sind "fairer", da sie dem Aufwand der Produktion gerechter werden. Biolandbau ist weltumspannend, vor allem im "Süden" kommt dadurch Gerechtigkeit in Löhne, Soziales, Bildung. Bio ist gesünder und somit positiv für die Gesellschaft (konkret siehe auch Anhang). Biohöfe sind vermehrt Familienbetriebe; kulturelle und regionale Identität bleiben erhalten. |
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| Field | Positive impact | Neutral impact | Negative impact |
|---|---|---|---|
| Employment | X | ||
| Value added/income | X | ||
| Know-how/competitiveness | X | ||
| Others | |||
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Auf Biohöfen sind durchschnittlich mehr Arbeitskräfte beschäftigt, da mehr "Handarbeit" nötig ist. Die Wertschöpfung bleibt in der Region. Das Einkommen ist durchschnittlich höher (lt. Lebensministerium, 2008). Knowhow im Biobereich als die künftig einzig sinnvolle Landwirtschaft steigert die Wettbewerbsfähigkeit der Region |
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Als Verein mit schmalen Personal- und Finanzeinsatz legen wir großen Wert auf die (kostenlose) Bewußtseinsbildung in den Medien. Unsere Leistungen für die Gesellschaft, für Umwelt und Klima werden über Printmedien, Hörfunk und Fernsehen verbreitet. Die Medien sind dem Bioland in Salzburg positiv gesinnt, die Möglichkeiten daher gut, hier Informationen an die Öffentlichkeit zu tragen. Im Durchschnitt ist der Biolandbau in Salzburger Medien 2 x wöchentlich vertreten.
Grundsätzlich sind alle Methoden, Erfahrungen und Ergebnisse - immer auf die jeweilige Region abgestimmt - übertragbar
Biolandbau ist nicht nur in Salzburg Klimaschützer Nr. 1. Daher gehen wir Kooperationen mit Produzenten des "Südens" und Importeuren wie z. B. der EZA (Importorganisation für fair gehandelte Produkte) ein. Die EZA setzt vermehrt auf Bio-Produkte im Herstellerland, Bioläden in Salzburg haben fair gehandelte Bioprodukte im Angebot.
Further information
Der Biolandbau ist durch seine umweltschonende Bewirtschaftung das einzig zukunftsfähige und somit innovative Element der heimischen Landwirtschaft.
400.000,--
Das Preisgeld würde ein für speziell für die Gebirgsregionen in Salzburg abgestimmtes Bio-Projekt, das noch genauer zu definieren ist, finanzieren.
Online information on the measure
Homepage der Bundesorganisation BIO AUSTRIA mit dem Link auf die Zusammenfassung von 175 Studien zum Biolandbau
http://www.bio-austria.at/konsumenten__1/broschueren__1/broschueren/ist_bio_wirklich_besser
Biolandbau & Klimaschutz auf dem deutschen Bio-Portal
http://www.oekolandbau.de/verbraucher/wissen/klimaschutz/klimaschutz-und-ernaehrung/
Biolandbau & Klimaschutz auf der Seite des schweizer Forschungsinstituts für Biologischen Landbau
http://www.fibl.org/aktuell/pm/2007/0215-klimaschutz.php
:
Organisations of civil society
Trägerin: BIO AUSTRIA Salzburg: gemeinnütziger Verein; Salzburger Landesstelle der österreichischen Biobauernorganisation BIO AUSTRIA.
Photos, illustrations, documents
Gemischter Weidegang auf einer Bio-Alm in den Hohen Tauern der Familie Astl in Hollersbach.
Other documents
Universität für Bodenkultur Wien: Leistungen des Biolandbaus im KlimaschutzKlimabündnis Österreich: Die CO2 Bilanz des Biolandbaus
Bayrisches Staatsministerium für Umwelt: Die Energiebilanz des Biolandbaus
bio_klima_boku.pdf
(
co2_biolandbau.ppt
(