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Solar-Aktion: 1000 Sonnendächer für Vorarlberg

by eiv  —  last modified 2009-05-29 08:27

This climate response measure was submitted by third parties in summer 2008 as part of the competition for the cc.alps project. Responsibility for the contents rests with the persons indicated on the form.




Vorarlberg

at (Austria)

Yes

2003-01-17

5,5 Jahre

Mr Wilhelm Schlader
Energieinstitut Vorarlberg


Mr Wilhelm Schlader
Energieinstitut Vorarlberg
wilhelm.schlader@energieinstitut.at
:
Die Solar-Aktion war eine Kampagne zur Nachrüstung von thermischen Solaranlagen auf bestehenden Gebäuden. Sie wurde von insgesamt 55 Vorarlberger Aktionsgemeinden in regionalen Zusammenschlüssen mit Unterstützung des Energieinstituts Vorarlberg durchgeführt.

Solarcampaign: 1000 solar-roofs for Vorarlberg

Mitigation measure
  • strategic
  • educational
  • financial
  • Energy supply
  • Building industry and housing
  • Nature conservation
  • Education

regional, small-scale (association of municipalities, valley region, etc.)

- Vernetzung (unterschiedlicher Akteure)
- Sensibilisierung (der Bevölkerung, Hauseigentümer)
- (hohe Anteil an konkreter) Umsetzung

Bei Neubauten sind thermische Solaranlagen heute fast Standard. Die Durchdringungsrate in Vorarlberg beträgt rund 70%. Bei bestehenden Gebäuden ist Solarnutzung ebenso sinnvoll. Das Potential ist im Verhältnis zum Neubauvolumen sehr groß, die Durchdringungsrate aber nur rund 1 bis 2%. Es ist weitaus schwieriger, diese Zielgruppe zu erreichen. Bestehende Förderungen bieten kaum Anreize. Es fehlen oft Fachinformationen, ein konkreter Anstoß zur Nachrüstung, der direkte und vertrauensvolle Kontakt zu den Hauseigentümern.

In der Solaraktion ist es gelungen, die unterschiedlichen Akteure (55 Gemeinden, 99 Installateurbetriebe, 5 Komponentenlieferanten, 33 Energieberater)zu vernetzen und ein ausgeklügeltes Anreizpaket zusammenzustellen: Intensive Öffentlichkeitsarbeit und Bewusstseinsbildung auf kommunaler Ebene kombiniert mit einer kostenlosen Solarberatung Vorort durch unabhängige Energieberater, standardisierte Solar-Sets zu Sonderkonditionen und qualitativen Zusatzleistungen, wie z.B. ein kostenloser Service nach Inbetriebnahme der Solaranlage, rundeten das Anreizpaket ab. Neben dem direkten Impuls zur Solar-Nachrüstung konnte zusätzlich wertvolle Informations- und Beratungsarbeit zum Thema Energieeffizienz, Gebäudesanierung und Nutzung erneuerbarer Energieträger geleistet werden: • rund 3800 Besucher, bei • 23 Infoveranstaltungen in den Gemeinden und • rund 2500 kostenlose Solarberatungen vor Ort

Durch die einzelnen Solaraktion (2003 bis 2007) wurden insgesamt 1040 zusätzliche thermische Solaranlagen auf bestehenden Wohngebäuden mit einer Gesamtfläche von rund 9.400 m² installiert (kein Vorzieheffekt!). Damit wurde ein Investitionsvolumen von rund 8,5 Mio. Euro ausgelöst, eine jährliche Energieeinsparung von umgerechnet fast 500.000 Liter Heizöl und eine jährliche CO2-Einsparung von über 1.000 Tonnen erreicht. Um die gleiche Energiemenge einzusparen müssten alle jährlich in Vorarlberg errichteten Neubauten in Passivhausqualität gebaut werden. 9400 m² zusätzliche Kollektorfläche entsprechen rund 80% des normalen Volumens/a. Der allergrößte Teil der Investitionen verbleibt als lokale Wertschöpfung bei den regionalen Installateursbetrieben und den heimischen Zulieferbetrieben.

Assessment criteria for the Jury’s decision


Durch zusätzlich 1000 thermische Solaranlagen wird eine jährliche CO2-Einsparung von über 1.000 Tonnen erreicht. Bei einer durchschnittlichen Lebensdauer von 25 Jahren kann als gesamtes Einsparvolumen 25.000 Tonnen angerechnet werden. Meist ist in diesen (alten) Häusern auch die Heizanlage nicht mehr die Jüngste. Die Freude an der sauber ausgeführten Solaranlage bringt leichter Folgeaufträge für den Installateur zur frühzeitigen Erneuerung bzw. Umstellung der Heizanlage und damit zur CO2-Einsparung. Durch die rund 2500 kostenlosen Energieberatungen Vorort konnte viel konkrete Bewußtseinsarbeit geleistet werden und gezielte Tipps für Investitionen zur energetischen Verbesserung des Gebäudes vermittelt werden.

Durch die Nutzung der CO2-freien Solarenergie wird der Ausstoß von CO2 reduziert und damit der Klimawandel gebremst. Die "Umwegrentabilität" der Aktion dürfte zuätzlich weit über die direkt zurechenbare CO2-Einsparung hinausgehen: + Intensive Vortragstätigkeit zum Thema Klimaschutz und Solarnutzung + flächendeckende Vor-Ort-Energieberatungen die immer auch über das Thema Solar hinausgehen + Effizienzsteigerung des Heizsystems durch den Einbau einer Solaranlage(Pufferspeicher, weniger Teillastverhalten)
Field Positive impact Neutral impact Negative impact
Landscape X
Alpine ecosytems/biodiversity X
Water, soil, air X
Others

Field Positive impact Neutral impact Negative impact
Social justice X
Co-determination/participation X
Regional/cultural identity X
Others

Der direkte und sehr persönliche Kontakt zwischen Gemeinde, lokalem Installateur und dem Energieberater aus der Region hat sehr positives Klima der Zusammenarbeit zwischen Gemeindepolitik, Verwaltung und Wirtschaft gefördert. Durch die Auflage des Energieinstituts, dass sich Kleingemeinden nur als Region an der Aktion beteiligen können, ist mit der Solaraktion ein konkretes und sehr erfolgreiches „Übungsprojekt“ einer interkommunalen Zusammenarbeit entstanden. Durch die Errichtung der Solaranlagen wird ein kleiner Beitrag zu einer Nachhaltigen Entwicklung geleistet und sichergestellt, dass auch zukünftige Generationen auf intakte Lebensgrundlagen aufbauen können.
Field Positive impact Neutral impact Negative impact
Employment X
Value added/income X
Know-how/competitiveness X
Others

Es wurde ein Investitionsvolumen von rund 8,5 Mio. Euro ausgelöst. Der allergrößte Teil der Investitionen verbleibt als lokale Wertschöpfung bei den regionalen Installateursbetrieben, den Kollektorherstellern (alleine ¾ der eingesetzten Sonnenkollektoren kommen aus Vorarlberger Betrieben) und den heimischen Zulieferbetrieben. Meist ist in alten Häusern auch die Heizanlage nicht mehr die Jüngste. Die Freude an der sauber ausgeführten Solaranlage bringt leichter Folgeaufträge für den Installateur zur Erneuerung der Heizanlage.

Über die 55 Solaraktionsgemeinden (von insgesamt 96 Gemeinden/Städten) konnten insgesamt 80% der Vorarlberger Gesamtbevölkerung erreicht werden. Neben dem direkten Impuls zur Solar-Nachrüstung konnte zusätzlich wertvolle Informations- und Beratungsarbeit zum Thema Energieeffizienz, Gebäudesanierung und Nutzung erneuerbarer Energieträger geleistet werden: • rund 3800 Besucher, bei • 23 Infoveranstaltungen in den Gemeinden und • rund 2500 kostenlose Solarberatungen vor Ort • 65.000 Infoflyer • Bürgermeisterbriefe an die potentielle Zielgruppe in den Gemeinden/Städten • kontinuierliche ÖA in den lokalen Medien und Gemeindeblättern • 3 Pressekonferenzen zum jeweiligen Start der Solaraktion • Umfangreiche Beratungsmaterialien für Bürger und Energieberater

Anzahl, Größe und regionale Zugehörigkeit der Gemeinden/Städte war in den einzelnen Solaraktionen 2003 bis 2007 sehr unterschiedlich. Durch viele Erfahrunen in der Umsetzung konnte die Solaraktion stetig adaptiert und verbessert werden. Mit den vorhanden Unterlagen (Info-Folder, PPT-Präsentationen, Pressetexte, Mustervereinbarungen mit Intallateure, Solarberatungsprotokolle,etc.) und den gewonnenen Erfahrungen und Kenntnisse der Erfolgsfaktoren ist eine ähnliche Kampagne einfach übertragbar und vergleichsweise geringem Aufwand durchführbar.

Solar-Aktion ist eine Maßnahme zur Umsetzung des Vorarlberger Energiekonzepts, das sich gerade im Bereich Thermosolar einen massiven Ausbau der Nutzung zum Ziel gesetzt hat.

Further information


- erfolgreiche Vernetzung sehr heterogener Akteure (Gemeindepolitik, Installateure, Bürger, Energieberater, Unternehmen, Energie-Aktivisten) gelungen. - ausgewogenes Verhältnis von individuellem Beitrag zu Nutzen - Gelungener Mix an Anreizen für den Endkunden. Damit individuelle "Andockpunkte". - keine zusätzlichen monetären Fördermittel

224.000 (über 5,5 Jahre)

- Dankeschön-Veranstaltung für alle Beteiligten - Fortsetzung der Kampagne mit weiteren interessierten Gemeinden im Montafon und Bregenzerwald.

Online information on the measure


Dies ist die Startseite zur Solarakton 2007. Die Aktionen und beteiligten Gemeinden / Partner der Solaraktionen 2003 bis 2006 waren im Wesentlichen analog dargestellt.
http://www.energieinstitut.at/?sID=2203

:

Administration (local, regional, national), Other public bodies, Individuals, Organisations of civil society, Private enterprises

Energieinstitut Vorarlberg (www.energieinstitut.at) Wir sind eine gemeinnützige Organisation für Erneuerbare Energieträger und sinnvollen Energieeinsatz.

Photos, illustrations, documents


Start der Solaraktion 2006 mit der Invoveranstaltung in Wolfurt für die Hofsteig-Gemeinden Wolfurt, Lauterach, Hard, Kennelbach, Buch, Schwarzach, Bildstein. Rund 400 interessierte Bürger.


Beispiel für die ÖA: Foto für die Presse mit den beteiligten Partnern (Bürgermeister, Stadträte, Partnerinstallateure, Energieberater).


Typische Montage einer Solaranlage im zuge der Solaraktion auf ein bestehendes Gebäude.

Other documents

Beispiel für einen Infoflyer für die Bürger. Varianten für jede beteiligte Gemeinde / Stadt. Gesamthaft konnten rund 65.000 Flyer an interessierte Bürger übergeben werden.

Beispiel einer Powerpoint Präsentation auf einer Infoveranstaltung.

Beispiel einer der zahlreichen Unterlagen für die Energieberater zur Durchführung der kostenlosen Solarberatung für den interessierten Bürger.

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