Sachprogramm "Standortentwicklung für Wohnen und Arbeiten im Salzburger Zentralraum"
by
cbraumann
—
last modified
2008-08-06 12:15
This climate response measure was submitted by third parties in summer 2008 as part of the competition for the cc.alps project. Responsibility for the contents rests with the persons indicated on the form.
Salzburg und Umgebung
at (Austria)
2008-10-15
Planungszeitraum 20 Jahre
Mr Friedrich Mair
Amt der Salzburger Landesregierung, Abt. 7 - Raumplanung
Mr Christoph Braumann
Amt der Salzburger Landesregierung, Abt. 7 - Raumplanung
christoph.braumann@salzburg.gv.at
:
Überarbeitung eines bestehenden Sachprogramms für den Salzburger Zentralraum zur Abstimmung von Siedlungsentwicklung und leistungsfähigem öffentlichen Verkehr sowie zur Sicherung von Gewerbezonen. Dies unter Berücksichtigung von demographischem Wandel, Anliegen des geschlechtergerechten Planens ("Gender Mainstreaming"), Verstärkung der Gemeindekooperation und Sicherung der Nahversorgung. Die Wirkungen als Beitrag zum Klimaschutz wurden in einer begleitenden Studie eigens analysiert.
Überarbeitung eines bestehenden Sachprogramms für den Salzburger Zentralraum zur Abstimmung von Siedlungsentwicklung und leistungsfähigem öffentlichen Verkehr sowie zur Sicherung von Gewerbezonen. Dies unter Berücksichtigung von demographischem Wandel, Anliegen des geschlechtergerechten Planens ("Gender Mainstreaming"), Verstärkung der Gemeindekooperation und Sicherung der Nahversorgung. Die Wirkungen als Beitrag zum Klimaschutz wurden in einer begleitenden Studie eigens analysiert.
Sectoral Program "Location Development for Housing and Working in the Salzburg Central Region"
Mitigation measure
- strategic
- legal
- Spatial planning
- Transport and mobility
- Building industry and housing
- Umsetzung von Gender Mainstreaming in der Raumplanung
regional, large-scale (federal province, region, département/province, Canton, etc.
Polyzentrisches Strukturmodell für Wohnen und Arbeiten in einer Region der kurzen Wege
Konzentration der Siedlungsentwicklung entlang des leistungsfähigen öffentlichen Verkehrs
Förderung der Kooperation bei überörtlich bedeutsamen Gewerbezonen
Integrierte Verkehrs- und Siedlungsentwicklung für den am Rand der Alpen liegenden Zentralraum (Stadtregion)auf Grundlage eines regionalen Strukturmodells. Verlagerung des Verkehrsaufkommens auf öffentliche Verkehrsmittel als Beitrag der überörtlichen Raumplanung zur flächensparenden Siedlungsentwicklung, zur Bewältigung der Auswirkungen des demographischen Wandels und als Beitrag zum Klimaschutz. Die künftige Siedlungsentwicklung in den Gemeinden soll vorrangig in mit sozialer Infrastruktur und Nahversorgungseinrichtungen ausgestatteten, durch ÖV gut erschlossenen "Siedlungszentren" erfolgen, dies auch als Beitrag zur Sicherung einer funktionsfähigen Nahversorgung. Zugleich sollen Flächen für Gewerbezonen an den Schienenverkehrsachsen gesichert werden.
Im Zug der Entwurfausarbeitung wurde (als Projekt im Rahmen des von der EU kofinanzierten Projektes "GenderAlp") eine Best Practice Recherche und Gender Expertise zum Sachprogramm erarbeitet (Zibell). Der Entwurf zum Sachprogramm wurde im April 2007 einem öffentlichen Hörungsverfahren unterzogen. Dabei wurde auch das Ergebnis der durchgeführten Strategischen Umweltprüfung (SUP) in Form eines Umweltberichtes vorgelegt. Im Rahmen eines gemeinsamen Projektes der Abteilungen Raumplanung und Umweltschutz des Amtes der Landesregierung wurde der Entwurf des Sachprogramms darüber hinaus auf seine absehbaren Klimaschutzwirkungen hin untersucht. Vor kurzem wurden die erforderlichen Schritte zur Verbindlicherklärung als Verordnung durch Beschluß der Landesregierung eingeleitet.
Konkrete Umsetzungsergebnisse sind erst nach Verbindlicherklärung des Sachprogrammes längerfristig durch die Umsetzung in der örtlichen Raumplanung der Gemeinden zu erwarten. In erster Linie sollen die Ergebnisse im Bereich der engeren Zuordnung der künftigen Baulandwidmung und der Siedlungsentwicklung zum öffentlichen Verkehr liegen, was zugleich einen Beitrag der Raumplanung zur Verringerung der Emissionsbelastung durch den Verkehr und damit auch zur verringerten Freisetzung klimawirksamer Gase bedeutet.
Assessment criteria for the Jury’s decision
Die Studie (Verkehrsplanung Trafico/Käfer und Wegener Zentrum Universität Graz/Steininger, Mai 2008) zur potentiellen Klimawirksamkeit erbrachte auf der Grundlage eines regionalen Verkehrsmodells, dass die Verkehrsleistung im motorisierten Individualverkehr von 2005 bis 2025 bei Trendfortsetzung (= ohne Sachprogramm) insgesamt um rund 33% zunehmen würde. Bei Umsetzung der Vorgaben des Sachprogramms könnte dagegen durch die geänderte Siedlungsentwicklung die Zunahme des MIV auf rund 19% gedämpft werden. Die Verkehrsleistung im ÖV (Bahn und Bus) würde bis 2025 im Trendszenario um 9%, im Szenario Sachprogramm um 12% zunehmen. Der Anstieg der treibhauswirksamen Emissionen (CO2 - Äquivalente) - bei Trendfortschreibung bis 2025 im Salzburger Zentralraum laut Studie um +13,6% (bereits unter Berücksichtigung künftiger technischer Verbesserungen bei den Fahrzeugen) - könnte durch die die Umsetzung des Sachprogramms auf +3% begrenzt werden.
Negative Folgen des Klimawandels können durch die Umsetzung des Sachprogrammes über Verringerung von Treibhausgas - Emissionen aus dem Verkehr gedämpft werden (Quantifizierung siehe oben). Zudem kann durch die vom Sachprogramm ebenfalls verfolgte Begrenzung des Flächenverbrauches für die Siedlungsentwicklung der (klimatisch positive) Freiraumumfang im Zentralraum größer erhalten werden.
| Field | Positive impact | Neutral impact | Negative impact |
|---|---|---|---|
| Landscape | X | ||
| Alpine ecosytems/biodiversity | X | ||
| Water, soil, air | X | ||
| Others | |||
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Durch Konzentration der Siedlungsentwicklung an geeigneten Standorten und Vorgaben für die Siedlungsdichte soll zugleich die freie Landschaft erhalten werden, dies hat auch positive Auswirkungen auf Biodiversität und Ökosysteme sowie den Bodenverbrauch. Durch Verringerung der Zunahme beim IV kann der Emissionszuwachs von klimawirksamen Gasen und Luftschadstoffen gebremst werden. |
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| Field | Positive impact | Neutral impact | Negative impact |
|---|---|---|---|
| Social justice | X | ||
| Co-determination/participation | X | ||
| Regional/cultural identity | X | ||
| Others | |||
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Durch Unterstützung des bedürfnisgerechten Planens (Gender Mainstreaming) kan auch ein Beitrag zur sozialen Gerechtigkeit geleistet werden. Durch Forcierung der Kooperation von Gemeinden innerhalb der Region und auch der grenzüberschreitenden Kooperation wird die regionale Identität im Salzburger Zentralraum unterstützt. |
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| Field | Positive impact | Neutral impact | Negative impact |
|---|---|---|---|
| Employment | X | ||
| Value added/income | X | ||
| Know-how/competitiveness | X | ||
| Others | |||
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Die Umsetzung des Leibildes einer "Region der kurzen Wege" kann ebenso wie die konkrete Zielvorgabe für eine räumlichen Entwicklung des Zentralraumes, die vielfältige Erwerbsformen entsprechend den Bedürfnissen der BenutzerInnen bieten soll, zur Beschäftigung und zur Verbesserung des Einkommens der Bewohner beitragen. Ebenso soll die Sicherung von Flächen für überörtliche Gewerbezonen verbesserte Voraussetzungen zur Betriebsansiedlung und Arbeitsplatzschaffung und damit zu Wertschöpfung und Wettbewerbsfähigkeit des Salzburger Zentralraumes beitragen. |
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Im Jänner 2004 wurde ein erstes öffentliches Hörungsverfahren zur Einholung von Planungsvorschlägen abgehalten. Die Erarbeitung des Entwurfes wurde von einer breit zusammengesetzten Arbeitsgruppe aus Planungsbeteiligten getragen. Im April 2007 wurde der Entwurf für das Sachprogramm zusammen mit dem Umweltbericht einem zweiten öffentlichen Hörungsverfahren (allgemeinde Zugänglichkeit auch im Internet) unterzogen und auch bei mehreren Veranstaltungen (z.B. Regionalverbände, Fachveranstaltungen) öffentlich präsentiert. Nach Beschluß durch die Regierung ist eine Publikation und Zugänglichkeit des Sachprogrammes im Internet vorgesehen.
Die grundsätzlichen Strukturvorgaben für den Zentralraum in raumordnungpolitischer Hinsicht könnten auch auf andere Stadtregionen mit vergleichbarer Struktur übertragen werden. Ebenso könnte das zugrundegelegte Analysemodell der Studie für die Ermittlung der Verkehrsauswirkungen und der Klimawirkungen bei anderen ähnlichen Fragestellungen zur Anwendung kommen.
Seitens der Abteilung 7 - Raumplanung des Amtes der Salzburger Landesregierung sollen Gesichtspunkte des Klimaschutzes sowohl bei überörtlichen Planungen als auch in der aufsichtsbehördlichen Tätigkeit künftig generell einfließen. So ist auch im derzeit in Begutachtung befindlichen neuen Salzburger ROG neben anderen klimarelevanten Maßnahmen beispielsweise die konkrete Bindung der Baulandwidmung an eine ÖV - Erschließung vorgesehen.
Further information
Die innovativen Elemente des Sachprogrammes liegen in der systematischen Verknüpfung von Planunginstrumenten der überörtlichen und örtlichen Raumplanung zur langfristigen Verbesserung der raumstrukturellen Entwicklung und zur nachhaltigen Sicherung umwelt-, sozial-und wirtschaftsrelevanter Qualitätsparameter im Salzburger Zentralraum.
ca. 30.000.- (ohne Budget GenderAlp)
Für Forschungs- und Planungsarbeiten zum Thema "Raumordnung und Klimaschutz"
Online information on the measure
Der Link verweist auf die Unterlagen zum Entwurf des Sachprogrammes, die im Zug des Planungsverfahrens per Internet zugänglich gemacht wurden.
http://www.salzburg.gv.at/themen/bw/raumplanung/rp1_landesplanung/rp2_sachprogramm_sebs/rp2_ueberarbeitung_sachprogramm.htm#rp2_sachprogramm_sebs_ueberarbeitung-textslot_1-Anchor
:
Administration (local, regional, national)
Planungsträger des Sachprogrammes ist die Landesregierung (Abteilung 7 - Raumplanung) Adressaten nach Verbindlicherklärung sind das Land selbst, die Regionalverbände (Träger der Regionalplanung) und die Gemeinden (Träger der örtlichen Raumplanung)
D.I. Christine Itzlinger, Abteilung 7( Projektkoordination, Bearbeitung Umweltbericht). AG mit VertreterInnen von Ref. Verkehrsplanung, Abt. Wirtschaft, Abt. Raumplanung, Büro f. Frauenfragen, Magistrat Salzburg-Stadtplanung, Wirtschaftskammer, Arbeiterkammer, Regionalverbände Salzburg Stadt u. Umgebungsgemeinden,Flachgauer Seengebiet, LandInvest, EURegio Salzburg-Traunstein-Berchtesgadenerland
Photos, illustrations, documents
Blick über den Salzburger Ballungsraum
Other documents
Text des Sachprogrammes (Endgültige Formulierung der Verordnung und Erläuterungen)Studie "Raumordnung und Klimaschutz - Verkehrsentwicklung und haushälterische Standortentwicklung im Salzburger Zentralraum" (Vorl. Endbericht Mai 2008, Käfer - Steininger)
SP_Komplett.pdf
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