IG bus alpin
by
busalpin
—
last modified
2010-12-21 12:29
This climate response measure was submitted by third parties in summer 2008 as part of the competition for the cc.alps project. Responsibility for the contents rests with the persons indicated on the form.
8 Regionen
ch (Switzerland)
Yes
2008-01-01
2 Jahre danach langfristiger Betrieb
Mr Thomas Egger
Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete SAB
Mr Samuel Bernhard
solèr + bernhard
busalpin@busalpin.ch
:
Stand 21.12.10: Mit dem Pilotprojekt Alpentäler-Bus/ Bus Alpin wurden in den Jahren 2005-07 in 4 Schweizer Bergregionen mit schlechtem oder gar keinem öffentlichen Verkehrsangebot Busbetriebe aufgebaut und während zweier Versuchsjahre getestet. 23'000 Personen wurden transportiert, 100 Tonnen CO2 eingespart und 2 Millionen Franken zusätzliche Wertschöpfung geschaffen. Mit dem Aufbau der IG bus alpin werden die Busbetriebe nun langfristig gesichert und das Konzept auf weitere Regionen übertragen.
Stand 21.12.10: Mit dem Pilotprojekt Alpentäler-Bus/ Bus Alpin wurden in den Jahren 2005-07 in 4 Schweizer Bergregionen mit schlechtem oder gar keinem öffentlichen Verkehrsangebot Busbetriebe aufgebaut und während zweier Versuchsjahre getestet. 23'000 Personen wurden transportiert, 100 Tonnen CO2 eingespart und 2 Millionen Franken zusätzliche Wertschöpfung geschaffen. Mit dem Aufbau der IG bus alpin werden die Busbetriebe nun langfristig gesichert und das Konzept auf weitere Regionen übertragen.
Mitigation measure
- strategic
- technical
- Transport and mobility
- Tourism
national
Nachhaltigkeit
Freizeitverkehr
Wertschöpfung
• Die in den vier Pilotregionen aufgebauten und optimierten öV-Systeme langfristig erhalten. • Eine Anlaufstelle und Informationsplattform für interessierte Kreise schaffen. • Fachkreise und interessierte Öffentlichkeit über die Möglichkeiten bei der Angebotsgestaltung des öffentlichen Verkehrs zu touristischen Ausflugszielen informieren. • Weitere Regionen für Ausbau des öffentlichen Verkehrsangebots zu touristischen Ausflugszielen als neue Mitglieder der „IG Bus Alpin“ gewinnen. • Neue Mitglieder der „IG Bus Alpin“ beim öV-Ausbau unterstützten und Beratung vermitteln. • Synergien bei der gemeinsamen Vermarktung der Angebote der einzelnen Mitglieder der „IG bus alpin“ schaffen.
- Bildung von Arbeits- und Begleitgruppen aus den Bereichen Politik, Verkehr und Tourismus in den Regionen - Entwicklung von öV-Angebotskonzepten, Aufbau von öV-Systemen und Aufnahme der Busbetriebe durch regionale Trägerschaften - Laufende Sicherstellung der Finanzierung für die Busbetriebe - Vermarktung der öV-Angebote und Medienarbeit - Betreiben des Internetportals www.busalpin.ch - Organisation des Erfahrungstausches unter den bus alpin-Regionen
In sieben Regionen wurden neue öV-Linien geschaffen. Die Angebote werden von 27'000 Personen jährlich genutzt (2009). Mit Fragebögen konnten folgende Wirkungen abgeschätzt werden: - 30% der Fahrgäste wären ohne das öV-Angebot mit dem Auto in diese oder eine andere Region gereist, - mit den eingesparten Autofahren bleibt nach Abzug der Zusatzbelastungen durch die neu geschaffen öV-Angebote ein Plus von 100 Tonnen CO2, welche für den Klimaschutz eingespart werden konnten, - die vier Pilotregionen haben insgesamt eine zusätzliche Wertschöpfung von zwei Millionen Schweizer Franken erzielt, - das Projekt hat nationale Aufmerksamkeit erlangt: im Oktober 2007 wurden der Publikumspreis sowie der Anerkennungspreis einer Fachjury beim Innovationspreis öffentlicher Verkehr 2007 gewonnen - Preisausschreiben der Verkehrsverbände VCS, SEV und VöV, - eine Region wurde durch "Schweiz pur" prämiert - Die IG bus alpin ist eines der cc.alps-Gewinnerprojekte (2008)
Assessment criteria for the Jury’s decision
30% der Fahrgäste sind UmsteigerInnen vom Auto auf den öffentlichen Verkehr. Damit konnten Autofahrten eingespart werden. Nach Abzug der negativen Effekte durch die neuen Busangebote bleibt ein Plus von 100 Tonnen CO2, welches während der beiden Versuchsjahre 2006 und 2007 erzielt werden konnte.
| Field | Positive impact | Neutral impact | Negative impact |
|---|---|---|---|
| Landscape | X | ||
| Alpine ecosytems/biodiversity | X | ||
| Water, soil, air | X | ||
| Others | |||
|
Die Schadstoffemissionen und Lärmemissionen wurden gesenkt: die Störungen und Beeinträchtigungen der Landschaft, der alpinen Ökosysteme sowie von Wasser, Boden und Luft in den Pilotregionen durch den motorisierten Individualverkehr sind erheblich. Es konnte ein Beitrag an die Reduktion der schädlichen Klimaveränderungen (Gletscherschwund - Trinkwasserreservoir, Murgänge, Überschwemmungen etc.) geleistet werden. |
|||
| Field | Positive impact | Neutral impact | Negative impact |
|---|---|---|---|
| Social justice | X | ||
| Co-determination/participation | X | ||
| Regional/cultural identity | X | ||
| Others | |||
|
Die öV-Angebote nützen nicht nur den TouristInnen, sondern auch den Einheimischen. Dadurch werden Personen, welche nicht über ein Auto verfügen (Schüler, ältere und ärmere Personen) mobiler und können ihre Mobilitätsbedürfnisse besser befriedigen. Alle relevanten Kreise in den Regionen werden bei der Angebotsentwicklung eingebunden. Dadurch wird erreicht, dass die aufgebauten Busbetriebe breite Akzeptanz in den Regionen geniessen. Die Auswirkungen auf die regionale/kulturelle Identität können nur sehr schwierig abgeschätzt werden. Einerseits sorgt der bus alpin für eine dauernde Medienpräsenz und damit eine Hebung des Selbstbewusstseins, andererseits können die zusätzlichen Gäste auch zu Beeinträchtigungen führen (Verschiebung Relation Einheimische/Gäste). |
|||
| Field | Positive impact | Neutral impact | Negative impact |
|---|---|---|---|
| Employment | X | ||
| Value added/income | X | ||
| Know-how/competitiveness | X | ||
| Others | |||
|
Eine direkte Beschäftigungswirkung ergibt sich durch die zusätzlichen öV-Kurse, welche von privaten Betreibern oder PostAuto gefahren werden können: Der Umsatz für den Betrieb 2006 und 2007 belief sich auf rund CHF 300'000.- Wichtiger ist das indirekt ausgelöste Einkommen in den Regionen. Die zusätzlichen Gäste haben für insgesamt CHF 2'000'000.- in den Regionen Ausgaben getätigt. Die Trägerschaften in den Regionen haben sich bei der Verknüpfung von touristischen Angebotselementen mit Angeboten des öffentlichen Verkehrs Know-how erarbeitet. Aufgrund der wirtschaftlich eindeutig positiven Effekte ist auch eine Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit zu erwarten. |
|||
Nationale und regionale Medienarbeit wird zur Lancierung der saisonalen öV-Angebote laufend betrieben. Ferner werden die nationalen Fachmedien orientiert und die öV-Angebote über die Trägerorganisationen laufend beworben. Resultat ist eine gute Präsenz in Presse, Radio und Fernsehen. Die öV-Angebote wurden zudem in die offiziellen Fahrpläne eingebunden. Wichtig ist auch das Internet: die Website www.busalpin.ch wird von über 10'000 unterschiedlichen BesucherInnen jährlich angeklickt. Die öV-Angebote der bus alpin-Regionen sind auf unzähligen Websites verlinkt.
Mit dem Pilotprojekt konnte das Projektteam Erfahrungen sammeln, welche Regionen sich für die Umsetzung des Konzeptes eignen und welche Voraussetzungen diese mitbringen müssen. Sind die Voraussetzungen gegeben (personelle Ressourcen und Commitment, Struktur, Organisation etc.), können auch an anderen Orten die gleichen Erfolge erzielt werden. Das Potenzial für den erfolgreichen öV-Angebotsaufbau wird auf 20 bis 30 Schweizer Bergregionen geschätzt.
Die Wirkungsweise der IG bus alpin ist im Einklang mit der Bundesstrategie zur Eindämmung der negativen Auswirkungen des Freizeitverkehrs.
Further information
Es werden bedarfsgerechte öV-Angebote mittels alternativer Finanzierungsmodelle geschaffen, welche ohne finanzielle Unterstützung der öffentlichen Hand auskommen müssen. Mit der IG bus alpin werden die Erschliessung der „letzten Meile“ im Schweizer öV systematisiert und die Aktivitäten in einem Bereich gebündelt, in dem es bisher viele - unkoordinierte - lokale Initiativen gab.
350'000
Das Preisgeld aus dem Gewinn des cc.alps-Wettbewerb wurde hauptsächlich für die regionalen Busbetriebe verwendet.
Online information on the measure
Im ersten Hauptbereich der Website ist die Wirkungsweise der IG bus alpin dargestellt. Ferner sind die Bedingungen für Neumitglieder (Regionen) und Sponsoren aufgelistet. Dazu gibt es einen Menupunkt für die Medien. Im zweiten Hauptbereich finden sich die touristischen Informationen zu den sieben bus alpin-Regionen inklusive aller aktuellen Fahrpläne der Busse.
http://www.busalpin.ch
:
Organisations of civil society
Träger der IG bus alpin sind die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete SAB, der Verkehrs-Club der Schweiz VCS, der Schweizer Alpen-Club SAC sowie die PostAuto Schweiz AG
VCS: S. Füglister; SAC: T. Gurtner; PostAuto Schweiz AG: R. Thallinger; Pro Vallumnezia: S. Capeder; Landschaftspark Binntal: A. Zenzünen; Tourismus Törbel: S. Petrig; Förderverein Region Gantrisch: R. Flückiger; Gemeinde Sur: A. Cotti, Parc Régional Chasseral: F. Vogelsperger, Autolinee Bleniese: S. Malingamba; Verein RegionThal: S. Müller (nur nationale und regionale Hauptträger)
Photos, illustrations, documents
In der Region Gantrisch wurde mit dem Schneebus ein Angebot für WintersportlerInnen aufgebaut. Im Sommer erschliesst der Wanderbus wichtige Ausflugsziele.
Die mystische Greina-Hochebene wird mit dem bus alpin von zwei Bündner Tälern sowie vom Tessin her erschlossen.
Im Binntal wurde der PostAuto-Kurs mit dem bus alpin verlängert und eine neue öV-Linie zusätzlich geschaffen.
Other documents
Die Kurzfassung des Schlussberichtes enthält die Resultate und Schlussfolgerungen zum Pilotprojekt der Jahre 2005 bis 2007.Die Kurzbeschreibung des Aufbaus der IG bus alpin bis 2009.
Kurzbericht_bus_alpin.pdf
(