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St. Martin Chalets

by atbbecker  —  last modified 2008-08-06 12:15

This climate response measure was submitted by third parties in summer 2008 as part of the competition for the cc.alps project. Responsibility for the contents rests with the persons indicated on the form.




St. Michael im Lungau - Salzburg

at (Austria)

2007-07-30

24 Monate und danach

Mr Herbert Bliem
IVM GmbH - St. Martin Chalets


Mr Gernot Becker
ATB-Becker
gernot.becker@atb-becker.com
:
St. Martin Chalets ist ein Projekt, das Tourismus als respektvolles und ökologisches Vorzeigeprojekt mit Innovation, Nutzen und Wirtschaftlichkeit miteinander verbindet. Die zehn Häuser, der SPA-Bereich und die Mobilität des ökologischen Feriendorfes werden ausschließlich mit Energie aus Erneuerbaren Energien bzw. aus Energie von Nachwachsenden Rohstoffen versorgt. Kernpunkt ist zu zeigen, dass Ökologie und Erneuerbare Energien einen Gewinn und nicht Verzicht von Lebensqualität bedeuten.

St. Martin Chalets

Mitigation measure
  • technical
  • strategic
  • Umwelt
  • Tourism
  • Energy supply
  • Building industry and housing
  • Transport and mobility

local

Respektvoller Tourismus
Beitrag zu Erneuerbaren Energien
Beitrag zur Energieeffizienz

Die Verwaltung von St. Martin Chalets hat ein Programm für einen respektvollen Tourismus entwickelt, der unter dem Motto „Urlaub zum Wohlfühlen“ und „Ein Leben mit der Energie der Natur“ stehen. • Den Gästen werden erlebnisreiche Wanderungen in der Region „Sonnenaufgang schauen mit Frühstück in den Bergen“ ermöglicht, die durch Erklärungen die Natur näher bringen. • Dem Besucher werden in die Möglichkeiten der naturnahen Energie gezeigt. Das umweltorientierte Tourismuskonzept wird Multiplikator für neue und renovierte "eco-lodges" und „ökologische Hotels“. • St. Martin Chalets wird durch Praxiskurse für Erneuerbare Energien, ökologischen Tourismus und Holzbau von Gruppen der Fachhochschulen genutzt. • Tourismusmanager und Verantwortliche aus fernen Tourismusregionen werden für den Einsatz von ökologischen Konzepten sensibilisiert und geschult. • St. Martin Chalets wird für die Kurse in den Bereichen Photovoltaik, Solaranlagen, BHKW’s und ökologische Mobilität genutzt.

• Der Hausbesitzer kann vier Wochen pro Jahr in seinem Haus Urlaub machen. Für das restliche Jahr räumt er der Dorfverwaltung das Recht zur touristischen Nutzung ein. • Die Häuser werden im lokalen Stil der Region Lungau errichtet. • Alle Häuser sind Niedrigenergiehäuser, das innovative Gesamtenergiekonzept ist auf 100% ökologische Energie für die St. Martin Chalets, den SPA-Bereich und die Mobilität der Gäste aufgebaut. • 10 kWp-Photovoltaik bringen Doppelnutzen als Parkplatzüberdachung und als Energiequelle aus der Sonne. • 76 m² thermischen Solar-Kollektoren bringen Doppelnutzen als Überdachung und als Fassadenverschattung und für das Warmwasser in der warmen Jahreszeit. • Ein Pflanzenöl-Blockheizkraftwerk (BHKW) liefert elektrische Energie und den Bedarf an Heizenergie und Warmwasser für die kalte Jahreszeit und ist 100% wärmegeführt. • Die eigene elektrische Energie wird in St. Martin Chalets verbraucht. Ein Mehrbedarf wird durch 100% Ökostrom der oekostrom AG gedeckt

• Der Primärenergieverbrauch wird durch die Niedrigenergiebauweise von 120 kWh/m².Jahr auf 70 kWh/m².Jahr gesenkt, damit wird das EU-Ziel für 20% Energieeinsparung und 20% weniger CO2 erreicht. • Der Einsatz von 10 kWp-PV, 76 m² Solarkollektoren und das 20 kWel Pflanzenöl-BHKW übertrifft das EU-Ziel von 20% Energie aus Erneuerbaren Energien deutlich. • Ein intelligentes Energiemanagement steuert die Energieverteilung und erlaubt ein 20 kWel BHKW, damit eine bessere Wirtschaftlichkeit und verbesserte Energieeinsparung. • St. Martin Chalets wird den Gästetransfer zum Bahnhof und Flughafen Salzburg mit einem Bus machen, der mit reinem, kalt gepressten Pflanzenöl betrieben wird. • Zwei elektrobetriebene Fahrzeuge stehen den Gästen für Ausflüge in der Region zur Verfügung. • Mit diesen beiden Maßnahmen wird die Substitution von fossilen Energieträgern zusätzlich gestärkt.

Assessment criteria for the Jury’s decision


St. Martin Chalets trägt mit seinem Gesamtenergie- und Mobilitätskonzept zur Substitution von 18.223 Liter/Jahr fossile Energieträger und zur Reduktion von 75,88 t/a CO2 bei. • 10 kWp-Photovoltaik bringen 6,57 t/a CO2-Reduktion. • 76 m² Solarkollektoren bringen 8,3 t/a CO2-Reduktion. • Das Pflanzenöl-BHKW bringt 33,5 t/a CO2-Reduktion. • Der Transfer-Bus mit Pflanzenöl und die Elektroautos bringen 8,1 t/a CO2-Reduktion. • Die gut isolierten Gebäude bringen 19,3 t/a CO2-Reduktion. • Das intelligente Energiemangement vermindert die Verluste im Fernwärmenetz dadurch, dass nur Fall der Aufladung der Pufferspeicher in den Häusern das Fernwärmenetz frei gegeben wird.

• Mittels CO2-Reduzierung durch PV, Solar, BHKW, Elektroautos, Pflanzenöl-Autos, hohe Effizienz des Energiemanagements und die Niedrigenergiehauser. • Durch die Verbreitung der Ideen für ökologischen Tourismus im In- und Ausland in Kursen und Workshops mit FH’s und in der Fachkräfteausbildung. • Durch positive Auswirkung auf Behaglichkeit, lokale Wertschöpfung und Arbeitsplätze.
Field Positive impact Neutral impact Negative impact
Landscape X
Alpine ecosytems/biodiversity X
Water, soil, air X
Others

• Negative Auswirkungen entstehen nur durch den Grundverbrauch im alpinen Raum. • Als Ausgleich werden alle freien Flächen inklusive der Flachdächer des SPA-Bereiches naturnahe gestaltet und mit Bauernblumengärten versehen. • Die Gäste lernen die Möglichkeiten der naturnahen Gartengestaltung kennen. • Positiv ist das Gesamtprojekt als Vorzeigeprojekt für ökologischen und respektvollen Tourismus. •Positiv wirkt sich die CO2-Reduzierung von 75,88 t/Jahr aus. Es werden im gesamten Areal nur biologische Dünger eingesetzt, die die Biodiversität wieder verbessern.
Field Positive impact Neutral impact Negative impact
Social justice X
Co-determination/participation X
Regional/cultural identity X
Others

• Die soziale Gerechtigkeit ist durch die touristische Nutzung gegeben, da die Eigentümer per Vertrag der Vermietung zustimmen müssen. • Das Konzept wird auch von den regionalen Verbänden als Vorzeigeprojekt für eine Verbesserung der Qualität im Tourismus vorgestellt. • Durch den lokalen Baustil, die Bauerngärten und das touristische Begleitprogramm zum Kennlernen der Region (Erlebniswanderungen) ist die kulturelle Identität ein Kernpunkt des Projektes. • In der Anlage werden Führungen stattfinden, die auch Gästen von außerhalb das Gesamtkonzept des ökologischen Feriendorfes inklusive der technischen Einrichtungen näher bringen.
Field Positive impact Neutral impact Negative impact
Employment X
Value added/income X
Know-how/competitiveness X
Others

• Durch das Feriendorf werden 10 neue Arbeitsplätze geschaffen. • Kosten für die substituierten fossilen Energieträger bleiben in der Region und verbessern die lokale Wertschöpfung. • Die Wettbewerbschance wurde durch das ökologische Konzept wesentlich verbessert. Der Verkauf der ersten Häuser wurde erst nach Unterzeichnung der Vereinbarung für das ökologische Konzept fixiert.

• Der Vertragsabschluß wurde durch Pressemitteilungen begleitet, die für das Planerteam bereits Folgeprojekte im Bereich „Ökologisches Hotel“ und „eco-lodges“ gebracht haben. So hat die Tiroler Landesregierung Fördergelder für die weiteren Entwicklungsschritte hin zu Gesamtenergie- und Infrastrukturkonzepte zur Verfügung gestellt. Das Projekt wird 2009 abgeschlossen. • Ein Poster, das in mehreren Veranstalung in Wien, Salzburg und Tirol gezeigt wurde, hat viel Zustimmung gefunden (siehe Anhang).

• Das ökologische Gesamtenergiekonzept kann in angepasster Weise und unter Einbindung der jeweilig verfügbaren lokalen Ressourcen in allen touristischen Regionen der Welt erfolgreich realisiert werden. • Besonders eignet sich der Einsatz des ökologischen Gesamtenergie- und Infrastrukturkonzeptes auf Basis lokaler Ressourcen für Gebiete ohne Infrastruktur in fernen Ländern. • In diesem Regionen tragen Gesamtenergiekonzepte zur ländlichen Elektrifizierung, zur ländlichen Entwicklung und zur Armutsbekämpfung bei.

• Die holistische Betrachtung des Projektes ist die Voraussetzung für Gesamtenergiekonzepte. • Die ganzheitliche Betrachtung bewirkt die Schaffung von lokal begrenzten ökologischen Kreislaufsystemen. • ATB-Becker hat am 30.06.08 als weitere strategische Maßnahme die Entwicklung des Folgeprojektes „Ökologisches Hotel“ und „eco-lodges“ begonnen, deren Ziel es ist, den ökologischen Tourismus um die Bereiche Nutzung von biogenen Abfällen für Energie zu erweitern. • Gleichzeitig wird dadurch der große touristische Abfallanfall reduziert und die Reststoffe als stabilisierte biologische Dünger den lokalen Landwirten zur Bodenverbesserung zur Verfügung gestellt. • Die Biodiversität der Bodenlebewesen und das Rückhaltevermögen von Wasser im Boden wird entscheidend verbessert.

Further information


100% Deckung aus Ökostrom, Doppelnutzen von Photovoltaik und Solarkollektoren als Überdachung und Energiespender, das Pflanzenöl-BHKW, das ganzheitliche Gesamtenergiekonzept mit hoher Effizienz, der respektvolle ökologische Tourismus, die Mobilität mit Pflanzenöl- und Elektroautos, die Niedrigenergiehäuser im lokalen Stil mit Schafwolldämmung, die Aus- und Weiterbildung, die lokale Wertschöpfung.

3.400.000 €

• Das Preisgeld möchten wir für die gemeinsame Verbreitung der Ideen von „St. Martin Chalets“, des „ökologischen und respektvollen Tourismus“ und den Nutzen von Gesamtenergiekonzepten auf Basis Erneuerbarer Energien einsetzen. • Ein Workshop für die Studenten des „Institute of Tourism and Hotel Management“, Kleßheim soll Studenten aus aller Welt zum Multiplikator für ökologische Projekte machen.

Online information on the measure


Der Link zu ATB-Becker zeigt die breitgefächerte Verbindung von Erneuerbaren Energien und Nachwachsenden Rohstoffen zu ganzheitlichen Ver- und Entsorgungskonzepten, die in Zukunft besonders der ländlichen Elektrifizierung und ländlichen Entwicklung und damit der Armutsbekämpfung in fernen Ländern der Entwicklungszusammenarbeit (Madagaskar, Botsuana) dienen sollen.
http://www.atb-becker.com

:

Private enterprises

Jodi Venner und Herbert Bliem, die Geschäftsführer der IVM - St.Martin Chalets haben sich zum Ziel gesetzt ein einzigartiges innovatives und ökologisches Tourismusprojekt mit der Identiät des Lungau's zu realisieren. Die beiden Geschäftsführer wurden durch die Wirtschaftskammer Salzburg, die Planergruppe um das ATB-Becker und den Contracting-Partner für die Energie oekostrom AG unterstützt.

ATB-Becker, A-6067 Absam, Dörferstraße 16: Gesamtenergiekonzept - Planung und Lieferung oekostrom AG,A-1060 Wien, Mariahilferstraße 120, Mag. Martin Lackner: Contracting und Ökostrompartnerschaft, Betreiber des Pflanzenöl-BHKW und 1:1 Vergütung für Ausgleichsenergie aus 100% zertifiziertem Ökostrom

Photos, illustrations, documents


Das Poster (Bild 1) zeigt die positive Zusammenarbeit der Planergruppe mit den Bauherrn. Das Poster wurde bei mehreren Veranstalung in Wien, Salzburg und Tirol gezeigt und hat viel Zustimmung gefunden


Der Übersichtsplan zeigt die Gesamtanlage, den SPA-Bereich und die Erholungsflächen.


Das Bild zeigt die Holzhäuser 7 - 10 mit Schafwolldämmung im Lungauer Baustil.

Other documents

Das Bild zeigt die Häuser 1 - 4 mit Ihrer Gartenseite zum See.




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