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CO2-neutrales und autofreies Almenland

by almenland  —  last modified 2009-05-29 09:27

This climate response measure was submitted by third parties in summer 2008 as part of the competition for the cc.alps project. Responsibility for the contents rests with the persons indicated on the form.




Almenland

at (Austria)

Yes

2008-01-01

3 Jahre

Mr Ernst Hofer
Regionale Gemeinschaftsinitiative Almenland


Mr Jakob Wild
Regionale Gemeinschaftsinitiative Almenland
region@almenland.at
:
Der Naturpark Almenland, 40 km nördlich von Graz in der Steiermark, hat sich verbindliche Kriterien auferlegt, dass die Region bis zum Jahr 2020 CO2-neutral ist. Handlungefelder sind Heizen, Ökostrom, Mobilität, Kauf- und Urlaubsverhalten der 12.500 Menschen im Almenland. Das Kerngebiet der 12 Gemeinden ist die Teichalm und Sommeralm, dies soll autofrei bis zum Jahr 2010 sein. Dazu werden bereits sanfte Mobilitätsmaßnahmen wie Einführung E-Mobile etc. umgesetzt -> Innovation pur.

CO2-neutral and carfree alpine pasture

Mitigation measure
  • strategic
  • technical
  • Regionalentwicklung
  • Transport and mobility
  • Energy supply
  • Nature conservation
  • Tourism

regional, small-scale (association of municipalities, valley region, etc.)

Autofreie Alm,
CO2-neutral Almregion,
sanfte Mobilität.

· Die gesamte Region soll CO2-neutrale bis 2020 werden. · Im Teichalm-Sommeralm Gebiet soll eine Parkraumbewirtschaftung durch alternative, CO2-neutral Mobilität eingeführt werden. · Die Region soll umweltverträglicher werden. · Langfristige und nachhaltige Bewirtschaftung der Alm: o Die eine Abgelutn der Almbauern für die „Nutzung“ der Almflächen bringt, o Die den Wirten wirtschaftliche Vorteile bringt, o Die den Wochenendverkehr in den Griff bekommt, o Die umweltschonend und gleichzeitig erlebnisorientiert ist, o Die die touristischen Einrichtungen (Lifte, Loipen, Erlebnisstationen etc.) langfristig finanziell tragbar macht, o Die der Positionierung des Almenlandes als „1. Slow Region der Welt“ unter dem Leitthema „Rindfleisch bzw. ALMO-Genussregion“ gerecht ist, o Die Vorzeigecharakter für die EU hat. · Gäste sollen länger auf der Alm bleiben (längere Verweildauer) und mehr Wertschöfung in der Region „hinterlassen" · Dies soll in einem "Almenland Zkunftsvertrag" münden

Um das Regionsziel "1. Slow-Region der Welt" zu erreichen, sollen gerade im Kerngebiet der Region, der Alm, umweltverträgliche Maßnahmen bis zur Einführung von E-Mobilen gesetzt werden. In dieser gesamtheitlichen Form (Bauern, Grundbesitzer, Wirte, Gemeinden etc.) hat es Pilocharakter für Mitteleurpa: · Investitionen für eine „Slowmotion – autofreie Alm“ · Investition Automatisationstechnik (Almerhaltungsbeitrag, E-Mobile-Ticiet,Loipen, Eislaufen, Doppelnutzen: Sommer u. Winter) · Investition Slow-Picknickinseln, Slow-Motion Wege, Müllinseln · Investition CO2-neutrale Alm-Erlebnis-Mobile gemäss Naturpark-Philosophie, Familienangebote zur Bereicherung des Sommerliftbetriebes · Investition Naturspielwelt (Heuschober Sommeralm etc.) · Investition Winter-Infrastruktur (Loipenbeschneiung für Ökomobilitätswege etc.) · Öffentlichkeitsarbeit (Einführung autofreie Alm als CO2-Attration der Einzigartigkeit, Innenmarketing etc.) · Parkautomaten mit Ticketsystem

Seit der integrierten Regionsentwicklung zur CO2-neutralen Region im Rahmen von LEADER, hat es die Region geschafft, dass eine einmalige Aufbruchstimmung herrscht - die Menschen jammern nicht - sondern sehen die Stärken der Region. So konnten seit 1995 (Beginn der gemeinsamen Entwicklungsarbeit) bereits 55 Projekte mit einem Volumen von EUR 30 Mio umgesetzt werden. Die neu entstandenen Gruppen (Almenland Golf, Almholz, Almenland-Wirte, Almenalndzimmer etc.) erwitschaften heue einen Jahres umsatz von ERUR 37 Mio. Dadurch konnten 80 Vollzeit- 180 Teilzeitarbeitsplätze neu geschaffen werden und 900 Betriebe durch mehr Wertschöpfung abgesichert werden - dies in unserer kleinstrukturierten Almregion. Da wir erst am Beginn der Umsetzung zur "autofreien Alm" sind, können wir die Ergenisse noch nicht messen. Bereits sichtbar wurde, dass die alternative E-Mobiltät (aufgeladen durch Photovoltaik Sonnenstrom) hervorragend auf der Alm angekommen ist. Die Menschen geben den Autoschlüssel ab !

Assessment criteria for the Jury’s decision


Einsparung von 4.000 Tonnen CO2 im Almenland durch alternative, sanfte Mobilitätsmaßnahmen. Danach Einsparung von 1.300 Tonnen jährlich in der Mobilität. Begleitend dazu wird ein 500 Dächer-Photovoltaik-Programm im Almenland umgesetzt. Die CO2-Einsparung beträgt 220 Tonnen pro Jahr. Zusätzlich werden 120 Ökokleinwasserkraftwerke in der Region (derzeit in Planung) umgesetzt. Dadurch CO2-Einsparung 880 Tonnen pro Jahr. Die Biomasse-Offensive (bereits jede Almenland-Gemeinde hat ihr eigenes Biomasse-Fernheizwerk, welche mit Biomasse aus den Wäldern des Almenlandes über die Waldwirtschaftsgemeinschaft Almenland beliefert wird. Dadurch CO2-Einsparung von 1.600 Tonnen pro Jahr. Das Potential an Biomasse-Mikronetzen mit 10-15 Haushalten wird derzeit erhoben. Dies trifft Ortssiedlungen in unserem Almenland, welche mit Fernheizwerk nicht erreichbar sind. Dies ergibt in Summe ein CO2-Einsparung von 4.000 Tonnen pro Jahr --> und dies in nur 12 Gemeinden !

Siehe Punkte zuvor. Die Sonnenenergie wird auf unseren Seehöhenmetern von 1.000 - 1.700 zukünftig stärker genutzt werden. Dies betrifft Photovoltaik-Dächer bei Gemeinden, öffentlichen Gebäude, landwirtschaftlichen Stallungen bis zu privaten Haushalten. Zusätzlich werden Solar-Tankstellen zur Betankung von E-Mobilen im Almgebiet konzipiert und errichtet. Dies soll widerum in regionaler Baukultur erfolgen (Holz-Lärche-Verkleidung für Optik etc.). Auch die herabströmmenden Almbächer- und flüsse werden in Form von Ökokleinwasserkraftwerken zukünftig stärker forciert. Dieses Potential gilt es zu nutzen. Dazu hat man mit einem heimischen Stromversorger eine Energiepartnerschaft geschlossen, welcher mithilft, das Almenland CO2-neutral zu machen. Es gilt alle Facetten bzw. alle Stärken der Region zu nutzen und doch keine GROSSEN EINGRIFFE in die KULTURLANDSCHAFT der Alm zu machen (Windpark wurde von der Region abgelehnt).
Field Positive impact Neutral impact Negative impact
Landscape X
Alpine ecosytems/biodiversity X
Water, soil, air X
Others X

Eines der ökologischen Hauptprobleme bekommen wir mit diesem Projekt "autofreie Alm" in den Griff: Wir sind Naherholungsgebiet von Graz und derzeit parken unsere Gäste mit den Autos direkt in die Wiese, waschen ihre Autos im Mixnitzbach, aus dem später unsere ALMOCHSEN (=Leitprodukt der Region, davon werden 4.800 jährlich von fleissigen Almbauern gehalten) raustrinken. Dann wird noch auf der Almweide gegrillt und der Müll bleibt im Plastiksackerl auf einem Baum hängend, zurück bei uns. Dass man wieder Wertschöpfung in die Region bekommt und diese angeführten Probleme des "wilden Parkens" in den Griff bekommt, soll dieses "nicht austauschbare" Projekt umgesetzt werden.
Field Positive impact Neutral impact Negative impact
Social justice X
Co-determination/participation X
Regional/cultural identity X
Others

Field Positive impact Neutral impact Negative impact
Employment X
Value added/income X
Know-how/competitiveness X
Others X

Für die Projektumsetzung und später für den nachhaltigen Betrieb wird eine "Almenland Parkraumbewirtschaftungs GmbH" gegründet. Diese wird 20 neue Arbeitsplätze schaffen und hat die Aufgabe, die Wertschöpfung in der Region zu halten bzw. zu steigern. Eingebunden sind alle 150 Almbauern (=Grundbesitzer) sowie alle 30 Almenland-Wirte (=Gastronomiebetriebe). Diese Firma soll einen Umsatz von EUR 600.000,- jährlich erzielen. Zusätzlich bleibt durch anbieten einer "Almcard" zusätzliche Wertschöpfung von EUR 3.000.000,- bei den Gastronomiebetrieben in der Region, welche abfliessen würde, wenn dieses Projekt mittel- bis langfristig nicht umgesetzt würde.

Insgesamt wohnen 12.500 Menschen in der Region. Durch eine Umfrage mit dem Titel "Kennen Sie die Marke ALMENLAND ?" wurde festgestellt, dass 98% der heimischen Bevölkerung ALMENLAND zumindest schon mal gehört hat. Insgesamt 70% können das Almenland auch mit inhaltlichen Regionsprojekten verbinden. Aufbauend auf diese Tatsache wollen wir die "autofreie Alm" gerade für die heimische Bevölkerung wieder attraktiv machen. Denn wenn die Menschen dieser Region am Sonntag aufgrund der zuvor beschriebenen Umstände nicht mehr auf die Alm fahren - kann etwas nicht stimmen. Daher soll zukünftig im INNENMARKETING DES ALMENLANDES das Motto herrschen "Der Gast ist König - aber Kaiser sind wir selbst". Nur eine EHRLICHE, FUNKTIONIERENDE REGION kann der Gast bzw. der Konstument auch spüren.

Mit dem Regionsgeschehen konnten schon einige nationale Preise im Rahmen von LEADER gewonnen werden. Das Modell Almenland kann von jeder "landwirtschaftlich kleinstrukturierten Region" übernommen werden. Denn gerade diese Charaktere machen den ausgeprägten Gemeinschaftssinn der heimischen Bevölkerung aus. So lebt das aktive Kulturgeschehen und können auch 1.200 Veranstaltungen (in regionalem Ambiente mit regionalen Produten....) abgehalten werden. Aus unserer Sicht wichtig: 12 Gemeinden haben gemeinsam folgende Strukturen gegründet und arbeiten "EHRLICH" und spürbar gut zusammen: Leader-Verein, Tourismusverband Almenland, Naturpark Almenland, Maschinenring Almenland (1.800 Bauern), Waldwirtschaftsgemeinschaft Almenland (600 Bauern), Almenlandblick (Innenmarketing für Heimat).

Unsere Maßnahmen entsprechen den Zielen des österreichischen Lebensministeriums, welche als ein Ziel die Erfüllung der Kyoto-Maßnahmen vor Augen hat. Des weiteren nehmen wir an nationalen Projekten wie "Klima aktiv Mobil" oder "Klimafonds Österreich" teil. Zusätzlich sind alle 12 Almenland-Gemeinden mit dem Status "Klimaschutz Gemeinde" ausgezeichnet. Dies garantiert verstärkte Förderungen für erneuerbare Energien (Heizungen, Fahrradinitiative etc.) All diese Strukturen bzw. Bundesorganisationen haben europäische Ziele zu erfüllen.

Further information


Aus unserer Sicht ist unser Projekt "CO2-neutrale Region mit Schwerpunkt autofreie Alm" besonders innovativ, da eine kleine Region 4.000 Tonnen !! CO2 pro Jahr nachhaltig einsparen kann. Dies bedarf lediglich einer tollen Bewusstseinsbildung der Bevölkerung. Wichtig sind aber auch investive Maßnahmen, sodass die Bevölkerung Dinge "zum ANGREIFEN" hat, dies gehört dazu !

250.000

Wir würden damit den ländlichen Architektenwettbewerb für die Solartankstellen über die Alm finanzieren (regionale Baukultur !) sowie den Ankauf der ersten E-Mobile. Natürlich würden wir CIPRA dementsprechend transportieren.

Online information on the measure


Auf diesem Bild sieht man die derzeitige Problematik auf der Teichalm und Sommeralm. Unzählige Autos parken unkontrolliert entlang des Teichalmsees, quer über in die Almwiesen usw. Dieses Problem gilt es für alle Beteiligten zu lösen, sodass das Ökosystem ALM langfristig Bestand haben kann.
http://www.almenland.net/cipra/Almenland%20derzeit.jpg


Durch E-Mobile soll die Alm von Autos "entschleunigt" werden. Zusätzlich werden Solartankstellen zur Betankung der Mobile über die Alm errichtet. An insgesamt 3 Stellen werden Unterstell-Almhütten errichtet, in denen die E-Mobile und Pflanzenöl-betriebe Wandershuttlebusse untergebracht sind.
http://www.almenland.net/cipra/Autofreie%20Alm%20durch%20EMobil.jpg


Dieses Bild zeigt unsere (noch) intakte Kulturlanschaft. Diese gilt es zu erhalten und zu pflegen. Durch die 4.800 ALMO's (=Qualitätsrindfleischprogramm ALMO), welches über Partner Schirnhofer vermarktet wird, wird unser Almgieb offen gehalten und gepflegt. Es ist viel Arbeit in der Regionalentwicklung erforderlich, welche keiner sieht, dass sie über JAHRE im HINTERGRUND erfolgt, dass die Almregion so bleibt wie wir sie alle gerne sehen.
http://www.almenland.net/cipra/Almenland%20mit%20Leitprodukt%20Almo.jpg

:
Wir sind zwar nur eine klein Region, aber die Qualitätsprojete (so glauben wir zumindest) können wir ruhig herzeigen. Gerade dieses Beispiel könnte für alle MITTELEUROPÄISCHEN ALMREGIONEN teilweise 1:1 übernommen werden. Es macht Spass, ist leicht verständlich und spart enorm CO2.

Administration (local, regional, national)

Regionale Gemeinschaftsinitiative Almenland Teichalm-Sommeralm (=in der Region für Regionalentwicklung zuständig)

Almenland Regionsentwicklungs GmbH, DI Franz Kneissl, Gemeinde Fladnitz an der Teichalm, Bgm. Peter Raith,

Photos, illustrations, documents


Die Fotos vom Projekt habe ich vorne beim Link bereits eingefügt. Hier noch allgemeine Fotos, damit man das betroffenen Gebiet sich besser vorstellen kann.







Other documents

In dieser Zusammenarbeitsvereinbarung wird mit einem Energiepartner festgehalten, wie sich das Almenland zukünftig entwickeln will.

Hier sind die Almenland-Energieprojekte übersichtliche dargestellt. Insgesamt will man nicht nur massiv CO2 sparen, sondern auch mehr regionale Wertschöpfung erzielen.

Diese Chart ist Grundlage für unsere CO2-Einsparungsarbeit. Hier ist ein Durchschnittshaushalte in unserer Region mit den Handlungsfeldern dargestellt, sodass sich jeder etwas vorstellen kann.

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