Landschaftsschutz durch den Tälerbus
by
Taelerbus
—
last modified
2008-08-06 12:15
This climate response measure was submitted by third parties in summer 2008 as part of the competition for the cc.alps project. Responsibility for the contents rests with the persons indicated on the form.
Lungau
at (Austria)
Kontinuierlich seit 19 Jahren
Mr Emil Hocevar
Ms Katrin Gudlaugsson
katrin.gud@aon.at
:
Das Tälerbuskonzept stellt ein integriertes Umweltverbund-Verkehrssystem für abgelegene Ortschaften und Sommertouristen dar. Das Konzept versucht durch Verknüpfung öffentlicher Verkehrslinien mit Tälerbussen, Seilbahnen, Traktorzügen und anderen Sonderformen des Öffentlichen Verkehrs eine neue Qualität für die Mobilität der beteiligten Tourismusregionen (Lungau, Murau, Nockberge, Schladming und Sölk) zu schaffen. Das Projekt existiert seit 1989.
Das Tälerbuskonzept stellt ein integriertes Umweltverbund-Verkehrssystem für abgelegene Ortschaften und Sommertouristen dar. Das Konzept versucht durch Verknüpfung öffentlicher Verkehrslinien mit Tälerbussen, Seilbahnen, Traktorzügen und anderen Sonderformen des Öffentlichen Verkehrs eine neue Qualität für die Mobilität der beteiligten Tourismusregionen (Lungau, Murau, Nockberge, Schladming und Sölk) zu schaffen. Das Projekt existiert seit 1989.
Environmental protection by the "Taelerbus"
Mitigation measure
- strategic
- technical
- financial
- Transport and mobility
- Nature conservation
- Tourism
- Energy supply
regional, small-scale (association of municipalities, valley region, etc.)
Öffentlicher Verkehr
Umweltschutz
Tourismus
• Beitrag zum Aufbau und Festigung eines Öko-Images bei den Gästen und bei der Öffentlichkeit (Medien, Gemeinden, Bevölkerung) • Wiederherstellung und Erhaltung des entscheidenden Tourismuskapitals "Intakte Umwelt und Landschaft" • Verkehrsberuhigung • Autofreie Seitentäler - Verbesserung der Mobilität durch ein flexibles öffentliches Verkehrsangebot: jedes wichtige Ausflugsziel in den Regionen soll auch autofrei erreicht werden können. • Aufbau eines professionellen Projektmanagements und zukunftsorientierten Trägers • Sicherung der Finanzierung durch neue Finanzierungsquellen • Laufende Verbesserung des Angebotes durch Kooperationen und Innovationen • Dauerhafte Erhaltung einer ausreichenden ÖV-Infrastruktur (Lokalbahn, Buslinien, Lungau-Takt, Murau-Takt, etc.)
Das Tälerbusprojekt 1989 entsprang dem Versuch, dem immer weiteren Vordringen des Pkw-Verkehrs in die unberührten Tauerntäler bei gleichzeitigem Rückzug des Busverkehrs etwas entgegenzusetzen. Es sollte genau umgekehrt sein: Die Autofluten sollten am Taleingang abgefangen werden. Das Talinnere sollte durch ein wohl abgestimmtes (Klein)Bussystem ökologisch verträglich erschlossen werden. Erfahrungswert in der 19-jährigen Projektgeschichte: Der Bus macht Sinn und hat auch wirtschaftlich eine Chance, wenn er mindestens 3 km weiter taleinwärts fahren kann, als es den PKW erlaubt ist. Die relativ kurzen, definierten Fahrstrecken und Fahrzeiten ließen die Idee der Möglichkeit eines emissionsfreien Elektroantriebes aufkommen. Bereits ab 1990 wurden Elektrofahrzeuge getestet, ab 1991 mit Erfolg planmäßig eingesetzt.
1997 Einführung des Lungau-Taktverkehrs 1999 Einführung des Krakau-Taktverkehrs 2000 Einführung des Murau-Taktverkehrs Seit 1990 mehr oder weniger regelmäßiger jährlicher Tälerbus-Verkehr - zum Teil mit umweltfreundlichen Elektrobussen - im Riedingtal, hintersten Murtal, Twenger Lantschfeld, Weisspriach-, Lignitz-, Göriach- und Lessachtal sowie im steirischen Krakau- und Sölkgebiet und in den Kärtner Nockbergen
Assessment criteria for the Jury’s decision
Die vielen Tausend Fahrgäste, welche seit 19 Jahren mit den Tälerbussen befördert werden, ersparen der Umwelt viele Tonnen an CO2 und anderen Abgasen. Seit 19 Jahren nutzten über 265.000 Personen die Tälerbusse, davon über 167.000 allein im Riedingtal, welches seit 1996 in der Sommersaison für den Pkw-Verkehr gesperrt und seit 2003 Naturpark ist.
Durch das weitere Betreiben der Tälerbusse bzw. eine Verbesserung des Angebotes kann der private Pkw-Verkehr eingedämmt und somit eine Verringerung der Emissionen erreicht werden.
| Field | Positive impact | Neutral impact | Negative impact |
|---|---|---|---|
| Landscape | X | ||
| Alpine ecosytems/biodiversity | X | ||
| Water, soil, air | X | ||
| Others | X | ||
|
Landschaft: Die Tälerbusse tragen Positives zum Landschaftsbild bei, da sie helfen, überfüllte Parkplätze, Autokolonnen und verparkte Straßenränder und Grünflächen zu vermeiden Alpine Ökosysteme: Auch die alpinen Ökosysteme werden durch ein geringeres Maß an Abgasen und Lärm geschont Luft: Verbesserung der Luftqualität durch weniger Emissionen Tourismus: Verkehrsberuhigung wirkt sich auch positiv auf die Qualität des Tourismus aus - Förderung eines naturnahen Tourismus, vor allem für die Wanderer und Bergsteiger |
|||
| Field | Positive impact | Neutral impact | Negative impact |
|---|---|---|---|
| Social justice | X | ||
| Co-determination/participation | X | ||
| Regional/cultural identity | X | ||
| Others | |||
|
Regionale/Kulturelle Identität: Im Lungau gibt es Bestrebungen und werden Aktivitäten gesetzt, eine Biosphärenregion zu werden. Eine Biosphärenregion fördert in hohem Maße regionale und kulturelle Identität. Ein Teil einer Biosphärenregion soll auch umweltfreundliche Mobilität sein. Daher stehen all diese Komponenten in enger Beziehung zueinander. |
|||
| Field | Positive impact | Neutral impact | Negative impact |
|---|---|---|---|
| Employment | X | ||
| Value added/income | X | ||
| Know-how/competitiveness | X | ||
| Others | |||
|
Beschäftigung, Einkommen: Durch den Betrieb der Tälerbusse werden auch einige Arbeitsplätze geschaffen und auf diese Weise Einkommen gesichert. Knowhow: Parallel zum Einsatz der Elektro-Tälerbusse wird auch Forschung an alternativen Antriebstechniken und Energieformen betrieben. So befasst sich das Institut für Elektrotechnik an der Montanuniversität Leoben ständig mit der Verbesserung der Elektromotoren, und die Firma LuPower in St. Andrä im Lungau hat sich auf die Umrüstung von Fahrzeugen auf Betrieb mit alternativen Energien spezialisiert. |
|||
Das Tälerbusprojekt ist auch im österr. Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft ein Begriff und wird von diesem mittels 2 Projekten gefördert. Im Rahmen dieser Förderprojekte wird für das Tälerbusprojekt Öffentlichkeitsarbeit und unerstützende Koordinationsarbeit geleistet. So wird dafür gesorgt, dass das Tälerbusprojekt regelmäßig in den Medien sowie im Tourismusbereich präsent ist. Tälerbusinitiator Dr. Emil Hocevar hat bereits einige nationale und internationale Auszeichnungen und Anerkennungen erhalten. Zahlreiche positive Rückmeldungen von Tälerbusnutzern sind nicht ausgeblieben.
Das Tälerbusprojekt als ganzes könnte bzw. sollte eine Vorbildwirkung für andere ähnlich gelagerte, dünn besiedelte Talabschnitte in alpinen Tälern haben, die von zunehmendem Individualverkehr bedroht werden.
Die Reduktion der CO2-Emissionen stellt nach dem Kyoto-Protokoll eines der wichtigsten Klimaziele dar. Die Tälerbusse können kleinräumlich einen wichtigen Beitrag dazu leisten. In Zukunft werden weitere Maßnahmen gesetzt werden, das Gefüge der Tälerbusse zu erhalten und noch weiter zu verbessern.
Further information
Es ist durchwegs eine innovative Idee, den öffentlichen Verkehr in Alpentälern zu stärken, um damit den motorisierten Individualverkehr zurück zu drängen. Die innovativsten Elemente sind hierbei der Einsatz von Elektrofahrzeugen, da diese besonders leise und umweltfreundlich sind.
Setzt sich aus ehrenamtlicher Arbeit und Förderungsgeldern zusammen
Um Maßnahmen zu setzen, welche das Tälerbusangebot weiter aufrecht erhalten und verbessern.
Online information on the measure
Dies ist die offizielle Homepage des Tälerbus-Projektes. Hier findet man allgemeine Informationen über das Projekt, außerdem einen aktuellen Fahrplan, Tarife und Wandertipps sowie Neuigkeiten über die Tälerbusse.
http://www.taelerbus.at
:
Individuals
Hauptträger des Tälerbusprojektes ist Dr. Emil Hocevar. Er hat das Projekt gegründet und bis heute in größtenteils ehrenamtlicher Arbeit aufrecht erhalten.
Dr. Hocevar wird durch Mag. Karl Regner (Öffentlichkeitsarbeit, Werbung) und Mag. Katrin Gudlaugsson (Koordinationstätigkeit) im Rahmen von zwei Förderprojekten unterstützt. Kooperationspartner sind die Österreichische Postbus AG, die Steiermärkischen Landesbahnen, der Salzburger und der Steirische Verkehrsverbund.
Photos, illustrations, documents
Ein Elektrobus im Lessachtal vor dem Hochgolling (Niedere Tauern) mit Dr. Hocevar
Dieses Bild zeigt Dr. Hocevar mit seiner "Elektrobus-Flotte" am Bahnhof in Tamsweg
Der neue "Nockbergebus" der Österr. Postbus AG, welcher heuer erstmals vom Lungau auf die Nockalmstraße fährt, bei der Präsentationsfahrt am 30. Juni 2008
Other documents
Dieses Dokument von Dr. Hocevar skizziert diverse Vorkommnisse und Probleme in der bisherigen Laufzeit des Tälerbusprojektes und weiters Ideen für Verbesserungsvorschläge in der Zukunft.In diesem Dokument sind Mobilitätsprojekte und -initiativen von Dr. Hocevar in der Vergangenheit sowie Vorschläge für die Zukunft aufgelistet.
Das wichtigste über den Tälerbus in Englisch, zusammengefasst von Mag. Katrin Gudlaugsson.
Tälerbus neu.doc
(