Passivhauswohnanlage im Herz der Alpen / Innsbruck
by
NHT
—
last modified
2008-08-06 13:19
This climate response measure was submitted by third parties in summer 2008 as part of the competition for the cc.alps project. Responsibility for the contents rests with the persons indicated on the form.
Innsbruck
at (Austria)
2007-12-01
28 Monate
Mr Prof. Dr. Klaus Lugger / DI(FH) Alois Leiter
NEUE HEIMAT TIROL
Mr Bmstr. Ing. Elmar Draxl
NEUE HEIMAT TIROL
draxl@nht.co.at
:
Am Lodenareal in Innsbruck werden durch die NEUE HEIMAT TIROL 354 Mietwohnungen in Passivhausbauweise errichtet und zertifiziert. Der Wohnbau besteht aus Massivbauweise, mit einer hochwertig luftdichten Gebäudehülle und einer innovativen Passivhaustechnik. Es kommen zwei Grundwasserbrunnen, eine Komfortlüftung, Fussbodenheizung, ca. 1.000 m² Solarflächen, ein Zweileitersystem und eine Pelletsanlage zur Abdeckung des niedrigen Warmwasser- und Heizungsbedarfes zur nachhaltigen Anwendung.
Am Lodenareal in Innsbruck werden durch die NEUE HEIMAT TIROL 354 Mietwohnungen in Passivhausbauweise errichtet und zertifiziert. Der Wohnbau besteht aus Massivbauweise, mit einer hochwertig luftdichten Gebäudehülle und einer innovativen Passivhaustechnik. Es kommen zwei Grundwasserbrunnen, eine Komfortlüftung, Fussbodenheizung, ca. 1.000 m² Solarflächen, ein Zweileitersystem und eine Pelletsanlage zur Abdeckung des niedrigen Warmwasser- und Heizungsbedarfes zur nachhaltigen Anwendung.
Passivhouse in the heart of the alps / Innsbruck
Mitigation measure
- technical
local
luftdichte Gebäudehülle
innovative Passivhaustechnik
alternative Energieträger
Unsere Philosophie besteht darin, mit einer zeitgemäßen Architektur und einem herausfordernden technischen Management die Energiekosten und Mieten für unsere Kunden langfristig zu minimieren sowie Bewusstseinsbildung und eine Vorreiterrolle im nachhaltigen Wohnbau zu erzielen. Mit einem Energieverbrauch von 15 kWh je Nutzquadratmeter und Jahr nach dem Passivhausprojektierungspaket (PHPP) berechnet, der Nutzung von Grundwasserwärme, einer Pelletsanlage und einer Solaranlage, leisten wir einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz. Der Heizwärmebedarf für den Energieausweis liegt bei ca. 7 kWh/m² und Jahr und somit in der Energieeffizienzklasse A++. Die jährliche Reduktion an CO2 (Äquivalente) liegt beim Lodenareal gegenüber einem Niedrigenergiehaus bei ca. 680 Tonnen. Weitere Ziele: - erhöhte Wohnqualität durch Komfortlüftung - Erfüllung des Kyotoprotokolls - Energieeffizienz - Verringerung des ökologischen Fußabdrucks - Umsetzung der Tiroler Energiestrategie 2020
- der Energiebedarf für die Heizung wird um ca. 80% gegenüber Niederenergiebauten reduziert. - Der Energiebedarf für die Warmwasserbereitung wird durch den Einsatz einer thermischen Solaranlage um ca. 50% reduziert. - Die Restenergieabdeckung für Heizung und Warmwasser erfolgt über einen biogenen Energieträger. - Die Warmwasserherstellung erfolgt mittels einem innovativem Zweileitersystem, eine Einsparung gegenüber einem herkömmlichen System von ca. 20 % wird erwartet. - Die Lüftungsanlage wird als Komfortlüftung ausgeführt, das nahe liegende Grundwasser wird für die Luftvorwärmung im Winter und Abkühlung im Sommer mittels zwei Grundwasserbrunnen genutzt, auf die nutzerfreundliche Bedienbarkeit und den erhöhten Schallschutz wurde bei der Komfortlüftung besonderes Augenmerk gelegt. - Die Heizung wird als Fußbodenheizung ausgeführt. - Die Versorgungssicherheit und die Nachhaltigkeit sind zwei zentrale Elemente. Die Energieabhängigkeit wird auf ein Minimum reduziert.
Die Passivhauswohnanlage wird Ende 2009 bzw. Frühjahr 2010 übergeben weshalb noch keine messbaren Ergebnisse vorliegen. Im Juli 2008 wurde eine Musterwohnung fertiggestellt und ein Blower-Door-Test zur Feststellung der Luftdichtheit durchgeführt. Der maßgebliche Wert (Luftwechselrate) lag bei n50=0,36 und somit deutlich unter dem gefordertem Wert von 0,60. Es wird davon ausgegangen, dass der Energieverbrauch für die Heizung auf ca. 20% von Bestandsbauten reduziert werden kann und mit zusätzlicher Hilfe von alternativen Energiesystemen die Umwelt nachhaltig geschont wird. Regelmäßige Besprechungen von Architekten, Bauleitern, Fachplanern und Spezialisten ermöglichen eine Vertiefung des Wissens aller Beteiligten und die Möglichkeit dieses Wissen nach außen zu tragen, für neue Passivhausprojekte zu verwenden sowie für Bewusstseinsbildung beizutragen. Die NHT selbst steht dabei unmittelbar vor Baubeginn von 2 weiteren Passivhausprojekten mit ca. 100 Wohnungen in Tirol noch in diesem Jahr.
Assessment criteria for the Jury’s decision
Die Wohnanlage wird als Passivhaus errichtet. Der Energieverbrauch für die Beheizung liegt dabei lediglich bei ca. 20% des in dieser Region üblichen Verbrauches, weshalb die jährliche Reduktion an CO2 (Äquivalente) gegenüber einem Niedrigenergiehaus mit ca. 680 Tonnen angenommen werden kann. Der Einsatz erneuerbarer Energieträger (heimische Pellets, thermische Solarenergie, Grundwasserwärme für die Vorkonditionierung der Zuluft für das Gebäude) und Effizienzmaßnahmen durch den Einsatz des innovativen Zweileitersystems für die Warmwasserbereitung und die Restenergieabdeckung für die Beheizung des Gebäudes, tragen wesentlich zur Reduktion der regionalen aber auch internationalen Schadstoffbelastung bei. Dabei wird auch die Energieabhängigkeit wird auf ein Minimum reduziert. Der Pelletsbezug kann über heimische Werke stattfinden. Die Brennstoffanlieferung für Heizung und Warmwasser benötigt nur 10 Lkw-Fahrten mit durchschnittlich 30 km Zufahrtsweg!
Alles was wir tun und kosumieren verbraucht Fläche und kann für einen Vergleich im Sinne des Ökologischen Fußabdruckes in global-hektar darstellt werden. 1,8 gha stünden jedem Erdenbürger bei gerechter und gleichmäßiger Verteilung zur Verfügung. "Durchschnittliche Österreicher" verbrauchen aber 4,9 gha. Der Anteil fürs Wohnen liegt bei ca. 1/4 unseres Ökologischen Fußabdruckes, wobei von diesem Viertel mehr als 90% fürs Heizen, Warmwasser und Strom benötigt wird. Durch die Passivhausbauweise, die Einbindung einer thermischen Solaranlage und der Verwendung von heimischen Pellets für die Restenergieabdeckung kann der Ökologische Fußabdruck der Bewohner am Lodenareal um 1 Hektar je Person verringert werden, was als großartiger Beitrag zur Stabilisierung des Klimawandels zu sehen ist.
| Field | Positive impact | Neutral impact | Negative impact |
|---|---|---|---|
| Landscape | X | ||
| Alpine ecosytems/biodiversity | X | ||
| Water, soil, air | X | ||
| Others | |||
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Die Reduktion des Energieverbrauchs für Heizung und die Nutzung der thermischen Solarenergie (ca. 1000 m² Solarfläche) tragen massiv zum Schutz von Landschaft, Alpine Ökosysteme sowie Wasser, Boden und Luft bei. Der hohe Einsatz CO2 neutraler Brennstoffe für die Restenergieabdeckung sorgt für eine Schonung unseres regionalen und globalen Lebensraumes. Der CO2-Ausstoß (äquivalente Gesamtemissionen) wäre bei einem Niedrigenergiehaus der letzten Jahre in dieser Dimension ca. 730 Tonnen und Jahr, am Beispiel Lodenareal liegen wir dabei bei jährlichen 50 Tonnen (Einsparung von 680 Tonnen CO2 pro Jahr!). Nicht zu vernachlässigen ist auch der reduzierte Primärenergieeinsatz: Heizöl liegt bei 1,13 und Pellets bei nur 0,2! |
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| Field | Positive impact | Neutral impact | Negative impact |
|---|---|---|---|
| Social justice | X | ||
| Co-determination/participation | X | ||
| Regional/cultural identity | X | ||
| Others | |||
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Wer ausreichend Energie bzw. leistbare Energie zur Verfügung hat bzw. den Energieverbrauch stark reduziert, kann "Wohlstand sichern" bzw. Armut verhindern. Im Zeitraum von 2002 bis 2008 hat sich der Preis für ein Barrel Öl um den Faktor 6 verteuert (600%). Die geringen Energieverbrauchszahlen am Lodenareal sind ein sehr wichtiger Beitrag zur Sicherung der Lebensqualität und der weltweiten sozialen Gerechtigkeit. |
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| Field | Positive impact | Neutral impact | Negative impact |
|---|---|---|---|
| Employment | X | ||
| Value added/income | X | ||
| Know-how/competitiveness | X | ||
| Others | |||
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Die Ausführung als Niedrigenergiehaus würde mit ca. 47 Mio. € zu Buche stehen. Die Baukosten für das Passivhausprojekt betragen rund 52 Mio. €. Also Mehrkosten von ca. 5 Mio. €, die hauptsächlich in die heimische Wirtschaft fließen. Baufirmen, Fensterhersteller, Dämmstoffproduzenten, Schlosser für z.B. Sonnenschutz, Lüftungsproduzenten, Installationsfirmen, Elektiker sowie sämtliche Planer und Spezialisten sind nur ein Teil jener Wirtschaftszweige die von einer erhöhten Bausumme profitieren und das neu erworbene Knowhow nützen können. Nach Fertigstellung stehen z.B. Wartungen für Lüftungsanlagen oder heimische Pelletsproduzenten sowohl für Arbeitsplatzauslastungen als auch für erhöhte Umsätze im Vordergrund. Die Mieter selbst profitieren durch niedrigere Energieausgaben. |
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In der öffentlichkeit wurde über das "größte Passivhaus Österreichs" bereits in diversen Medien wie Tiroler Tageszeitung, Kurier, Innsbruck Informiert, Wirtschaftsblatt usw. berichtet. Auch die Homepage der NEUEN HEIMAT TIROL ist mit Live-Bildern der Baustelle bestückt und trägt maßgeblich zur Bekanntmachung bei. Die Baufakultät Innsbruck unter der Leitung von Dr. Feist, Energie Triol, AEE Intec, FH-Kufstein, Arsenal Research, IBO, Neue Heimat Tirol und einem Team für soziologische Studien (Uni Innsbruck, IFZ Graz) begleiten und dokumentiren die Bautätigkeit und machen dieses einzigartige Projekt publik und sorgen für Bewusstseinsbildung.
Die Umsetzung von großen Wohnanlagen in Passivhausbauweise mit biogener Restenergieabdeckung, innovativer reduzierter Technik bei hohem Wohnkomfort ist auf Grund unserer Erfahrung aus Planung und Bau sehr gut möglich.
Die NEUEN HEIMAT TIROL vertritt das Leitbild einer "verstärkten Umweltorientierung" wie sie es auch schon bei früheren Bauvorhaben vorbildlich aufgezeigt hat. Das bisher erlangte Knowhow und die Bestrebungen Resourcen nachhaltig zu schonen ermöglichen es auch in Zukunft den Umweltgedanken im Unternehmen weiter auszubauen. Die NHT selbst steht dabei unmittelbar vor Baubeginn von 2 weiteren Passivhausprojekten mit ca. 100 Wohnungen in Tirol noch in diesem Jahr. Auch für nächstes Jahr sind Passivhaus-Projekte sowie Wohnanlagen vorgesehen deren Ziel die Senkung von Energieverbrauch bzw. die Ausführung alternativer Energiesysteme im Sinne der Mieter beinhaltet.
Further information
Als derzeit "größtes Passivhaus Österreichs" und unseres Wissens "weltweit größte Passivhauswohnanlage" ist das Bauvorhaben Lodenareal ausgesprochen innovativ. Der geringe Anteil an notwendiger Restenergie wird durch alternative Energiesysteme (heimische Pellets, Sonnenenergie und Grundwasserbrunnen) abgedeckt. Ein Zweileitersystem sowie Komfortlüftungen runden das Projekt in seiner Innovation ab.
Gesamtbaukosten ohne Ust.: € 52.000.000.-
Das Preisgeld wäre für ein zukünfiges äußerst innovatives Wohnbauprojekte in Tirol vorgesehen. Das Projekt sollte dabei besonders optisch durch z.B. eine Photovoltaikfassade o. ä. auffallen um neben dem Umweltgedanken auch zur Bewusstseinsbildung beitragen zu können. Architekten und Spezialisten wären so gefordert eine markante Bebauung zu entwickeln um den Alpenraum nachhaltig zu schonen.
Online information on the measure
Livebild zum Baufortschritt am Lodenareal
http://www.neueheimattirol.at/projekte/Livebild_Lodenareal.aspx
Homepage der NEUEN HEIMAT TIROL
http://www.neueheimattirol.at/
:
Die NEUE HEIMAT TIROL (gegr. 1939) zählt zu den führenden Bauträgergesellschaften u. Hausverwaltungen in Westösterreich. Sie befindet sich im Eigentum je zur Hälfte des Landes Tirol und der Stadt Innsbruck. Großer Wert wird auf kostenorientierte Architektur, hohe Wohnqualität u. verstärkte Umweltorientierung gelegt. Besondere Rücksicht nehmen wir auf Familien, sozial Schwächere u. ältere Mitbürger
Planer: Architekturwerkstatt din a4 & team k2 architects (beide Innsbruck) / Statik: Neuner (Rum) & IFS (Innsbruck) / Planung Haustechnik: Klimatherm (Zirl) / Plaung Elektro: Lasta (Innsbruck) / Bauphysik: Fiby (Innsbruck) & Spektrum (Bregenz) / Energieberatung: Gstrein (Karrösten) / Luftdichtheitmessung, PHPP-Berechnung: Herz & Lang (D-Weitnau) / Dynamische Gebäudesimulation: Alpsolar (Innsbruck)
Photos, illustrations, documents
Luftbild vom 17.07.2008
Modellfoto: Am 33.000 m2 umfassenden Areal errichtet die NHT 354 Passivhaus-Mietwohnungen
Visualisierung zum Architektenwettbewerb vom März 2006
Other documents
Folder NEUE HEIMAT TIROL: Größtes Passivhaus ÖsterreichsZusätzlich entsteht eine ca. 8.200 m2 große Grünanlage der Stadt Innsbruck mit Kinderspielplätzen und Ballspielplatz. Am Nordwesteck wird ein Bootshaus gebaut. Die Sill- Einmündung wird umgeleitet.
CSR Report 2007 Bericht zur sozialen Verantwortung der NEUEN HEIMAT TIROL
Folder Lodenareal.pdf
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Übersichtsplan.jpg
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