Kander.2050-"läbigs Kanderwasser"
by
Kander2050
—
last modified
2008-08-12 13:28
This climate response measure was submitted by third parties in summer 2008 as part of the competition for the cc.alps project. Responsibility for the contents rests with the persons indicated on the form.
Kandertal, Gasterntal bis Seemündung
ch (Switzerland)
2007-05-29
Umsetzung ca. 20 Jahre
Mr Willy Müller
Amt für Landwirtschaft und Natur des Kantons Bern
Mr Willy Müller
Amt für Landwirtschaft und Natur des Kantons Bern
willy.mueller@vol.be.ch
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Im Teil I des Projekts wird ein Gewässerentwicklungskonzept Kander [GeKa] erarbeitet, das künftigen Wasserbauprojekten den Rahmen für Hochwasserschutz- und Aufwertungsmassnehmen absteckt. Im Sinne der Nachhaltigkeit werden die Bereiche Gesellschaft - Wirtschaft - Natur möglichst gleichberechtigt einbezogen. Die Interessen der betroffenen Bürger werden durch Partizipationin Form eines Bürgerleitbildes in das Enticklungskonzept einfliessen. Im zweiten Teil werden die Massnahmen bis 2050 umgesetzt.
Im Teil I des Projekts wird ein Gewässerentwicklungskonzept Kander [GeKa] erarbeitet, das künftigen Wasserbauprojekten den Rahmen für Hochwasserschutz- und Aufwertungsmassnehmen absteckt. Im Sinne der Nachhaltigkeit werden die Bereiche Gesellschaft - Wirtschaft - Natur möglichst gleichberechtigt einbezogen. Die Interessen der betroffenen Bürger werden durch Partizipationin Form eines Bürgerleitbildes in das Enticklungskonzept einfliessen. Im zweiten Teil werden die Massnahmen bis 2050 umgesetzt.
Mitigation measure
- strategic
- technical
- legal
- Gewässerentwicklungskonzept
- Natural hazards management
- Spatial planning
- Nature conservation
- Gewässerrenaturierung
regional, small-scale (association of municipalities, valley region, etc.)
Hochwasserschutz
Gewässerrenaturierung
Patizipation
Das Gesamtkonzept mit seinen Massnahmen soll die Auswirkungen der Klimaveränderung auf die Kander mildern und dazu beitragen, dass einerseits ausreichender Hochwasserschutz gewährleistet wird andererseits die entstandenen ökologischen Defizite vermindert und ein gesellschaftlich und wirtschaftlich attraktiver Lebensraum [Hauptziel]gestaltet wird. Als Oberziele soll ein guter ökologischer Zustand, Ausreichende HW-Sicherheit und eine hohe Lebensqualität und Wertschöpfung erreicht werden. Diese genannten Ziele werden durch folgende strategische Ziele unterstützt: attraktive naturnahe Landschaft, sehr gute Wasserqualität, ausreichender Gewässerraum,ausreichende Wasserführung, nachhaltiger Hochwasserschutz, ausgeglichener Geschiebehaushalt, nachhaltige Ressourcennutzung und attraktiver Lebensraum für die Bevölkerung. Es folgen weiter 25 sektorale Ziele aus den Bereichen Ökologie, Flussmorphologie-Wasserbau und Sozio-Ökonomie.
In den fünf Bereichen Ökologie, Hydromorphologie und Gesellschaft/ Wirtschaft wurden Fachberichte erarbeitet. Vertreter aus den Gemeinden und aus verschiedenen Branchen wurden zu Kandergesprächen eingeladen, deren Ergebnisse in den Fachbericht zum Bereich Gesellschaft/Wirtschaft einbezogen wurden. Basierend auf den Fachberichten wurden Fachleitbilder, aus dem Bericht Gesellschaft/ Wirtschaft würde das Bürgerleitbild abgeleitet. Beide Leitbilder bilden die Grundlage für das Gewässerentwicklungskonzept Kander.2050.
Das Gewässerentwicklungskonzept Kander [GeKa] selbst wird Ende 2008 abgeschlossen, die Umsetzung folgt bis 2050. Es gibt aber trotzdem bereits erste Projekte, die zwar vor Inangriffnahme des GeKa realisiert wurden, aber den Zielsetzungen entsprechen. Es sind dies die grösserern Flussaufweitungen und Auenrevitalisierungen Augenand (Gemeinden Reutigen und Spiez) und Schwandi-Ey (Gemeinde Reichenbach bei Frutigen). Ebenfalls wird bei laufenden Hochwasserschutzprojekten und Unterhaltsarbeiten im Nachgang der Hochwasserereignisse 2005, daraug geachtet die Ziele von Kander.2050 zu integrieren.
Assessment criteria for the Jury’s decision
Das Konzept liefert zur Verminderung des Klimawandels selbst keinen unmittelbaren Beitrag.
Der Klimawandel ist im Kandertal bereits eingetreten. Dies äussert sich im veränderten Abflussverhalten der Kander in den letzten zwei Jahrzehnten und der entsprechenden Zunahme der Schäden an der wasserbaulichen Infrastruktur und den zuhnehmenden Schadensereignissen durch gehäufte Hochwasserereignisse. Die Kander braucht ein neues Kleid das diesen Veränderungen Rechnung trägt. Zentral dabei ist sicher die Strategie Raumbedarf Fliessgeässer einerseits, andererseits die frühzeitige Sensibilisierung und Einbezug der Bevölkerung in diesen Veränderungsprozess. Die heutogen Risiken des Klimawandels sollen möglichst zu neuen Chancen führen oder zumindest minimiert oder kalkulierbar werden. Das Kandertal ist durch die Bahninfrastruktur und die eben erneuerte Strasse gut erschlossen. Gegenüber andern Kantonsteilen hat das Kandertal in den letzten Jahren sogar einen leichten Bevölkerungszuwachs erfahren. Die Umgestaltung der Kander zu einem lebenswerten Raum kann diesen Trend weiter unterstütze
| Field | Positive impact | Neutral impact | Negative impact |
|---|---|---|---|
| Landscape | X | ||
| Alpine ecosytems/biodiversity | X | ||
| Water, soil, air | X | ||
| Others | |||
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Die Kander wurde wie viele Talflüsse der Schweiz begradigt und kanalisert. Die Bauwerke geraten nun durch die fortschreitende Tiefenerosion und die durch den Klimawandel bedingten häufigeren und intensiveren Hochwasserabflüsse unter Druck. Die ökologischen Defizite und die fehlenden Naherholungsräumen werden durch die Bevölkerung zunehmend wahrgenommen. Das Projekt Kander.2050 will im Sinne der Nachhaltigkeit unter Einbezug aller Interessen in einer ersten Phase ein Konzept zur künftigen Entwicklung der Kander und des Kandertals entwickeln. In einer zweiten Phase geht es um die Umsetzung der vorgeschlagenen Massnahmen im Bereich Wasserbau, Raumplanung, Kiesbewirtschaftung, Tourismus usw. |
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| Field | Positive impact | Neutral impact | Negative impact |
|---|---|---|---|
| Social justice | X | ||
| Co-determination/participation | X | ||
| Regional/cultural identity | X | ||
| Others | X | ||
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Früher Einbezug der Bevölkerung fördert das Verständnis und die Sensibilität zum vorliegenden Thema, Menschen aus verschiendenen Sparten wurden beigezogen, die Betroffenen kamen zu Wort, ihre Statements wurden weiterverarbeitet und sind im Bürgerleitbild, als Basis für das GEKa, enthalten. |
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| Field | Positive impact | Neutral impact | Negative impact |
|---|---|---|---|
| Employment | X | ||
| Value added/income | X | ||
| Know-how/competitiveness | X | X | |
| Others | X | ||
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Es ist zu hoffen und zu erwarten dass sich die Umsetzung der Massnahmen in allen Bereichen positiv auswirken wird. Wie gross das Ausmass sein wird ist jedoch heute schwer abzuschätzen. Das Kandertal ist wohl eine Randregion, jedoch sehr gut erschlossen und weist eine Bevölkerungszunahme auf. Eine attraktive, hochwassersichere Kander wird die künftige Entwicklung des Tals positiv beeinflussen. |
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Mit der Publikation einer Grundlagenbroschüre, den Kandergesprächen, Workshops, Presseberichten in der lokalen Presse, einer aktuelle Homepage, dem regelmässigen Versand eines Newsletters und der Durchführung eines öffentlichen Informationsanlasses ( noch bevorstehend) wurde das Projekt auf verschiedenen Ebenen bekannt gemacht und die Bevölkerung wurde auf verschiedenen Kanälen adressiert.
Das Projekt Kander.2050 soll eine Pilotwirkung für weitere Gewässerentwicklungskonzepte im Kanton Bern haben. Im Projektdesign, der Organisation und den Abläufen wurden i.S. von best practice möglichst bereits bestehende Ansätze und Methodiken übernommen. Dies soll die Übertragbarkeit des Projekts auf andere Flusseinzugsgebiete des Kantons Bern oder Schweiz gewährleisten. Demnächst wird ein Projektreview mit folgenden Stellen anlaufen: - Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft, WSL - Eidgenössische Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz, EAWAG - Bundesamt für Umwelt, BAFU Der Bericht dazu soll im Dezember 2008 vorliegen und das GeKa ergänzen.
Die Strategie "Raumbedarf Fliessgewässer" ist zwar nicht eine direkte Klimastrategie, begenget jedoch die Folgen; Kander.2050 entspricht dieser Strategie.
Further information
Den Einbezug der Bevölkerung bereits zur Erarbeitung des Konzepts hat den Dialog zwischen verschiedenen Interessengruppen früh angeregt und gefördert. Interessenskonflikte konnten damit früh erkannt und diskutiert werden. Die Fachberichte wurden aus der jeweiligen Optik des Bereiches verfasst, was Offentheit und Transparenz förderte.
Phase1: 500'000.- Phase2: noch unbekannt, schätzungsweise 20-50'000'000
Zum Bsp. Für eine öffentlichkeitswirksame Massnahme, wie z.B. Landerwerd für Raumbedarf Fliessgewässer, oder im Bereich Marketing.
Online information on the measure
Projektwebsite
http://www.kanderwasser.ch
Website des Renaturierungsfonds des Kantons Bern
http://www.be.ch/renf
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Die Eingabe erfolgte unter Zeitdruck und ist nicht mit allen Projektbeteiligten konsolidiert worden. Wir sind gerne bereit die Eingabe später nachzubessern und zu präzisieren.
Die Eingabe erfolgte unter Zeitdruck und ist nicht mit allen Projektbeteiligten konsolidiert worden. Wir sind gerne bereit die Eingabe später nachzubessern und zu präzisieren.
Individuals
Tiefbauamt des Kantons Bern div. private Auftragnehmer
Photos, illustrations, documents
Logo Kander.2050
Kander_Broschuere_2007.pdf
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