A Tale of two Valleys – zwei Täler zwei Geschichten: Die konträren Strategien von zwei benachbarten Alpentälern mit Klimavariabilität und Klimawandel umzugehen.
by
IngeborgAuer
—
last modified
2008-08-06 13:18
This climate response measure was submitted by third parties in summer 2008 as part of the competition for the cc.alps project. Responsibility for the contents rests with the persons indicated on the form.
Rauris, Flattach, Hohe Tauern
at (Austria)
2005-09-01
bis 30. Juni 2008
Ms Ingeborg Auer
Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik
Ms Ingeborg Auer
Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik
ingeborg.auer@zamg.ac.at
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Kern des Projekts war die inter- transdisziplinäre Analyse des Klimas und seiner Variabilität in zwei benachbarten, hinsichtlich ihrer Entwicklung jedoch unterschiedlichen Alpentälern. Klimatrends, extreme Wetterereignisse, sozio-ökonomische Muster, Landschaft, Landnutzung und Zukunftsperspektiven wurden gemeinsam mit Akteuren vor Ort (Bevölkerung, Schulen, Fremdenverkehrs- und Kulturvereinen, wirtschaftlichen und politischen Entscheidungsträgern) zu einem Gesamtbild zusammengefügt.
Kern des Projekts war die inter- transdisziplinäre Analyse des Klimas und seiner Variabilität in zwei benachbarten, hinsichtlich ihrer Entwicklung jedoch unterschiedlichen Alpentälern. Klimatrends, extreme Wetterereignisse, sozio-ökonomische Muster, Landschaft, Landnutzung und Zukunftsperspektiven wurden gemeinsam mit Akteuren vor Ort (Bevölkerung, Schulen, Fremdenverkehrs- und Kulturvereinen, wirtschaftlichen und politischen Entscheidungsträgern) zu einem Gesamtbild zusammengefügt.
A Tale of two Valleys – The contrary strategies in two neighbouring Alpine valleys to deal with climate variability and climate change
Adaptation measure
- strategic
- educational
- Education
- Tourism
- Natural hazards management
- Energy supply
regional, small-scale (association of municipalities, valley region, etc.)
Klimaänderung, Extremwerte und Klimafolgen
gemeinsam mit der Bevölkerung
Kooperation Foschung und Bildung
1. Ziel des Projektes war es, zwei inneralpine Gemeinden und ihre Verwundbarkeit in Hinblick auf Klimawandel zu analysieren und die Resultate aufzuzeigen. 2. Maßnahmen zu setzen, die die Bevölkerung, Entscheidungsträger, und Stakeholder eingehend über den neuesten wissenschaftlichen Stand der Klimaforschung informieren, die ihr Klima-Bewusstsein heben und ihre Einstellungen zum Klimawandel aufzeigen, unter Bedachtnahme einer leicht verständlichen Sprache ohne wissenschaftlichen Informationsverlust oder wissenschaftliche Unkorrektheiten 3. Da Klimawandel in erster Linie die heutige Jugend betreffen wird, war die umfassende Einbindung der Jugend in die Forschung ein großes Ziel. Die geschah mit Hilfe von Schulpartnerschaften. 4. Aufzeigen regionaler bis lokaler Zukunftsszenarien
Sammlung und Auswertung aller aus der Region verfügbaren Daten aus den Bereichen Klimatologie, Glaziologie, Naturraum und Sozioökonomie, Gewinnung neuer Daten durch Ortsaugenscheine und Meinungsbefragungen, regionale Klimaanalysen und qualitative und quantitative Analysen von Extremwerten, Analyse von Gletscher und Abflussverhalten, Analysen von Zusammenhängen zwischen Klima und Tourismus, Analyse von Naturgefahren, Landschafts- und Landnutzungsänderungen, Implementierung eines Wirkmodelles, das die Stärke der einzelnen Schlüsseldeskriptoren wiedergibt, Kreierung regionaler Zukunftsszenarien unter Verwendung europäischer Rahmenszenarien, Informationsveranstaltungen für die Bewohnerinnen und Bewohner der beiden Gemeinden, Herausgabe von Informationsmaterialien, Bereitstellung einer öffentlich zugänglichen Homepage mit Projektergebnissen und Kommunikationsmöglichkeit, Kooperation mit laufenden wissenschaftlichen Projekten in der Region
Die Bewohnerinnen der Gemeinden Flattach und Rauris inklusive ihrer örtlichen EntscheidungsträgerInnen, Stakeholer und insbesondere die Jugend sind heute mehr über harte und weiche Fakten des Klimawandels und seinen Folgen informiert als sie es vor Projektbeginn waren. Naturgemäß sind Umsetzungsergebnisse erst für die Zukunft zu erwarten, da das Projekt ja nur Chancen und Gefahren im künftigen Klima aufzeigen konnte, adaptierte Strategien (etwa für den Tourismus, Landnutzung, Beschäftigungsstratgeien etc.) sind nicht innerhalb eines so kurzen Zeitraumes umzusetzen.
Assessment criteria for the Jury’s decision
indirekt durch Information und Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung, Thematisierung des Themas Klimawandel im Unterricht und Zusammenarbeit mit Klimabündnis Salzburg und Kärnten, Beitrag jedoch nicht in Zahlen bezifferbar
Chancen und Gefahren im zukünftig zu erwartenden Klima und externen Rahmenbedingungen wurden aufgezeigt und bewusst gemacht. Die lokalen Entscheidungsträger sind informiert und sie können in Hinkunt sinnvolle Anpassungsmaßnahmen vorsehen. Mit weiterem Gletscherrückgang und weniger Schnee bei höherem Temperaturniveau wird mehr Flexibilität (Sommer- und WIntertourismus) notwendig sein. Potenziale liegen im alpinen Sommertourismus ohne Hitzbelastung, die vermehrt in städtischen Ballungszentren und im Flachland zu erwarten sind. Für weitere Bebauungen und technische Maßnahmen wurden auf der Basis des Dispositionskonzeptes für Naturgefahren für die Prozesse Lawinen, Muren, Rutschungen, Steinschlag und Felsstürze und Hochwasser sowie für ausschlaggebenden Einflussfaktoren auf diese Prozesse mögliche Zukunftsentwicklungen abgeschätzt.
| Field | Positive impact | Neutral impact | Negative impact |
|---|---|---|---|
| Landscape | X | ||
| Alpine ecosytems/biodiversity | X | ||
| Water, soil, air | X | ||
| Others | X | ||
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Klimawandel und Klimafolgen wurde in interdisziplinärer Wirkungsweise betrachtet und dargelegt. Die Bevölkerung, Entscheidungsträger und Stakeholder sind informiert und könnnen die Ergebnisse in ihre Planungen und Strategien einfließen lassen. Darüberhinaus wurde das "Klimabewusstsein" in den beiden Zielgemeinden und den regionalen Schulen gestärkt, sodass für die Bewohner und Bewohnerinnen mehr Wissen zur Mitsprache existiert. Neben der rein wissenschaftlichen Information sind insbesondere die Arbeiten aus dem Bereich Soziologie zu nennen, die von Oral History Interviews bis zu Meinungsbefragungen reichten. Auswirkungen auf Landschaft, alpine Ökosysteme, Wasser, Boden und Luft sind somit über "Umwege" und erst zukünftig zu erwarten. |
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| Field | Positive impact | Neutral impact | Negative impact |
|---|---|---|---|
| Social justice | X | ||
| Co-determination/participation | X | ||
| Regional/cultural identity | X | ||
| Others | X | ||
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Die Bewohner und Bewohnerinnen sind über Chancen und Gefahren des Klimawandels informiert, besitzen ein erhöhtes Grundknow-how und können aus einer gestärkten Position ihre Meinung und Vorschläge einbringen. in einer Veranstaltung im Herbst 2007 in Rauris hat auch die Jugend das Wort ergriffen und ihre direkten Anliegen an die Gemeindeverantwortlichen vorgebracht. In Zusammenhang mit der Sozialforschung wurden auch die Geschlechterrollen in den beiden Gemeinden analysiert und den Bewohnern und Bewohnerinnen präsentiert. |
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| Field | Positive impact | Neutral impact | Negative impact |
|---|---|---|---|
| Employment | |||
| Value added/income | |||
| Know-how/competitiveness | X | ||
| Others | |||
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Die beiden Gemeinden besitzen nun ein speziell für sie zugeschnittenes Know-How,sie konnten aus der Vergangenheit kausale Zusammenhänge sehen und wurden über zu erwartende Klimaänderung (unterschieden in sehr wahrscheinliche und weniger wahrscheinlich) und mittels Szenarien über ihrer wirtschaftlchen Möglichkeiten informiert. Sie kennen also ihre Stärken und Schwächen, und sie können ihre Handlungen und Strategien darauf aufbauen mit dem Ziel Beschäftigung und Wertschöpfung Einkommen zu sichern. |
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Mittels öffentlicher Informationsveranstaltungen, Beteiligung an etablierten Gemiendeveranstaltungen, persönliche Kontakte und via http://www.zamg.ac.at/a-tale-of-two-valleys. Besonders sei auf die Beteilung des Projkets an den Rauriser Wissenschaftstagen im Juli 2006 und die Beteilung an den Rauriser Literaturtagen im März 2007 hingewiesen. Zusätzlich wurden in den Partnerschulen Vorträge gehalten und Schülerarbeiten evaluiert. Im Rahmen der "Jugendbefragung" (Jugendliche befragen Jugendliche) wurde Klimawandel innderhalb der jungen Genration thematisiert. Zusätzlich fand das Projekt internationale Beachtung, eingeladene Vorträge in Ljubljana und Sofia, die ECAC 2008 hat aufgrund unserer Aktivitäten eine eigene Session "Climate and Society" eingerichtet.
Die im Projekt erarbeiteten und verwendeten Methoden sind im Prinzip auf andere alpine Gemeinden und Regionen übertragbar, soferne ausreichendes Datenmaterial vorliegt, Tourismus ein wesentlicher Beschäftigungszweig ist und die Bevölkerung, Stakeholder sowie Schulen zur Mitarbeit bereit sind. Allerdings muss aber jede Gemeinde als Individuum gesehen und ihre Voraussetzung einer genauen Analyse unterzogen werden.
A Tale of Two Valleys wurde seitens des BMWF im Rahmen des ProVision Programms gefördert. Die Zentralanstalt für Meteorologie hat eine eigene Fachabteilung geschaffen, die im Rahmen von Projekten vergangene Klimaänderungen analysiert und Modellstudien zu künftigen regionalen Klimaveränderungen durchführt. Regelmäßige Aussendungen zum aktuellen Wetter und Klima informieren österreichweit, und sowohl peer-reviewte als auch populär-wissenschaftliche Publikationen der MitarbeiterInnen werden gefördert. Das 2007 erschienene Buch "Gletscher im Klimawandel-Vom Eis der Polargebiete zum Goldbergkees in den Hohen Tauern" ist eiun gutes Beispiel dafür, dass es möglich ist komplizierte Zusammenhänge allgemein verständlich zu beschreiben, ohne dass wesentliche Information verloren geht.
Further information
Der inter/transdisziplinäre Forschungsansatz ermöglicht die Erfassung des regionalen Klimawandels ganzheitlich unter Einbeziehung von Bevölkerung und Jugend.
270.000
Subventionierung des geplanten populärwissenschaftlcihen Buches "Klimawandel in den Alpen"
Online information on the measure
Die öffentlich zugängliche Homepage des Projektes. Die Umgestaltung und Finalisierung ist gerade in Arbeit.
http://www.zamg.ac.at/a-tale-of-two-valleys
Die öffentlich zugängliche Homepage des proVision Programms
http://www.provision-research.at/
Hinweis auf dem im Zusammenarbeit mit dem Projekt renovierten und neu ausgestalteten Gletscherlehrpfades
http://www.naturfreunde.at/
:
Administration (local, regional, national), Universities or other education institutions, Other public bodies, Individuals, Organisations of civil society, Other private bodies
Die wissenschaftlichen Erhebungen und Analysen wurden von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik/Fachabteilung für Klimatische Landesuafnahme und Hydroklimatologie gemeinsam mit Joanneum Research,Institut für digitale Bildverarbeitung und Institut für Technologie und Regionalpolitik gemacht.
Naturfreunde Österreich, Gemeinde Rauris und Flattach, Tourismusgemeinschaft Mölltaler Gletscher, Kulturverein Rauris, Stiftsgym.Melk, BG/BRG Zell am See, BORG Spittal an der Drau, HS Rauris, Sonnblick Verein, Alpenverein, Wildbach- und Lawinenverbauung, Sektion Kärnten, Land Salzburg Landesforstdirektion, Land Kärnten Landesforstdirektion, Karl Franzens Universität Graz, Klimabündnis
Photos, illustrations, documents
Schüler und Schülerinnen von BRG/Zell am See und BORG Spittal an der Drau präsentieren ihre Ergebnisse ihrer "Jugendbefragung" an der Hauptschule Rauris.
Informations- und Diskusssionsabend des Projektteams in Flattach zum Projektauftakt
Die "wissenschaftliche" Wanderung zum Sonnblick Observatorium im Rahmen der Rauriser Wissenschaftstage
Other documents
Ergebnisse einer Telefonumfrage zu den Einstellungen der FlatacherInnen und RauriserInnen zu extermen Wetterereignissen, zum Klimawandel, zu Genderrollen und zur wirtschaftlichen Zukunft der Täler.Eine statistische Signifikanzanalyse von Extremwerten und ein Vergleich der Jahre 1901 - 1953 und 1954 - 2006
as Dokument beschreibt die regionale Zukunft des Klimas nach IPCC Szenarien und unterscheidet zwischen harten und weichen Fakten des Klimawandels.
ZV_28_29.pdf
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