Thermoholz Weissbach
by
HerwigFormanek
—
last modified
2008-08-06 12:15
This climate response measure was submitted by third parties in summer 2008 as part of the competition for the cc.alps project. Responsibility for the contents rests with the persons indicated on the form.
Weissbach
at (Austria)
2008-03-01
Mr Herwig Formanek
Alois Aberger KG
Mr Herwig Formanek
Alois Aberger KG
office@sanlieb.at
:
Thermische Vergütung von österreichischem Nadelholz. Errichtung einer Thermoholzanlage im Rahmen des bestehenden Tischlerei- und Sägewerksbetriebes Alois Aberger KG in Weißbach bei Lofer. Herstellung von Thermoholz aus heimischen Hölzern als umweltfreundlicher Ersatz zu Tropenholz mit einer hervorragenden Ökobilanz und überall dort einsetzbar, wo Dauerhaftigkeit und Witterungsbeständigkeit gefragt sind. Die verbesserten Produkteigenschaften ermöglichen den Einsatz für Fassaden, Fenster, etc.
Thermische Vergütung von österreichischem Nadelholz. Errichtung einer Thermoholzanlage im Rahmen des bestehenden Tischlerei- und Sägewerksbetriebes Alois Aberger KG in Weißbach bei Lofer. Herstellung von Thermoholz aus heimischen Hölzern als umweltfreundlicher Ersatz zu Tropenholz mit einer hervorragenden Ökobilanz und überall dort einsetzbar, wo Dauerhaftigkeit und Witterungsbeständigkeit gefragt sind. Die verbesserten Produkteigenschaften ermöglichen den Einsatz für Fassaden, Fenster, etc.
Thermoholz Weissbach
Mitigation measure
- technical
- educational
- sozial
- Forestry
- Nature conservation
- Energy supply
- Tourism
transnational
Vergütung heimischer Holzarten in ökologischem Kreislauf mit Einbindung regionaler Betriebe
Doppelnutzung der Heizungsanlage für ein Maximum an Energieeffizienz
Forschungsprojekt zur Qualitätssicherung
Die physikalischen Eigenschaften regionaler Hölzer sollen– ohne den Einsatz von chemischen Substanzen – so verändert werden dass neue Eigenschaften wie stark erhöhte Dauerhaftigkeit und Witterungsbeständigkeit, besserer Schutz vor Pilzbefall und Fäule sowie bessere Wärmedämmeigenschaften neue Anwendungsmöglichkeiten ermöglichen. Die Thermoholzprodukte sollen durch ihre regionale Herkunft und ökologische Herstellung einen umweltfreundlichen Ersatz für Tropenhölzer, Kunststoffe und Stahl bieten. . Die verbesserten Produkteigenschaften ermöglichen einen optimalen Einsatz sowohl im Innen- als auch Außenbereich, z.B. Fassaden, Gartenmöbel, Terrassenböden, Fenster, etc.
Errichtung einer Thermoholzanlage im Rahmen des bestehenden Tischlerei- und Sägewerksbetriebes mit Kleinwasserkraft-Anlage zur ökologischen Stromerzeugung in Weißbach bei Lofer. Begleitung der Thermoholzproduktion durch das Qualitätsmanagement der Universität für Bodenkultur in Wien in einem wissenschaftlichen Projekt um einen standardisierten und normierten Prozess gewährleisten zu können der letztendlich eine entsprechende Zertifizierung von Thermoholz einleitet. Die Gemeinde Weißbach und der überwiegende Teil der Häuser werden durch die Biomasseheizung der Thermoholzanlage mit Wärme versorgt, und die Landwirte aus der Umgebung liefern den Rohstoff für die Heizungsanlage. Dies führt durch die Doppelnutzung zu einem Maximum an Energieeffizienz.
Es erfolgt die Einbindung regionaler Betriebe (Thermoholz bietet sich an zur Nutzung durch andere holzverarbeitende Betriebe der Region) Die Energie zur Erzeugung von Thermoholz wird aus Biomasseheizung gewonnen Die Wirtschaftlichkeit der Heizanlage führt durch Doppelnutzung zu einem Maximum an Energieeffizienz. Durch die Nutzung regionaler Nadelhölzer bleiben die Transportwege kurz, die heimische Forstwirtschaft wird gestärkt und die Wertschöpfung wird in einer wirtschaftlich strukturschwachen Region der Alpen(unteres Saalachtal) nachhaltig gesteigert.
Assessment criteria for the Jury’s decision
Verbesserung der Nutzbarkeit von Holz als Werkstoff und Baumaterial durch Forschung und Entwicklung thermisch modifizierten Holzes, und Verbesserung der Möglichkeit zur Substitution von ökologisch bedenklichen Materialien wie Kunststoffen, Stahl oder Tropenhölzern. Verwendung heimischer Hölzer zur Herstellung ökologischer Produkte z. B. für den Niedrigenergie/Passivhausbau. Durch die Nutzung regionaler Nadelhölzer können Transportwege minimiert und dadurch auch die heimische Forstwirtschaft durch eine gesteigerte Nachfrage im Land gestärkt werden. Durch den Bau eines Thermoholzzentrums in Weissbach bei Lofer soll eine Steigerung des Bewusstseins der Öffentlichkeit für ökologische Produkte und ihre Vorteile in der Anwendung erreicht werden.
Verwendung von Kleinwasserkraft zur Energiegewinnung und einer Biomasseheizung für die Holzveredelung. Zielsetzung ist eine ressourcenschonende Nutzung und ein umweltschonender Umgang mit Energie. Dementsprechend wird Abwärme aus der Produktion einerseits für die Trocknung und den Thermoholzprozess und andererseits für die Nahwärmeversorgung des angrenzenden Ortes genutzt.
| Field | Positive impact | Neutral impact | Negative impact |
|---|---|---|---|
| Landscape | X | ||
| Alpine ecosytems/biodiversity | X | ||
| Water, soil, air | X | ||
| Others | X | ||
|
Aus heimischen Hölzern wie beispielsweise dem Kiefernholz, das weitestgehend als Brennholz verwendet wird, kann durch die Veredelung wertvolles Nutz- und Produktionsholz entstehen, das durch seine natürlich verbesserten Eigenschaften einen ökologisch wertvollen Ersatz zu Tropenhölzern und anderen Materialien darstellen kann. Durch die ökologische Produktionsphilosophie ohne chemische Zusätze entsteht im Gegensatz zu anderen Materialien von der Waldbewirtschaftung bis zur Verwendung des Holzes ein ökologisch hochwertiges Produkt, und die Produktion geschieht ökologisch stimmig von der Wurzel bis zu fertigen Produkt mit hervorragender Energiegesamtbilanz. |
|||
| Field | Positive impact | Neutral impact | Negative impact |
|---|---|---|---|
| Social justice | X | ||
| Co-determination/participation | X | ||
| Regional/cultural identity | X | ||
| Others | |||
|
Durch die Veredelung regionaler Hölzer zu qualitativ hochwertigen Endprodukten wird die regionale Identität gestärkt. Einer strukturschwachen Region wird zu zusätzlichen Erwerbszweigen verholfen um die Region und ihre natürlichen Ressourcen zu stärken, Abwanderung der Bevölkerung zu verhindern, und dadurch auch gegen eine Verödung alpiner Regionen vorzusorgen. |
|||
| Field | Positive impact | Neutral impact | Negative impact |
|---|---|---|---|
| Employment | X | ||
| Value added/income | X | ||
| Know-how/competitiveness | X | ||
| Others | |||
|
Die Thermoholzproduktion und das Thermoholzzentrum sowie die Herstellung der Thermoholzprodukte schaffen neue Arbeitsplätze. Weiters schafft die Thermoholzproduktion Wertschöpfungspotentiale für regionale Zulieferer und Abnehmer und stärkt die heimische Forstwirtschaft durch eine gesteigerte Wertschöpfung. Durch das Forschungsprojekt in Zusammenarbeit mit der Universität für Bodenkultur in Wien sollen wissenschaftliche Erkenntnisse über die Veredlung regionaler Hölzer gewonnen werden. Die verbesserten Produkteigenschaften der veredelten Hölzer erlauben vielfältigste Einsatzmöglichkeiten und sind daher im Vergleich zu vielen Ersatzprodukten wettbewerbsfähig. |
|||
Die wissenschaftlichen Ergebnisse des Forschungsprojekts werden in einer Forschungsarbeit publiziert und der Öffentlichkeit näher gebracht damit die gewonnenen Erkenntnisse einen besseren Umgang mit dem Medium Holz ermöglichen. Durch den Bau eines Thermoholzzentrums in Weissbach bei Lofer soll eine Steigerung des Bewusstseins der Öffentlichkeit für ökologische Produkte und ihre Vorteile in der Anwendung erreicht werden. Dieses Zentrum soll nicht nur als Präsentationsplattform für regionale Produkte aus Holz dienen, sondern vielmehr einen Ort für Informations- und Wissenstransfer und Plattform für Forschungsprojekte zur Entwicklung vielseitigster Anwendungsmöglichkeiten des Werk- und Baustoffes Holz darstellen.
Sowohl die wissenschaftlichen Erkenntnisse die aus der Erforschung des Prozesses der thermischen Veredelung gewonnen werden, als auch die Erkenntnisse aus dem Umgang mit dem Werkstoff Thermoholz können zu einer Standardisierung der Prozesse und damit zu einer Anwendbarkeit in anderen Regionen führen. Je besser der Prozess der Holzveredelung erforscht werden kann umso vielfältiger werden auch die Anwendungsbereiche für thermisch modifiziertes Holz z.B bei Niedrigenergiehäusern…
Die Strategie beruht darauf, durch einen ökologisch verträglichen Umgang mit den Ressourcen zur Entstehung von Thermoholz, dieses nicht nur auf ein ökologisch wertvolles Endprodukt zu reduzieren, sondern dem Umweltgedanken von der Waldbewirtschaftung über eine entsprechende Produktionsphilosophie bis hin zum Vertrieb der Produkte ökologisch sinnvoll zu gestalten. Dies geschieht durch Verwendung regionaler Produkte, kurze Verkehrswege, Energiegewinnung durch die Biomasseheizung in optimierter Form(Hackschnitzelvortrocknung, Wärmerückgewinnung beim Rauchgas ,E-Filter.etc…) und eine Ökostrom-Kleinwasserkraftanlage, Verwendung natürlicher Materialien für den Herstellungsprozess und ohne Verwendung chemischer Zusatzstoffe.
Further information
Die thermische Modifizierung des Holzes verändert die wichtigsten bauphysikalischen Eigenschaften heimischer Hölzer wie stark erhöhte Dauerhaftigkeit und Witterungsbeständigkeit, besserer Schutz vor Pilzbefall und Fäule, sowie eine Erhöhung der Dimensionsstabilität, bessere Wärmedämmeigenschaften und reduzierte Splittergefahr und erlaubt so deren Einsatz für verschiedenste Anwendungsmöglichkeiten
3 Mio
Zusätzliche Mittel fliessen in die wissenschaftliche Unterstützung des Projekts,bzw. in Forschung und Entwicklung.
:
Private enterprises
Die Tischlerei Aberger wurde 1990 in Weißbach bei Lofer von Alois Aberger als Einzelunternehmen gegründet. Der Betrieb beschäftigt derzeit 6 Mitarbeiter. Schon frühzeitig erfolgte die Spezialisierung auf die natürliche Herstellung von Möbeln, Fenster und Türen, durch die Weiterverarbeitung regionaler Hölzer in Sägewerk und Tischlerei. Im Jahr 2007 erfolgte die Umgründung zur Alois Aberger KG.
Universität für Bodenkultur Wien, Kompetenzzentrum Holz GesmbH
071206_THZ Weissbach.pdf
(